Ver­brei­tung kin­der­por­no­gra­phi­scher Schriften

Kin­der­por­no­gra­fi­sche Schrif­ten ver­brei­tet, wer sie ihrer Sub­stanz nach einem grö­ße­ren, nach Zahl und Indi­vi­dua­li­tät unbe­stimm­ten Per­so­nen­kreis zugäng­lich macht, indem er sie ‚auf den Weg bringt‘.

Ver­brei­tung kin­der­por­no­gra­phi­scher Schriften

Die Wei­ter­ga­be an eine oder meh­re­re bestimm­te Per­so­nen genügt hin­ge­gen nicht [1].

Erfolgt die Wei­ter­ga­be nur an bestimm­te Emp­fän­ger und nicht an einen nicht mehr kon­trol­lier­ba­ren Per­so­nen­kreis, bleibt ggfs. jedoch die Tat­hand­lungs­va­ri­an­te der Dritt­be­sitz­ver­schaf­fung kin­der­por­no­gra­fi­scher Schrif­ten gemäß § 184b Abs. 1 Nr. 2 StGB

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Okto­ber 2020 – 1 StR 234/​20

  1. vgl. Beck­OK StGB/​Ziegler, 46. Edi­ti­on 2020, StGB § 184b Rn. 9 mwN[]

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