Ver­falls des Wert­er­sat­zes

Nach § 73c Abs. 1 Satz 2 aF StGB kann eine Ver­falls­an­ord­nung des Wert­er­sat­zes unter­blei­ben, soweit das Erlang­te oder des­sen Wert zum Zeit­punkt der tatrich­ter­li­chen Ent­schei­dung im Ver­mö­gen des Täters nicht mehr vor­han­den ist.

Ver­falls des Wert­er­sat­zes

Die zu tref­fen­de Ermes­sens­ent­schei­dung eröff­net dem Tat­ge­richt die Mög­lich­keit zu prü­fen, ob nur ein Teil­be­trag dem Ver­fall des Wert­er­sat­zes unter­lie­gen soll.

Eine Ermes­sens­ent­schei­dung schei­det nur aus, soweit der Ange­klag­te über Ver­mö­gen ver­fügt, das wert­mä­ßig nicht hin­ter dem anzu­ord­nen­den Ver­falls­be­trag zurück­bleibt 1.

Sodann ist auch die Fra­ge einer unbil­li­gen Här­te (§ 73c Abs. 1 Satz 1 aF StGB) zu prü­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. August 2017 – 1 StR 345/​17

  1. BGH, Beschluss vom 15.11.2016 – 3 StR 385/​16, Stra­Fo 2017, 74, 75 mwN[]
  2. Baye­ri­sches Gesetz- und Ver­ord­nungs­blatt 1999, S. 142[]