Ver­falls­an­ord­nung – und die Wie­der­gut­ma­chung

Nach § 111i Abs. 2 Satz 4 Nr. 2 StPO ist eine (teil­wei­se) Befrie­di­gung des Ver­letz­ten vom Erlang­ten bzw. des­sen Wert (§ 111i Abs. 2 Satz 2 und Satz 3 StPO) in Abzug zu brin­gen, soweit der Ver­letz­te nach­weis­lich aus dem Ver­mö­gen befrie­digt wur­de, das nicht beschlag­nahmt oder im Wege der Arrest­voll­zie­hung gepfän­det wor­den ist.

Ver­falls­an­ord­nung – und die Wie­der­gut­ma­chung

Allein der dann noch ver­blei­ben­de Ver­mö­gens­wert unter­liegt dem Auf­fang­rechts­er­werb des Staa­tes.

Dabei ist zu beach­ten, dass § 73c Abs. 1 StGB auch im Rah­men der nach § 111i Abs. 2 StPO zu tref­fen­den Ent­schei­dung gilt 1. Die Vor­schrift ist zu prü­fen, wenn nahe­lie­gen­de Anhalts­punk­te für das Vor­lie­gen ihrer Vor­aus­set­zun­gen gege­ben sind 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Dezem­ber 2016 – 1 StR 492/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 29.06.2011 – 4 StR 56/​11, BGHR StPO § 111i Fest­stel­lung 2 [Grün­de] und Urteil vom 28.10.2010 – 4 StR 215/​10, NJW 2011, 624 Rn. 15 mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 15.03.2011 – 1 StR 75/​11, BGHSt 56, 191, 196[]