Ver­mö­gens­ver­si­che­rung, Insol­venz­an­trag – und die ver­schwie­ge­nen Ver­mö­gens­wer­te

Das Ver­schwei­gen von Ver­mö­gens­be­stand­tei­len im Rah­men der eides­statt­li­chen Ver­si­che­rung im Sin­ne des § 156 StGB und deren spä­te­res noch­ma­li­ges Ver­heim­li­chen bei der Vor­la­ge des Ver­mö­gens­ver­zeich­nis­ses beim Insol­venz­an­trag im Sin­ne des § 283 Abs. 1 Nr. 1 StGB bezie­hen sich auf das­sel­be geschütz­te Rechts­gut, näm­lich an der voll­stän­di­gen Erfas­sung des pfänd­ba­ren Schuld­ner­ver­mö­gens im Inter­es­se der Gläu­bi­ger.

Ver­mö­gens­ver­si­che­rung, Insol­venz­an­trag – und die ver­schwie­ge­nen Ver­mö­gens­wer­te

Die Abga­be der fal­schen eides­statt­li­chen Ver­si­che­run­gen die­nen der Ver­schleie­rung der wah­ren Ver­mö­gens­la­ge und dem Ver­heim­li­chen von Ver­mö­gens­be­stand­tei­len. Inso­weit ste­hen daher die­se Geset­zes­ver­let­zun­gen in Tat­ein­heit – und nicht in Tat­mehr­heit – zuein­an­der 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. März 2017 – 1 StR 602/​16

  1. BGH, Beschluss vom 20.08.1982 – 3 StR 282/​82; Urteil vom 20.12 1957 – 1 StR 492/​57, BGHSt 11, 145; Urteil vom 07.06.1983 – 4 StR 140/​83, EzSt StGB § 283 Nr. 1[]