Ver­öf­fent­li­chung der Ankla­ge­schrift vor der Haupt­ver­hand­lung

Eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen das Ver­bot der Ver­öf­fent­li­chung von Ankla­ge­schrif­ten vor der Haupt­ver­hand­lung blieb jetzt vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he ohne Erfolg, das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nahm sie nicht zur Ent­schei­dung an: Der Straf­tat­be­stand des § 353d Nr. 3 Straf­ge­setz­buch, der unter ande­rem ver­bie­tet, eine Ankla­ge­schrift im Wort­laut öffent­lich mit­zu­tei­len, bevor sie in öffent­li­cher Ver­hand­lung erör­tert wur­de, ist mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar.

Ver­öf­fent­li­chung der Ankla­ge­schrift vor der Haupt­ver­hand­lung

In ver­fas­sungs­ge­mä­ßer Wei­se soll die­ser Straf­tat­be­stand nicht nur die Rech­te des Ange­klag­ten schüt­zen, son­dern auch ver­hin­dern, dass Ver­fah­rens­be­tei­lig­te – ins­be­son­de­re Lai­en­rich­ter und Zeu­gen – in ihrer Unbe­fan­gen­heit beein­träch­tigt wer­den.

Der Aus­gangs­sach­ver­halt[↑]

Im ent­schie­de­nen Fall hat­te der Beschwer­de­füh­rers u. a. eine ihn selbst betref­fen­de Ankla­ge­schrift auf sei­ne Home­page gestellt hat­te und wur­de des­we­gen straf­recht­lich ver­folgt.

Der Beschwer­de­füh­rer war wegen gewerbs­mä­ßi­gen Betrugs in Tat­ein­heit mit gewerbs­mä­ßi­ger Urkun­den­fäl­schung ange­klagt. Über die­ses Ver­fah­ren wur­de im Mai 2009 in den Medi­en berich­tet. Im Dezem­ber 2009 ließ das Land­ge­richt die Ankla­ge teil­wei­se zu und eröff­ne­te das Haupt­ver­fah­ren; im Übri­gen lehn­te es die Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens aus tat­säch­li­chen Grün­den ab. In der ers­ten Dezem­ber­hälf­te 2009 stell­te der Beschwer­de­füh­rer die­sen Beschluss sowie Tei­le der Ankla­ge­schrift auf sei­ner Home­page als Down­load zur Ver­fü­gung. Durch Urteil vom 08.04.2010 ver­ur­teil­te das Amts­ge­richt Rin­teln den Beschwer­de­füh­rer wegen ver­bo­te­ner Mit­tei­lung über Gerichts­ver­hand­lun­gen (§ 353d Nr. 3 StGB) zu einer Geld­stra­fe in Höhe von zehn Tages­sät­zen à 16 € 1. Beru­fung und Revi­si­on des Beschwer­de­füh­rers blie­ben vor dem Land­ge­richt Bücke­burg 2 und dem Ober­lan­des­ge­richt Cel­le 3 ohne Erfolg.

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts[↑]

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die Vor­aus­set­zun­gen einer not­wen­di­gen Annah­me (§ 93a Abs. 2 BVerfGG) lie­gen nicht vor; eine Annah­me ist auch nicht aus ande­ren Grün­den ange­zeigt. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de hat, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, kei­ne Aus­sicht auf Erfolg, da sie teil­wei­se unzu­läs­sig und im Übri­gen offen­sicht­lich unbe­grün­det ist.

Soweit der Beschwer­de­füh­rer die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung angreift, fehlt ihm das Rechts­schutz­be­dürf­nis. Das Urteil des Amts­ge­richts ist durch die nach­fol­gen­de Beru­fungs­ent­schei­dung des Land­ge­richts pro­zes­su­al über­holt 4.

Im Übri­gen ist die Ver­fas­sungs­be­schwer­de offen­sicht­lich unbe­grün­det. Die straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung des Beschwer­de­füh­rers ist nicht unter Ver­stoß gegen Art. 103 Abs. 2 GG erfolgt. § 353d Nr. 3 StGB ist mit der Ver­fas­sung auch ver­ein­bar, wenn die Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen erfolgt. Ver­let­zun­gen der Mei­nungs­frei­heit oder des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts durch die Ent­schei­dun­gen der Straf­ge­rich­te sind auch bezo­gen auf den kon­kre­ten Ein­zel­fall nicht erkenn­bar.

Kein Ver­stoß gegen Art. 103 Abs. 2 GG[↑]

Ein Ver­stoß gegen Art. 103 Abs. 2 GG durch die gericht­li­chen Ent­schei­dun­gen ist nicht gege­ben.

Abs. 2 GG gewähr­leis­tet, dass eine Tat nur bestraft wer­den kann, wenn die Straf­bar­keit gesetz­lich bestimmt war, bevor die Tat began­gen wur­de. Für die Recht­spre­chung folgt aus die­sem Erfor­der­nis ein Ver­bot straf­be­grün­den­der oder straf­ver­schär­fen­der Ana­lo­gie 5. Dabei ist Ana­lo­gie nicht im enge­ren tech­ni­schen Sin­ne zu ver­ste­hen; aus­ge­schlos­sen ist viel­mehr jede Rechts­an­wen­dung, die über den Inhalt einer gesetz­li­chen Sank­ti­ons­norm hin­aus­geht 6. Da gemäß § 31 Abs. 2 BVerfGG bestimm­te Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in Geset­zes­kraft erwach­sen, liegt dem­nach auch ein Ver­stoß gegen das Ana­lo­gie­ver­bot vor, wenn ein Gericht eine straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung aus­spricht, die auf der Anwen­dung einer Norm des mate­ri­el­len Straf­rechts beruht, wel­che zuvor durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt als nich­tig oder mit dem Grund­ge­setz als unver­ein­bar erklärt wor­den ist.

Jedoch ergibt sich aus dem Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 3. Dezem­ber 1985 7 kei­ne der Geset­zes­kraft gemäß § 31 Abs. 2 BVerfGG unter­fal­len­de Fest­stel­lung, dass § 353d Nr. 3 StGB mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar oder nich­tig ist, sofern die Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen erfolgt.

Geset­zes­kraft besitzt ledig­lich die im Tenor ent­hal­te­ne Fest­stel­lung der Gül­tig­keit oder Ungül­tig­keit eines Geset­zes; die Grün­de der Ent­schei­dung kön­nen dem­ge­gen­über nur zur Aus­le­gung des Tenors her­an­ge­zo­gen wer­den 8.

Gemes­sen hier­an ent­fal­tet aus­schließ­lich die im Tenor der Ent­schei­dung vom 3. Dezem­ber 1985 ent­hal­te­ne Fest­stel­lung, dass § 353d Nr. 3 StGB "mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar [ist], soweit die in die­ser Bestim­mung unter Stra­fe gestell­te wört­li­che öffent­li­che Mit­tei­lung der Ankla­ge­schrift oder ande­rer amt­li­cher Schrift­stü­cke ohne oder gegen den Wil­len des von der Bericht­erstat­tung Betrof­fe­nen erfolgt ist", Geset­zes­kraft. Eine aus­drück­li­che Fest­stel­lung, dass die Norm in jedem ande­ren Anwen­dungs­fall – nament­lich bei Sach­ver­hal­ten, in denen die Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen erfolgt – unver­ein­bar mit der Ver­fas­sung sei, wird nicht getrof­fen. Die­se Fest­stel­lung kann auch nicht im Wege des Umkehr­schlus­ses abge­lei­tet wer­den. Aus den Grün­den der ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ent­schei­dung geht – wor­auf schon das Land­ge­richt zutref­fend hin­ge­wie­sen hat – klar her­vor, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bereits sei­nen Prü­fungs­um­fang auf die im Tenor aus­ge­spro­che­ne Fest­stel­lung beschränkt hat, da nur die­se im Sin­ne des Art. 100 Abs. 1 GG ent­schei­dungs­er­heb­lich war 9. Über ande­re Sach­ver­halts­kon­stel­la­tio­nen – ein­schließ­lich der vor­lie­gen­den – soll­te dem­nach gera­de kei­ne Fest­stel­lung getrof­fen wer­den.

Kei­ne Ver­let­zung der Mei­nungs­frei­heit, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG[↑]

Eine Ver­let­zung der Mei­nungs­frei­heit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG) oder des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) durch § 353d Nr. 3 StGB ist auch in Fäl­len, in denen die Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen erfolgt, nicht gege­ben.

Der Schutz­be­reich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG ist eröff­net. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts kön­nen auch Tat­sa­chen­mit­tei­lun­gen – hier die Ankla­ge­schrift und der Eröff­nungs­be­schluss – dem Schutz der Mei­nungs­frei­heit unter­fal­len, weil und wenn sie Vor­aus­set­zung der Bil­dung von Mei­nun­gen sind 10. Soweit Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen aber nicht schon von vorn­her­ein wegen erwie­se­ner oder bewuss­ter Unrich­tig­keit außer­halb des Schutz­be­reichs von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG ver­blei­ben, sind sie jedoch Ein­schrän­kun­gen auf­grund von all­ge­mei­nen Geset­zen (Art. 5 Abs. 2 GG) leich­ter zugäng­lich als dies bei Mei­nungs­äu­ße­run­gen der Fall ist 11.

§ 353d Nr. 3 StGB ist ein all­ge­mei­nes Gesetz im Sin­ne des Art. 5 Abs. 2 GG. Beden­ken, es han­de­le sich um ein Son­der­ge­setz, bestan­den bereits im Jahr 1985 nicht mehr 12.

§ 353d Nr. 3 StGB ist – auch bei Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen – geeig­net, den Schutz ver­fas­sungs­recht­lich rele­van­ter Rechts­gü­ter zu bewir­ken.

Bei der ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Kon­trol­le der Zweck­taug­lich­keit von Geset­zen gebie­tet die Funk­tio­nen­tei­lung zwi­schen gesetz­ge­ben­der und recht­spre­chen­der Gewalt Zurück­hal­tung 13. Es ist prin­zi­pi­ell Auf­ga­be des Gesetz­ge­bers, zu ent­schei­den, mit wel­chen Mit­teln der von einer Rege­lung ver­folg­te Zweck zu errei­chen sei. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kann die die­ser Ent­schei­dung zugrun­de lie­gen­den Erwä­gun­gen und Wer­tun­gen nicht bean­stan­den, solan­ge nicht ein­deu­tig erwie­sen ist, dass sie von unrich­ti­gen tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen aus­gin­gen oder mit der Ver­fas­sung in Wider­spruch ste­hen 14. Geset­ze wer­den daher nur einer beschränk­ten Kon­trol­le unter­zo­gen und ledig­lich dar­auf geprüft, ob das ein­ge­setz­te Mit­tel "objek­tiv" oder "schlecht­hin" unge­eig­net ist 15. Dies gilt auch für mate­ri­el­le Straf­ge­set­ze 16. Die Geeig­net­heit wäre dem­nach im vor­lie­gen­den Fall nur zu ver­nei­nen, wenn § 353d Nr. 3 StGB und die mit die­ser Vor­schrift ver­bun­de­ne Grund­rechts­ein­schrän­kung zum Schutz der Rechts­gü­ter, dem sie die­nen, schlecht­hin unge­eig­net wären.

Dies ist nicht der Fall. § 353d Nr. 3 StGB ver­folgt nach ein­hel­li­ger Auf­fas­sung eine dop­pel­te Schutz­rich­tung 17. Deren Ele­men­te ste­hen in einem Alter­na­tiv­ver­hält­nis zuein­an­der 18.

Die Straf­vor­schrift soll in ers­ter Linie ver­hin­dern, dass Betei­lig­te an Ver­fah­ren, die straf- oder dis­zi­pli­nar­recht­li­cher Auf­klä­rung und Ahn­dung die­nen, ins­be­son­de­re Lai­en­rich­ter und Zeu­gen, durch die vor­zei­ti­ge Ver­öf­fent­li­chung amt­li­cher Schrift­stü­cke in ihrer Unbe­fan­gen­heit beein­träch­tigt wer­den 19. Der durch eine vor­weg­ge­nom­me­ne öffent­li­che Dis­kus­si­on amt­li­chen Pro­zess­ma­te­ri­als – oft ver­bun­den mit ein­sei­ti­gen Stel­lung­nah­men oder gar unmit­tel­bar auf Ein­fluss­nah­me ange­leg­ten Wer­tun­gen – dro­hen­den Vor­ein­ge­nom­men­heit und den dar­in lie­gen­den Gefah­ren für die Wahr­heits­fin­dung und für ein gerech­tes Urteil soll ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den 18. Damit dient die straf­recht­li­che Sank­tio­nie­rung mit­tel­bar einer­seits der Ermitt­lung des wah­ren Sach­ver­halts, ohne den sich das mate­ri­el­le Schuld­prin­zip, auf dem das gesam­te Straf­recht beruht 20, nicht ver­wirk­li­chen lässt 21. Ande­rer­seits gewähr­leis­tet das straf­be­wehr­te Ver­bot der Ver­öf­fent­li­chung bestimm­ter amt­li­cher Schrift­stü­cke die unbe­ding­te Neu­tra­li­tät und Distanz des Gerichts gegen­über allen Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und dem Ver­fah­rens­ge­gen­stand, die zen­tra­ler Bestand­teil der rechts­staat­li­chen Gesamt­kon­zep­ti­on des Grund­ge­set­zes sind 22. Bei­des hat zudem mit­tel­ba­ren Ein­fluss auf die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit der Straf­rechts­pfle­ge, die ihrer­seits Ver­fas­sungs­rang genießt 23.

Dane­ben tre­ten als Schutz­gut des § 353d Nr. 3 StGB die Per­sön­lich­keits­rech­te der vom Ver­fah­ren Betrof­fe­nen und – hin­sicht­lich des Ange­klag­ten – die Auf­recht­erhal­tung der bis zu einem rechts­kräf­ti­gen Abschluss des Ver­fah­rens zu sei­nen Guns­ten bestehen­den Unschulds­ver­mu­tung, die nicht durch Vor­ab­ver­öf­fent­li­chun­gen amt­li­cher Schrift­stü­cke gefähr­det wer­den sol­len 24.

Auf­grund die­ser dop­pel­ten Schutz­rich­tung des § 353d Nr. 3 StGB ent­fällt die Zweck­taug­lich­keit der Vor­schrift nicht allein dadurch, dass sich ein durch das Ver­fah­ren Betrof­fe­ner durch die ver­früh­te Ver­öf­fent­li­chung amt­li­cher Schrift­stü­cke der­je­ni­gen Rech­te begibt, soweit sie sei­nem Schutz die­nen und damit zu sei­ner Dis­po­si­ti­on ste­hen kön­nen. Bedeu­tung und Trag­wei­te des mate­ri­el­len Schuld­prin­zips und der Neu­tra­li­tät des Gerichts für das rechts­staat­li­che Straf­ver­fah­ren recht­fer­ti­gen bereits iso­liert betrach­tet die Straf­bar­keit sei­nes Han­delns 25. Dane­ben steht wei­ter­hin der Schutz der Per­sön­lich­keits­rech­te von ande­ren durch das Straf­ver­fah­ren betrof­fe­nen Per­so­nen, etwa von Mit­an­ge­klag­ten oder Neben­klä­gern. Auch die­se kön­nen dadurch beein­träch­tigt wer­den, dass ein Ange­klag­ter ihn ent­las­ten­de amt­li­che Mit­tei­lun­gen vor dem Ver­fah­ren im Wort­laut ver­öf­fent­licht. Ohne die straf­recht­li­che Sank­tio­nie­rung die­ses Han­delns bestün­de die Gefahr, dass Ange­klag­te und Neben­klä­ger durch geziel­te und mög­li­cher­wei­se ent­stell­te Infor­ma­tio­nen, die aber den Ein­druck amt­li­cher Authen­ti­zi­tät erwe­cken, wech­sel­sei­tig ver­su­chen, die Stim­mung der Öffent­lich­keit und die Ein­stel­lung des Gerichts zum Sach­ver­halt vor Beginn der Haupt­ver­hand­lung gezielt in ihrem Inter­es­se – oder auch zu Las­ten etwa eines Mit­an­ge­klag­ten – zu beein­flus­sen.

Zur Errei­chung die­ser Zie­le ist § 353d Nr. 3 StGB trotz bestehen­der Umge­hungs­mög­lich­kei­ten nicht schlech­ter­dings unge­eig­net. Die hier­zu durch die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 03.12 1985 auf­ge­stell­ten Grund­sät­ze sind auf den vor­lie­gen­den Sach­ver­halt und ver­gleich­ba­re Kon­stel­la­tio­nen inso­weit unein­ge­schränkt über­trag­bar.

Dies gilt ins­be­son­de­re, soweit der Gesetz­ge­ber nur die Ver­öf­fent­li­chung im Wort­laut unter Stra­fe gestellt, aber Wie­der­ga­ben in indi­rek­ter Rede vom Tat­be­stand aus­ge­nom­men hat. Die hier­durch bestehen­den Umge­hungs­mög­lich­kei­ten sind der Mei­nungs­frei­heit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG) geschul­det, die es gebie­tet, nur abso­lut not­wen­di­ge Ein­schrän­kun­gen vor­zu­neh­men. Ver­öf­fent­li­chun­gen im Wort­laut bil­den eine deut­lich grö­ße­re Gefahr für die Unbe­fan­gen­heit der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und die vom Ver­fah­ren Betrof­fe­nen als eine ledig­lich inhalt­lich berich­ten­de Ver­öf­fent­li­chung in nicht­wört­li­cher Rede 26. Gegen­über der erkenn­ba­ren Mei­nungs­äu­ße­rung kommt dem Zitat die beson­de­re Über­zeu­gungs- und Beweis­kraft des Fak­t­ums zu 27. Nur eine wort­ge­treue Wie­der­ga­be von Akten­tei­len erweckt den Ein­druck amt­li­cher Authen­ti­zi­tät und bezweckt die­sen regel­mä­ßig auch. Sie wird des­halb in der Regel wei­ter­ge­hen­de Wir­kung haben als die blo­ße Mit­tei­lung eines Drit­ten, in der über den Inhalt amt­li­cher Akten berich­tet wird.

Gera­de für den Schutz der Unbe­fan­gen­heit der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten ist die­ser Unter­schied wesent­lich. Es erscheint nicht aus­ge­schlos­sen, dass Lai­en­rich­ter, wel­che vor­ge­la­ger­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen bereits vor Pro­zess­be­ginn den Inhalt der Akten im Wort­laut haben ent­neh­men kön­nen, ihr Urteil nicht mehr allein auf der Grund­la­ge der Haupt­ver­hand­lung bil­den, wie die Pro­zess­ord­nung es im Inter­es­se eines rechts­staat­li­chen Ver­fah­rens vor­aus­setzt. Eben­so kann die Zuver­läs­sig­keit von Zeu­gen­aus­sa­gen unter vor­zei­ti­ger Unter­rich­tung lei­den. Die­se Gefahr besteht in beson­de­rem Maße, wenn der öffent­li­chen Mit­tei­lung das Gewicht amt­li­cher Authen­ti­zi­tät zukommt 28. Erfüllt ein Straf­ge­setz jedoch trotz bestehen­der – den Grund­rech­ten geschul­de­ter – Ein­schrän­kun­gen im Übri­gen weit­ge­hend sei­nen Zweck, kann sei­ne gene­rel­le Geeig­net­heit nicht ver­neint wer­den 29.

Die Geeig­net­heit wird kon­zep­tio­nell auch nicht dadurch in Fra­ge gestellt, dass § 353d Nr. 1 StGB nur für amt­li­che Doku­men­te gilt, die den Straf­pro­zess oder ver­gleich­ba­re Ver­fah­ren betref­fen. Zwar sehen auch ande­re Pro­zess­ord­nun­gen die Betei­li­gung von Lai­en­rich­tern (vgl. etwa § 16, § 35 Abs. 2, § 41 Abs. 2 ArbGG, § 5 Abs. 3 Satz 1, § 9 Abs. 3 Satz 1 VwGO, § 3, § 12 Abs. 1 Satz 1, § 33 Abs. 1 Satz 1, § 40 Satz 1 i.V.m. § 33 Abs. 1 Satz 1 SGG) und das Beweis­mit­tel des Zeu­gen­be­wei­ses vor. Aller­dings sind gera­de Straf- und Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren in der Regel mit beson­ders tief­grei­fen­den Grund­rechts­ein­grif­fen ver­bun­den, so dass der Erfor­schung der mate­ri­el­len Wahr­heit eine über­ra­gen­de Bedeu­tung zukommt. Gera­de der Straf­pro­zess ist in der Pra­xis zudem in beson­de­rem Maße auf den Zeu­gen­be­weis ange­wie­sen, so dass bei die­sen Ver­fah­ren die Gefahr beson­ders groß ist, dass durch die nicht auto­ri­sier­te Ver­öf­fent­li­chung amt­li­cher Doku­men­te die Zeu­gen­aus­sa­gen in ihrer kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung oder das Erin­ne­rungs­ver­mö­gen des Zeu­gen beein­träch­tigt wer­den 24. Schließ­lich sichert § 353d Nr. 3 StGB flan­kie­rend das nur dem Straf­pro­zess eige­ne Unmit­tel­bar­keits­prin­zip (vgl. § 261 StPO) ab, indem es ver­hin­dert, dass das Gericht – ins­be­son­de­re die Lai­en­rich­ter – sei­ne Ent­schei­dung auf Umstän­de stützt, die außer­halb der Haupt­ver­hand­lung, wel­che gera­de der Erfor­schung der mate­ri­el­len Wahr­heit dient, bekannt gewor­den sind.

§ 353d Nr. 3 StGB ist auch bei Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len des Betrof­fe­nen erfor­der­lich, den Schutz ver­fas­sungs­recht­lich rele­van­ter Rechts­gü­ter zu bewir­ken. Der Gesetz­ge­ber hat sich auf ein befris­te­tes Ver­bot öffent­li­cher Mit­tei­lun­gen im Wort­laut und damit einen den Schutz­be­reich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG so weit­ge­hend wie mög­lich scho­nen­den objek­ti­ven Tat­be­stand beschränkt. Ins­be­son­de­re sind mil­de­re Mit­tel, die einen ver­gleich­ba­ren Schutz der Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Straf­rechts­pfle­ge und der Per­sön­lich­keits­rech­te von Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten gewähr­leis­ten, nicht ersicht­lich 30.

Auch die Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­ab­wä­gung im enge­ren Sin­ne fällt zu Guns­ten der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit von § 353d Nr. 3 StGB aus, selbst wenn die Ver­öf­fent­li­chung mit dem Wil­len eines Betrof­fe­nen erfolgt. Maß­ge­bend hier­für sind die Bedeu­tung der durch den Grund­rechts­ein­griff zu schüt­zen­den und der grund­recht­lich geschütz­ten Rechts­gü­ter, die Wirk­sam­keit des ange­streb­ten Rechts­gü­ter­schut­zes und das Aus­maß der zu die­sem Zweck nor­mier­ten Grund­rechts­be­schrän­kung 30.

§ 353d Nr. 3 StGB schränkt einer­seits die Mei­nungs­frei­heit und das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht des von der Mit­tei­lung Betrof­fe­nen ein. Soweit Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG betrof­fen wird, ist jedoch zu berück­sich­ti­gen, dass die durch die Straf­vor­schrift ver­bo­te­ne Mit­tei­lung bereits begriff­lich kein Ele­ment des per­sön­li­chen Mei­nens und Dafür­hal­tens, son­dern nur Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen ent­hält, hin­sicht­lich derer ein gerecht­fer­tig­ter Ein­griff unter gerin­ge­ren Vor­aus­set­zun­gen mög­lich ist. Auch ist in die Abwä­gung ein­zu­stel­len, dass der Ein­griff zeit­lich bis zur Erör­te­rung des Schrift­stücks in münd­li­cher Ver­hand­lung beschränkt ist und nur bestimm­te, beson­ders gefahr­träch­ti­ge For­men von Ver­öf­fent­li­chun­gen ver­bie­tet, es dem Betrof­fe­nen mit­hin mög­lich bleibt, sei­ne Mei­nung durch For­men der indi­rek­ten Wie­der­ga­be – wenn auch ohne den Anschein amt­li­cher Authen­ti­zi­tät – zu ver­brei­ten.

Dem­ge­gen­über ist § 353d Nr. 3 StGB grund­sätz­lich geeig­net, den Schutz der Rechts­po­si­tio­nen von Mit­an­ge­klag­ten und Neben­klä­gern, kon­kret deren all­ge­mei­nes Per­sön­lich­keits­recht, und – im Fal­le der Mit­an­ge­klag­ten – die Unschulds­ver­mu­tung, zu stär­ken. Der eben­falls bewirk­te Schutz der Neu­tra­li­tät des Gerichts und der Pflicht zur Erfor­schung der mate­ri­el­len Wahr­heit als Grund­la­ge des den Straf­pro­zess bestim­men­den Schuld­prin­zips (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art.20 Abs. 3 GG) dient eben­falls der Wah­rung von Rechts­gü­tern mit Ver­fas­sungs­rang.

Allein der Umstand, dass der bewirk­te Schutz lücken­haft ist und Umge­hungs­mög­lich­kei­ten bestehen, recht­fer­tigt kei­ne abwei­chen­de Bewer­tung. Die­se Lücken­haf­tig­keit stellt sich als Kon­se­quenz einer mög­lichst weit­rei­chen­den Scho­nung von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG einer­seits und – wor­auf das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt schon 1985 hin­ge­wie­sen hat 31 – dem Bestimmt­heits­er­for­der­nis mate­ri­el­ler Straf­nor­men (Art. 103 Abs. 2 GG) ande­rer­seits dar.

Schließ­lich ist zu berück­sich­ti­gen, dass § 353d Nr. 3 StGB für alle Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten des Straf­pro­zes­ses, ein­schließ­lich der Staats­an­walt­schaft und Neben­kla­ge, gilt. Auch die­se sind gehin­dert, etwa die Ankla­ge­schrift vor­zei­tig zu ver­öf­fent­li­chen und hier­durch auf die öffent­li­che Mei­nung oder das Gericht ein­zu­wir­ken 32. Daher ist auch aus Grün­den der Waf­fen­gleich­heit, die ihrer­seits dem Recht auf ein fai­res Ver­fah­ren (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art.20 Abs. 3 GG) ent­springt, kein ein­sei­ti­ges Recht zur Ver­öf­fent­li­chung durch einen Ange­klag­ten gebo­ten. Im Gegen­teil wider­sprä­che eine der­ar­ti­ge Berech­ti­gung die­sem Grund­ge­dan­ken und könn­te zu einer Ver­zer­rung der Bericht­erstat­tung füh­ren. Die durch den Beschwer­de­füh­rer ver­tre­te­ne Aus­le­gung wür­de daher die Gefahr einer weit­ge­hen­den Vor­ver­la­ge­rung der Mei­nungs­bil­dung tra­gen und die Wahr­heits­fin­dung als zen­tra­les Ele­ment des Straf­pro­zes­ses zu Guns­ten einer außer­pro­zes­sua­len öffent­li­chen oder media­len Dis­kus­si­on zurück­drän­gen.

Kei­ne Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts, Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG[↑]

Glei­ches gilt, soweit der Beschwer­de­füh­rer eine Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) rügt. Ein etwai­ger Ein­griff in den Schutz­be­reich wäre eben­falls gerecht­fer­tigt.

Kei­ne ver­fas­sungs­kon­for­me Reduk­ti­on des Straf­tat­be­stan­des im Ein­zel­fall[↑]

Die im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren zur Ent­schei­dung beru­fe­nen Gerich­te haben bei der Ver­ur­tei­lung des Beschwer­de­füh­rers wegen ver­bo­te­ner Mit­tei­lun­gen über Gerichts­ver­hand­lun­gen gemäß § 353d Nr. 3 StGB nicht Bedeu­tung und Trag­wei­te grund­recht­li­cher Gewähr­leis­tun­gen ver­kannt. Die Umstän­de des Ein­zel­falls erfor­der­ten kei­ne ver­fas­sungs­kon­for­me Reduk­ti­on oder Aus­le­gung des Tat­be­stands im kon­kre­ten Fall.

Das Land­ge­richt und das Ober­lan­des­ge­richt haben erkannt, dass § 353d Nr. 3 StGB ver­fas­sungs­recht­li­che Rechts­po­si­tio­nen tan­giert und sich mit der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 03.12 1985 aus­ein­an­der­ge­setzt, sind jedoch zutref­fend zu dem Ergeb­nis gelangt, dass die­se Ent­schei­dung einer Straf­bar­keit des Beschwer­de­füh­rers nicht ent­ge­gen­steht. So bestand im Fal­le des Beschwer­de­füh­rers auch nicht ledig­lich eine theo­re­ti­sche Gefahr der Beein­flus­sung von Lai­en­rich­tern und Zeu­gen. Die Ankla­ge war zur Gro­ßen Straf­kam­mer erfolgt, die in der­ar­ti­gen Ver­fah­ren in der Beset­zung mit zwei Berufs­rich­tern und zwei Schöf­fen ent­schei­det (vgl. § 76 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 4 GVG). Als Beweis­mit­tel waren unter ande­rem 15 Zeu­gen vor­ge­se­hen.

Auch die Behaup­tung des Beschwer­de­füh­rers, die ursprüng­li­che Ankla­ge der Staats­an­walt­schaft Bücke­burg habe sei­ne wirt­schaft­li­che Exis­tenz ver­nich­tet, so dass die Ver­öf­fent­li­chung des (Nicht-)Eröffnungsbeschlusses fak­tisch eine Not­stands­hand­lung dar­ge­stellt habe, recht­fer­tigt kein ande­res Ergeb­nis. Eine Agen­tur­mel­dung über das Gerichts­ver­fah­ren ist prak­tisch unbe­ach­tet geblie­ben. Aus dem ein­zi­gen Medi­en­be­richt ist erkenn­bar, dass selbst die­ser nicht auf einer Pres­se­mit­tei­lung oder sons­ti­gen Infor­ma­ti­on durch die Staats­an­walt­schaft, son­dern allein auf einem Schrei­ben des Beschwer­de­füh­rers selbst "an die Welt­pres­se" beruh­te. Auch geht aus der Begrün­dung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de her­vor, dass er schon im Juni 2008 zah­lungs­un­fä­hig war. Eine Erklä­rung dafür, wie die Agen­tur­mel­dung vom April 2009 die­se Zah­lungs­un­fä­hig­keit kau­sal hät­te ver­ur­sa­chen kön­nen, bleibt der Beschwer­de­füh­rer schul­dig.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 27. Juni 2014 – 2 BvR 429/​12

  1. AG Rin­teln, Urteil vom 08.04.2010 – 20 Cs 407 Js 9388/​09 (13/​10) []
  2. LG Bücke­burg, Urteil vom 26.05.2011 – 4 Ns 407 Js 9388/​09 (41/​10) []
  3. OLG Cel­le, Beschluss vom 16.11.2011 – 31 Ss 36/​11[]
  4. vgl. BVerfGK 10, 134, 138; 13, 231, 233[]
  5. vgl. BVerfGK 4, 261, 265; 9, 169, 170; 14, 12, 15[]
  6. vgl. BVerfGE 71, 108, 115[]
  7. BVerfGE 71, 206 ff.[]
  8. vgl. Lenz/​Hansel, BVerfGG, 1. Aufl.2013, § 31 Rn. 42[]
  9. vgl. BVerfGE 71, 206, 213[]
  10. vgl. BVerfGE 54, 208, 219 f.; 61, 1, 8; 85, 1, 15[]
  11. vgl. BVerfGE 61, 1, 8[]
  12. vgl. BVerfGE 71, 206, 214 f.[]
  13. vgl. BVerfGE 71, 206, 215, m.w.N.[]
  14. vgl. BVerfGE 13, 97, 113[]
  15. vgl. BVerfGE 30, 250, 263 f., m.w.N.[]
  16. vgl. BVerfGE 47, 109, 117; 50, 142, 163; 71, 206, 215 f.[]
  17. vgl. statt vie­ler: Fischer, StGB, 60. Aufl.2013, § 353d Rn. 1; Schmed­ding, in: Dölling/​Duttge/​Rössner, Gesam­tes Straf­recht, 2. Aufl.2011, § 353d StGB Rn. 1[]
  18. vgl. Vormbaum, in: LK-StGB, 12. Aufl.2009, § 353d Rn. 39[][]
  19. vgl. BT-Drs. 7/​550, S. 282 f.; Graf, in: Münch­Komm- StGB, 1. Aufl., 2006, § 353d Rn. 5[]
  20. vgl. BVerfGE 123, 267, 413; 133, 168, 199[]
  21. vgl. BVerfGE 57, 250, 275; 122, 248, 270; 130, 1, 26; 133, 168, 199[]
  22. vgl. BVerfGE 4, 412, 416; 23, 321, 325; 82, 286, 298; 89, 28, 36; 133, 168, 202[]
  23. vgl. BVerfGE 107, 104, 118 f.; 113, 29, 54[]
  24. vgl. Graf, in: Münch­Komm- StGB, 1. Aufl.2006, § 353d Rn. 5[][]
  25. vgl. Fischer, StGB, 60. Aufl.2013, § 353d Rn. 6; Vormbaum, in: LK-StGB, 12. Aufl.2009, § 353d Rn. 39 a.E.; Graf, in: Münch­Komm- StGB, 1. Aufl.2006, § 353d Rn. 63; Kuh­len, in: Kindhäuser/​Neumann/​Paeffgen, StGB, 4. Aufl.2013, § 353d Rn. 28 f.; Kühl, in: Lackner/​Kühl, StGB, 27. Aufl.2011, § 353d Rn. 4; Per­ron, in: Schönke/​Schröder, StGB, 28. Aufl.2010, § 353d Rn. 40[]
  26. vgl. BVerfGE 71, 206, 216[]
  27. vgl. BVerfGE 54, 208, 217[]
  28. vgl. BVerfGE 71, 206, 216 ff.[]
  29. vgl. BVerfGE 47, 109, 118 f.; 71, 206, 217 f.[]
  30. vgl. BVerfGE 71, 206, 218[][]
  31. vgl. BVerfGE 71, 206, 217[]
  32. vgl. Fischer, StGB, 60. Aufl.2013, § 353d Rn. 6a[]