Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che – und die Rüge ihrer Nicht­mit­tei­lung

Kommt der Vor­sit­zen­de sei­nen Mit­tei­lungs- und Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten nur unzu­rei­chend nach, muss dies von dem Ver­tei­di­ger nicht mit einer Anru­fung des Gerichts gemäß § 238 Abs. 2 StPO zur Erhal­tung einer spä­te­ren Revi­si­ons­rüge bean­stan­det wer­den 1.

Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che – und die Rüge ihrer Nicht­mit­tei­lung

Der Ange­klag­te ist daher mit sei­ner Rüge in der Revi­si­ons­in­stanz nicht des­halb prä­k­lu­diert, weil er es unter­las­sen hat, bei der Straf­kam­mer von dem Zwi­schen­rechts­be­helf gemäß § 238 Abs. 2 StPO Gebrauch zu machen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Juli 2015 – 2 StR 75/​14

  1. BGH, Urteil vom 05.06.2014 – 2 StR 381/​14, BGHSt 59, 252, 256 ff.[]