Ver­such – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist die Fra­ge einer Ver­schie­bung des Straf­rah­mens wegen Ver­suchs auf­grund einer Gesamt­schau der Tat­um­stän­de im wei­tes­ten Sin­ne sowie der Per­sön­lich­keit des Täters zu ent­schei­den [1].

Ver­such – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung

Dabei kommt den wesent­lich ver­suchs­be­zo­ge­nen Umstän­den jedoch beson­de­res Gewicht zu, nament­lich der Nähe der Tat­voll­endung, der Gefähr­lich­keit des Ver­suchs und der auf­ge­wand­ten kri­mi­nel­len Ener­gie, weil sie die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en für die Ein­stu­fung von Hand­lungs- und Erfolgs­un­wert einer nur ver­such­ten Tat lie­fern [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Mai 2016 – 4 StR 94/​16

  1. BGH, Urteil vom 17.11.1961 – 4 StR 292/​61, BGHSt 16, 351, 353[]
  2. BGH, Urteil vom 04.11.1988 – 1 StR 262/​88, BGHSt 36, 1, 18 mwN[]