Ver­such und Vor­satz

Der Tat­be­stand eines ver­such­ten Delikts ver­langt in sub­jek­ti­ver Hin­sicht (Tatent­schluss) das Vor­lie­gen einer vor­satz­glei­chen Vor­stel­lung, die sich auf alle Umstän­de des äuße­ren Tat­be­stan­des bezieht [1].

Ver­such und Vor­satz

Die Annah­me eines ver­such­ten Betrugs setzt daher die Fest­stel­lung vor­aus, dass der Täter von Umstän­den aus­ge­gan­gen ist, die im Fal­le ihres Vor­lie­gens die Annah­me eines nach den oben dar­ge­stell­ten Grund­sät­zen zu bestim­men­den Ver­mö­gens­scha­dens bei dem Getäusch­ten recht­fer­ti­gen wür­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. April 2016 – 4 StR 317/​15 [2]

  1. BGH, Urteil vom 10.09.2015 – 4 StR 151/​15, Rn. 13, NJW 2015, 3732[]
  2. ECLI:DE:BGH:2016:280416B4STR317.15.1[]