Ver­such­te Anstif­tung

Für die recht­li­che Ein­ord­nung der beab­sich­tig­ten Tat als Ver­ge­hen oder Ver­bre­chen kommt es nicht nur für die voll­ende­te, son­dern auch für die im Sin­ne des § 30 StGB in Aus­sicht genom­me­ne Anstif­tung nicht auf die Per­son des Anstif­ters, son­dern auf die­je­ni­ge des Anzu­stif­ten­den an 1.

Ver­such­te Anstif­tung

Maß­geb­lich ist damit, ob die Tat – wür­de sie ver­wirk­licht – nach Maß­ga­be des § 28 Abs. 2 StGB für die Per­son des prä­sum­ti­ven Haupt­tä­ters ein Ver­bre­chen wäre.

Von die­sen durch die Recht­spre­chung 2 bereits zu § 49a StGB aF ent­wi­ckel­ten Grund­sät­zen abzu­rü­cken, besteht auch für die Nach­fol­ge­re­ge­lung des § 30 StGB kei­ne Ver­an­las­sung. Für sie spricht vor allem auch der Wort­laut und der Straf­grund des § 30 StGB, der nicht gefähr­li­che Täter, son­dern beson­ders gefähr­li­che Taten erfas­sen soll 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2017 – 1 StR 627/​16

  1. BGH, Urtei­le vom 04.02.2009 – 2 StR 165/​08, BGHSt 53, 174; und vom 12.08.1954 – 1 StR 148/​54, BGHSt 6, 308[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 12.08.1954 – 1 StR 148/​54, BGHSt 6, 308[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 04.02.2009 – 2 StR 165/​08, BGHSt 53, 174[]