Ver­wer­fungs­be­schluss – und sein eBe­grün­dungs­tie­fe

Aus dem Umstand, dass der Bun­des­ge­richts­hof die Ver­wer­fung der Revi­si­on nicht aus­führ­lich begrün­det hat, kann nicht auf einen Ver­stoß gegen den Grund­satz der Gewäh­rung recht­li­chen Gehörs geschlos­sen wer­den.

Ver­wer­fungs­be­schluss – und sein eBe­grün­dungs­tie­fe

§ 349 Abs. 2 StPO sieht kei­ne Begrün­dung des die Revi­si­on ver­wer­fen­den Beschlus­ses vor. Bei die­sem Ver­fah­rens­gang erge­ben sich die für die Zurück­wei­sung des Rechts­mit­tels maß­geb­li­chen Grün­de mit aus­rei­chen­der Klar­heit aus den Ent­schei­dungs­grün­den des ange­foch­te­nen Urteils und dem Inhalt der Antrags­schrift des Gene­ral­bun­des­an­walts 1.

Eine wei­te­re Begrün­dungs­pflicht für letzt­in­stanz­li­che, mit ordent­li­chen Rechts­mit­teln nicht mehr anfecht­ba­re Ent­schei­dun­gen besteht nicht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. August 2018 – 2 StR 20/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 30.01.2013 – 4 StR 465/​12; zur ver­fas­sungs­recht­li­chen Unbe­denk­lich­keit s. KKGe­ri­cke, StPO, 7. Aufl., § 349 Rn. 15 mwN[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.07.2007 – 2 BvR 496/​07, Stra­Fo 2007, 463[]