Ver­zugs­zin­sen in der Adhä­si­ons­kla­ge

Der Adhä­si­ons­und Neben­klä­ger hat Anspruch auf Ver­zugs­zin­sen aus dem zuer­kann­ten Scha­den­er­satz­an­spruch gemäß § 286 Abs. 2 Nr. 4, § 288 Abs. 1 BGB, § 187 Abs. 1 BGB ab dem Tag nach dem Scha­dens­er­eig­nis, soweit die Ange­klag­ten betref­fend den Scha­den­er­satz­an­spruch auch ohne Mah­nung nach § 286 Abs. 2 Nr. 4 BGB in Ver­zug gera­ten sind 1.

Ver­zugs­zin­sen in der Adhä­si­ons­kla­ge

Im Übri­gen hat der Adhä­si­ons­und Neben­klä­ger Anspruch auf Pro­zess­zin­sen gemäß § 404 Abs. 2 StPO, § 291 Satz 1, § 187 Abs. 1 ana­log BGB erst ab dem dem Ein­tritt der Rechts­hän­gig­keit des Zah­lungs­an­spruchs fol­gen­den Tag 2. Rechts­hän­gig­keit ist erst mit der Antrag­stel­lung in der münd­li­chen Ver­hand­lung ein­ge­tre­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Sep­tem­ber 2019 – 3 StR 306/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 14.05.2008 2 StR 190/​08, NStZ 2009, 109; Beck­OK BGB/​Lorenz, § 286 Rn. 38[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 05.12 2018 4 StR 292/​18, NStZ-RR 2019, 96[]