Vor­ent­hal­ten und Ver­un­treu­en von Arbeits­ent­gelt – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung für den Gehil­fen

Beim Vor­ent­hal­ten und Ver­un­treu­en von Arbeits­ent­gelt gemäß § 266a Abs. 1 StGB han­delt es sich um ein Son­der­de­likt.

Vor­ent­hal­ten und Ver­un­treu­en von Arbeits­ent­gelt – und die Straf­rah­men­ver­schie­bung für den Gehil­fen

Fehlt das beson­de­re per­sön­li­che Merk­mal der Arbeit­ge­ber­ei­gen­schaft, ist eine wei­te­re Mil­de­rung nach §§ 28 Abs. 1, 49 Abs. 1 StGB neben der nach §§ 27 Abs. 2 Satz 2, 49 Abs. 1 StGB in die­ser Kon­stel­la­ti­on nur dann nicht gebo­ten, wenn die Ver­ur­tei­lung wegen Bei­hil­fe allein des­halb erfolgt, weil das straf­bar­keits­be­grün­den­de per­sön­li­che Merk­mal bei dem Tat­be­tei­lig­ten nicht vor­liegt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Mai 2017 – 1 StR 35/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 08.02.2011 – 1 StR 651/​10, BGHSt 56, 153; vom 14.06.2011 – 1 StR 90/​11, NStZ 2011, 645; und vom 22.01.2013 – 1 StR 234/​12, NJW 2013, 949, 950[]