Vor­füh­rung zur Revi­si­ons­haupt­ver­hand­lung

Die Revi­si­ons­haupt­ver­hand­lung ist gemäß § 337 StPO auf die recht­li­che Nach­prü­fung des ange­foch­te­nen Urteils beschränkt. Per­sön­li­che Erklä­run­gen des Ange­klag­ten zur Sach­ver­halts­auf­klä­rung ent­ge­gen­zu­neh­men ist dem Bun­des­ge­richts­hof ver­wehrt.

Vor­füh­rung zur Revi­si­ons­haupt­ver­hand­lung

Auch unter Berück­sich­ti­gung der Bedeu­tung des Fal­les für den Ange­klag­ten (hier: Ver­ur­tei­lung durch das Land­ge­richt zu einer Frei­heits­stra­fe 6 Jah­ren und 6 Mona­ten) erfor­dert weder das Gebot der Waf­fen­gleich­heit noch das Recht auf effek­ti­ve Ver­tei­di­gung sei­ne Vor­füh­rung, da die Ver­tei­di­ger des Ange­klag­ten in der Haupt­ver­hand­lung anwe­send sein wer­den [1].

Dies gilt zumin­dest, wenn beson­de­re in der Per­son des Ange­klag­ten lie­gen­de Umstän­de, die eine Vor­füh­rung erfor­der­lich erschei­nen las­sen, nicht ersicht­lich sind.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Okto­ber 2019 – 1 StR 113/​19

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 29.08.2019 – 5 StR 103/​19 Rn. 3; und vom 02.04.2019 – 5 StR 685/​18 Rn. 3[]