Vorsteuerabzug – für uneinbringliche Forderungen

Die Auslegung des Begriffs der Uneinbringlichkeit i.S.v. § 17 Abs. 2 Nr. 1 UStG entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur Unzulässigkeit eines Vorsteuerabzugs gemäß § 15 Abs. 1 UStG, wenn schon zurzeit der Rechnungsstellung Uneinbringlichkeit gegeben ist1.

Vorsteuerabzug – für uneinbringliche Forderungen

Bei der Auslegung des Begriffs der Uneinbringlichkeit steht den Mitgliedstaaten ein Regelungsspielraum zu (vgl. Art. 90 Abs. 1 und 2 MwStSystRL).

Die Annahme einer Uneinbringlichkeit aufgrund von Umständen, die vor Einreichen der Umsatzsteuervoranmeldungen gegeben waren, verstößt im Hinblick auf diese den Mitgliedstaaten eingeräumte Regelungsbefugnis nicht gegen den durch Art. 90 MwStSystRL vorgegebenen Rechtsrahmen2. Dieses Auslegungsergebnis unterliegt für den Bundesgerichtshof keinen vernünftigen Zweifeln.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 22. September 2016 – 1 StR 245/16

  1. vgl. BFH, Urteil vom 24.10.2013 – – V R 31/12, BFHE 243, 451, BStBl – II 2015, 674; Beschluss vom 09.04.2014 – – XI B 10/14, BFH/NV 2014, 1099 []
  2. BFHE 243, 451 aaO []