Wenn der Dea­ler spä­ter zahlt – Tat­ein­heit und Bei­hil­fe

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wer­den Ein­zel­hand­lun­gen des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln zur Tat­ein­heit ver­bun­den, wenn die Bezah­lung einer frü­he­ren Lie­fe­rung und die Über­ga­be einer neu­en Dro­gen­men­ge jeweils als Teil­ak­te des Han­del­trei­bens zusam­men­tref­fen 1.

Wenn der Dea­ler spä­ter zahlt – Tat­ein­heit und Bei­hil­fe

So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Da hier der Dea­ler das ihm zum Wei­ter­ver­kauf über­las­se­ne Rausch­gift jeweils erst bei der nächs­ten Lie­fe­rung bezahl­te und mit­hin die Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäf­te in einem Hand­lungs­teil zusam­men­tra­fen, bezo­gen sich die drei Unter­stüt­zungs­hand­lun­gen des Ange­klag­ten nur auf eine ein­zi­ge Haupt­tat des Lie­fe­ran­ten und stel­len somit auch nur ein ein­heit­li­ches Bei­hil­fe­de­likt dar 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Novem­ber 2017 – 5 StR 395/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 25.04.2013 – 4 StR 418/​12, NStZ 2014, 162 f.; Beschlüs­se vom 23.06.1993 – 2 StR 47/​93, BGHR BtMG § 29 Abs. 1 Nr. 3 Kon­kur­ren­zen 5; vom 22.01.2010 – 2 StR 563/​09, NStZ 2011, 97 mwN; vom 15.07.2014 – 5 StR 169/​14; und vom 13.01.2016 – 4 StR 322/​15, NStZ 2016, 420 mwN
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 21.01.2014 – 1 StR 664/​13, NStZ 2014, 465 mwN; und vom 09.12 2014 – 2 StR 381/​14