Wenn der Dealer später zahlt – Tateinheit und Beihilfe

22. Januar 2018 | Strafrecht
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs werden Einzelhandlungen des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zur Tateinheit verbunden, wenn die Bezahlung einer früheren Lieferung und die Übergabe einer neuen Drogenmenge jeweils als Teilakte des Handeltreibens zusammentreffen1.

So auch in dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall: Da hier der Dealer das ihm zum Weiterverkauf überlassene Rauschgift jeweils erst bei der nächsten Lieferung bezahlte und mithin die Betäubungsmittelgeschäfte in einem Handlungsteil zusammentrafen, bezogen sich die drei Unterstützungshandlungen des Angeklagten nur auf eine einzige Haupttat des Lieferanten und stellen somit auch nur ein einheitliches Beihilfedelikt dar2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. November 2017 – 5 StR 395/17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 25.04.2013 – 4 StR 418/12, NStZ 2014, 162 f.; Beschlüsse vom 23.06.1993 – 2 StR 47/93, BGHR BtMG § 29 Abs. 1 Nr. 3 Konkurrenzen 5; vom 22.01.2010 – 2 StR 563/09, NStZ 2011, 97 mwN; vom 15.07.2014 – 5 StR 169/14; und vom 13.01.2016 – 4 StR 322/15, NStZ 2016, 420 mwN
  2. vgl. BGH, Beschlüsse vom 21.01.2014 – 1 StR 664/13, NStZ 2014, 465 mwN; und vom 09.12 2014 – 2 StR 381/14

 
Weiterlesen auf der Rechtslupe

Weiterlesen auf der Rechtslupe:

Themenseiten zu diesem Artikel: , , ,
Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Strafrecht

 

Zum Seitenanfang