Wie­der­ein­set­zung _ und die Dar­le­gungs­an­for­de­run­gen

Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand ist dem­je­ni­gen zu gewäh­ren, der ohne Ver­schul­den ver­hin­dert war, eine Frist ein­zu­hal­ten (§ 44 Satz 1 StPO).

Wie­der­ein­set­zung _ und die Dar­le­gungs­an­for­de­run­gen

Der Antrag ist bin­nen einer Woche nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses zu stel­len (§ 45 Abs. 1 Satz 1 StPO).

Die für die Gewäh­rung der Wie­der­ein­set­zung erfor­der­li­chen Anga­ben sind eben­so wie ihre Glaub­haft­ma­chung Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen 1.

Dar­zu­le­gen und glaub­haft zu machen sind auch die­je­ni­gen Umstän­de, aus denen sich ergibt, dass der Antrag­stel­ler ohne eige­nes Ver­schul­den gehin­dert war, die ver­säum­te Rechts­mit­tel­frist ein­zu­hal­ten 2.

Die Unkennt­nis von gesetz­li­chen Bestim­mun­gen oder von höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung zur Aus­le­gung des Geset­zes kön­nen feh­len­des Ver­schul­den nicht begrün­den 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Novem­ber 2016 – 1 StR 526/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 24.07.2012 – 1 StR 341/​12; vom 07.06.2013 – 1 StR 232/​13; und vom 14.01.2015 – 1 StR 573/​14, NStZ-RR 2015, 145 f. mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 14.01.2015 – 1 StR 573/​14, NStZ-RR 2015, 145 f.; vgl. auch Maul in KK-StPO, 7. Aufl., § 45 Rn. 6[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 01.04.2010 – 4 StR 637/​09, NStZ-RR 2010, 244 f.[]