Wie­der­ein­set­zungs­frist im Straf­pro­zess

Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand ist dem­je­ni­gen zu gewäh­ren, der ohne Ver­schul­den ver­hin­dert war, eine Frist ein­zu­hal­ten (§ 44 Satz 1 StPO). Der Antrag ist bin­nen einer Woche nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses zu stel­len (§ 45 Abs. 1 Satz 1 StPO); inner­halb der Wochen­frist muss der Antrag­stel­ler auch Anga­ben über den Zeit­punkt des Weg­falls des Hin­der­nis­ses machen.

Wie­der­ein­set­zungs­frist im Straf­pro­zess

Die hier­zu erfor­der­li­chen Anga­ben sind eben­so wie ihre Glaub­haft­ma­chung Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen 1.

Ent­schei­dend für den Frist­be­ginn ist der Zeit­punkt, zu dem der Ange­klag­te und nicht der Ver­tei­di­ger Kennt­nis von dem Ver­wer­fungs­be­schluss erlangt hat 2.

Die Anga­be eines län­ge­ren Zeit­raums, hier sogar von einer Woche, genügt die­sem Erfor­der­nis nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Janu­ar 2015 – 1 StR 573/​14

  1. BGH, Beschlüs­se vom 24.07.2012 – 1 StR 341/​12; und vom 07.06.2013 – 1 StR 232/​13; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 57. Aufl., 2014, § 45 Rn. 5 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 29.01.2013 – 4 StR 320/​12, NStZ 2013, 474; und vom 03.12 2013 – 1 StR 412/​13[]