Wie­der­ho­lungs­ge­fahr bei jugend­li­chen Straf­tä­tern

Der Haft­grund der Wie­der­ho­lungs­ge­fahr nach § 112a Abs. 1 Nr. 2 StPO kann nicht auf frü­he­re Straf­ta­ten des Beschul­dig­ten gestützt wer­den, die nur mit jugend­ge­richt­li­chen Zucht­mit­teln geahn­det wur­den, weil die­se kei­ne Straf­ta­ten sind, die die Rechts­ord­nung schwer­wie­gend beein­träch­tig­ten. Da in einem sol­chen Fall schäd­li­che Nei­gun­gen vom Jugend­ge­richt nicht fest­ge­stellt wur­den, kann wegen sol­cher frü­he­rer Straf­ta­ten auch kein Hang des Beschul­dig­ten zu Straf­ta­ten ange­nom­men wer­den, der eine Wie­der­ho­lungs­ge­fahr begrün­de­te.

Wie­der­ho­lungs­ge­fahr bei jugend­li­chen Straf­tä­tern

Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 10. Dezem­ber 2009 – 1 Ws 679/​09