Bank­rott – und die exis­tenz­ge­fähr­den­de Ver­mö­gens­ver­fü­gung

Im Rah­men von § 283 Abs. 2 StGB ist eine Mit­ur­säch­lich­keit der Tat­hand­lung für die Über­schul­dung oder Zah­lungs­un­fä­hig­keit aus­rei­chend.

Bank­rott – und die exis­tenz­ge­fähr­den­de Ver­mö­gens­ver­fü­gung

Eine sol­che Mit­ur­säch­lich­keit 1 wird jedoch nicht durch einen Ver­weis dar­auf belegt, dass die Fest­stel­lung der Mit­ur­säch­lich­keit auf einer Gesamt­schau des Gesche­hens­ab­laufs und einer Bewer­tung der fest­ge­stell­ten Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se beru­he.

Die Beja­hung eines Kau­sal­zu­sam­men­hangs bedarf einer ein­ge­hen­de­ren Begrün­dung – gege­be­nen­falls auf Grund­la­ge sach­ver­stän­di­ger Bera­tung zu die­ser Fra­ge.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Sep­tem­ber 2016 – 4 StR 293/​16

  1. vgl. Rein­hart in Graf/​Jäger/​Wittig, Wirt­schafts- und Steu­er­straf­recht, § 283 Rn. 64; Fischer, StGB, 63. Aufl., § 283 Rn. 31; LK-StG­B/­Tie­de­mann, 12. Aufl., § 283 Rn. 180; Münch­Komm-StG­B/­Rad­tke/­Pe­ter­mann, 2. Aufl., § 283 Rn. 70; Bitt­mann in: Insol­venz­straf­recht, § 12 Rn. 271