Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on im Bank­kon­zern

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht hat auf Wei­sung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums ein Rund­schrei­ben zur grup­pen­wei­ten Umset­zung von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men gemäß § 25g KWG ver­öf­fent­licht. Nach § 25g KWG müs­sen über­ge­ord­ne­te Unter­neh­men im In- und Aus­land sicher­stel­len, dass bestimm­te Min­dest­stan­dards bei der Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on grup­pen­weit ein­ge­hal­ten wer­den. Dazu gehö­ren etwa die Schaf­fung eines Grup­pen-Geld­wä­sche­be­auf­trag­ten und die Erstel­lung einer Gefähr­dungs­ana­ly­se für die gesam­te Grup­pe.

Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on im Bank­kon­zern

Des­wei­te­ren hat das Mut­ter­un­ter­neh­men sicher­zu­stel­len, dass die Anfor­de­run­gen der Auf­zeich­nungs- und Auf­be­wah­rungs­pflicht der erho­be­nen Anga­ben und ein­ge­hol­ten Infor­ma­tio­nen über Ver­trags­part­ner, wirt­schaft­lich Berech­tig­te sowie Geschäfts­be­zie­hun­gen und Trans­ak­tio­nen ent­spre­chend den Grund­sät­zen des § 8 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und Abs. 3 GwG inner­halb der gesam­ten Grup­pe – also auch für die aus­län­di­schen Toch­ter­un­ter­neh­men – ein­ge­hal­ten wer­den.

Die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen an die grup­pen­wei­te Umset­zung durch die dem KWG unter­lie­gen­den Insti­tu­te sind durch die Ände­rung des § 25g KWG im Rah­men des Geset­zes zur Fort­ent­wick­lung des Pfand­brief­rechts vom 26. März 2009 modi­fi­ziert wor­den. Das neue Rund­schrei­ben 17/​2009 der BaFin erläu­tert die in § 25g KWG ent­hal­te­nen Anfor­de­run­gen an die grup­pen­wei­te Umset­zung der neu gefass­ten geld­wä­sche­recht­li­chen Pflich­ten.