Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­er­gän­zungs­ge­setz

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Ergän­zung der Bekämp­fung der Geld­wä­sche und der Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung (Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­er­gän­zungs­ge­setz) beschlos­sen und damit das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Mit dem Gesetz­ent­wurf sol­len ins­be­son­de­re die Vor­ga­ben der so genann­ten Drit­ten EG-Geld­wä­sche­richt­li­ne (”Richt­li­nie 2005/​60/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 26. Okto­ber 2005 zur Ver­hin­de­rung der Nut­zung des Finanz­sys­tems zum Zwe­cke der Geld­wä­sche und der Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung”) und eine hier­zu von der EG-Kom­mis­si­on erlas­sen­den Durch­füh­rungs­richt­li­nie (Richt­li­nie 2006/​70/​EG der Kom­mis­si­on vom 1. August 2006) in natio­na­les Recht umge­setzt wer­den.

Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­er­gän­zungs­ge­setz

Durch die Neu­fas­sung des Geld­wä­sche­ge­set­zes und durch wei­te­re Ände­run­gen des Kre­dit­we­sen­ge­set­zes und des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes sol­len ins­be­son­de­re

  • die zur Geld­wä­sche­be­kämp­fung ent­wi­ckel­ten Instru­men­te auch auf die Bekämp­fung der Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung erstreckt,
  • die Sorg­falts­pflich­ten der ver­pflich­te­ten Unter­neh­men und Per­so­nen nach Maß­ga­be des Grund­sat­zes der Risi­ko­ori­en­tie­rung aus­dif­fe­ren­ziert und
  • die Iden­ti­fi­zie­rungs­pflicht hin­sicht­lich des hin­ter einem Ver­trags­part­ner ste­hen­den wirt­schaft­lich Berech­tig­ten ein­ge­führt wer­den.