Leicht­fer­ti­ge Markt­ma­ni­pu­la­ti­on – und die ver­meint­li­che Straf­bar­keits­lü­cke

Es besteht auch durch das Inkraft­tre­ten des Ers­ten Finanz­markt­no­vel­lie­rungs­ge­set­zes am 2. Juli 2016 kei­ne Straf­bar­keits­lü­cke bezüg­lich der Straf­bar­keit wegen leicht­fer­ti­ger Markt­ma­ni­pu­la­ti­on.

Leicht­fer­ti­ge Markt­ma­ni­pu­la­ti­on – und die ver­meint­li­che Straf­bar­keits­lü­cke

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bil­lig­te jetzt aus­drück­lich die Annah­me des Bun­des­ge­richts­hofs1, es sei durch das Ers­te Finanz­markt­no­vel­lie­rungs­ge­setz am 2. Juli 2016 kei­ne Ahn­dungs­lü­cke für Straf­ta­ten und Ord­nungs­wid­rig­kei­ten nach dem Wert­pa­pier­han­dels­ge­setz ent­stan­den (vgl. § 52 WpHG). Die­se Ansicht ver­sto­ße, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, nicht gegen Art. 103 Abs. 2 GG2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 13. Juni 2018 – 2 BvR 375/​17

  1. BGH, Beschluss vom 10.01.2017 – 5 StR 432/​16
  2. vgl. im Ein­zel­nen BVerfG, Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 03.05.2018 – 2 BvR 463/​17, Rn. 17 ff.