Ver­dor­be­ne Lebens­mit­tel

Die Mel­dun­gen der letz­ten Tage sol­len Anlass genug sein, ein­mal auf eini­ge Straf­tat­be­stän­de hin­zu­wei­sen:

Ver­dor­be­ne Lebens­mit­tel
  • Der Wei­ter­ver­kauf min­der­wer­ti­ger Ware wie etwa Schlacht­ab­fäl­le als lebens­mit­tel­taug­lich erfüllt den Tat­be­stand des Betru­ges (§ 263 Straf­ge­setz­buch), wenn die Käu­fer durch das Umde­kla­rie­ren der Ware getäuscht wer­den. Glei­ches gilt, wenn den Abneh­mern ein fal­sches Min­dest­halt­bar­keits­da­tum vor­ge­spie­gelt wird.
  • Wird durch den Ver­kauf ver­dor­be­nen Flei­sches die Gesund­heit der Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher geschä­digt, grei­fen Kör­per­ver­let­zungs­tat­be­stän­de ein (§§ 223 ff. Straf­ge­setz­buch).
  • Dar­über hin­aus stellt das neue Lebens­mit­tel-, Bedarfs­ge­gen­stän­de- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch (LFGB) Ver­stö­ße gegen ver­brau­cher­schüt­zen­de Rechts­vor­schrif­ten mit Frei­heits­stra­fe bis zu drei Jah­ren unter Stra­fe (§§ 58, 59 LFGB).