Zäsur­wir­kung, zwei Gesamt­stra­fen – und das zu hohe Gesamt­straf­ü­bel

Bei der infol­ge der Zäsur­wir­kung einer zwi­schen­zeit­li­chen Ver­ur­tei­lung obli­ga­to­ri­schen Bil­dung von zwei Gesamt­stra­fen ist noch­mals das dar­aus resul­tie­ren­de Gesamt­straf­ü­bel für den Ange­klag­ten beson­ders in den Blick zu neh­men.

Zäsur­wir­kung, zwei Gesamt­stra­fen – und das zu hohe Gesamt­straf­ü­bel

Denn sofern die Zäsur­wir­kung einer ein­zu­be­zie­hen­den Stra­fe zur Bil­dung meh­re­rer Gesamt­stra­fen führt, muss das Gericht einen sich dar­aus mög­li­cher­wei­se für den Ange­klag­ten erge­ben­den Nach­teil infol­ge eines zu hohen Gesamt­straf­ü­bels aus­glei­chen.

Hier­zu muss es für das Revi­si­ons­ge­richt nach­voll­zieh­bar dar­le­gen, dass es sich die­ser Sach­la­ge bewusst gewe­sen ist und erken­nen las­sen, dass es das Gesamt­maß der Stra­fen für schuld­an­ge­mes­sen gehal­ten hat 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Sep­tem­ber 2017 – 1 StR 350/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 09.11.1995 – 4 StR 650/​95, BGHSt, 41, 310 [313]; vom 24.07.2007 – 4 StR 237/​07, StV 2007, 632; und vom 17.04.2008 – 4 StR 118/​08, NStZ-RR 2008, 234[]