Zivil­recht­li­che Her­aus­ga­be­pflicht – und die Bei­hil­fe zu einer Straf­tat

Eine zivil­recht­li­che Her­aus­ga­be­pflicht ver­mag die Ermög­li­chung einer straf­ba­ren Hand­lung nicht zu recht­fer­ti­gen 1.

Zivil­recht­li­che Her­aus­ga­be­pflicht – und die Bei­hil­fe zu einer Straf­tat

Das straf­recht­li­che Ver­bot der Unter­stüt­zung einer Straf­tat steht dem bür­ger­lich­recht­li­chen Her­aus­ga­be­an­spruch ent­ge­gen und "drückt der gleich­wohl erfol­gen­den Zurück­ga­be des zur Bege­hung der Straf­tat bestimm­ten Werk­zeugs den Stem­pel der Rechts­wid­rig­keit auf (…). Denn auch das bür­ger­li­che Recht ver­sagt einer von ihm ver­lie­he­nen Befug­nis jede Aner­ken­nung, sobald sie mit dem Straf­ge­setz in Wider­spruch tritt (§ 134 BGB), " 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Mai 2018 – 5 StR 616/​17

  1. LK/​Rönnau, 12. Aufl., Vor § 32 Rn. 121[]
  2. RG, Urteil vom 06.10.1921 – I D 339/​21, RGSt 56, 168, 170 f.[]