Zu dritt auf das Opfer eingeschlagen…

Eine gefährliche Körperverletzung nach § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB in der Form der Tatbegehung “mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich” setzt bereits voraus, dass mindestens zwei Beteiligte am Tatort bewusst zusammenwirken.

Zu dritt auf das Opfer eingeschlagen…

Das Zusammenwirken mehrerer als solcher darf daher nicht strafschärfend berücksichtigt werden. Dies verstößt gegen § 46 Abs. 3 StGB. Nicht unbedenklich erscheint daher eine strafschärfende Erwägung in den Urteilsgründen, die Angeklagten hätten zu dritt auf das Opfer eingeschlagen.

Zulässig wäre es freilich, die erhöhte Gefährlichkeit der konkreten Tatsituation infolge einer Beteiligung von mehr als zwei Personen straferhöhend heranzuziehen.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 8. Dezember 2016 – 1 StR 351/16