Zwangs­pro­sti­tu­ti­on statt Men­schen­han­del

Durch das Gesetz zur Ver­bes­se­rung der Bekämp­fung des Men­schen­han­dels und zur Ände­rung des Bun­des­zen­tral­re­gis­ter­ge­set­zes sowie des Ach­ten Buches des Sozi­al­ge­setz­buchs vom 11.10.2016 1 erfolg­te eine Novel­lie­rung der §§ 232 bis 233b StGB, die zum 15.10.2016 in Kraft getre­ten ist.

Zwangs­pro­sti­tu­ti­on statt Men­schen­han­del

Zwi­schen den bis dahin gel­ten­den bis­he­ri­gen Fas­sun­gen des § 232 Abs. 1 Satz 1 1. Alter­na­ti­ve StGB und § 232 Abs. 4 Nr. 1 StGB ist die erfor­der­li­che Unrechts­kon­ti­nui­tät im Sin­ne des § 2 Abs. 3 StGB gewahrt.

An die Stel­le der genann­ten zum Tat­zeit­punkt gel­ten­den Straf­nor­men zum Men­schen­han­del zum Zweck der sexu­el­len Aus­beu­tung sind durch das genann­te Ände­rungs­ge­setz die Rege­lun­gen des § 232a Abs. 1 Nr. 1 StGB und § 232a Abs. 3 StGB zur Zwangs­pro­sti­tu­ti­on getre­ten, ohne dass es durch die Neu­re­ge­lung zu hier rele­van­ten Ände­run­gen im Rege­lungs­ge­halt der Straf­tat­be­stän­de gekom­men ist 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. März 2017 – 1 StR 607/​16

  1. BGBl. I 2016, 2226[]
  2. vgl. auch BT-Drs. 18/​9095, S. 32 ff.[]