Zwei unter­schied­li­che BTM-Vor­rä­te – und ihre Auf­be­wah­rung zusam­men mit einer Waf­fe

Wer­den zwei unter­schied­li­che zum Ver­kauf bestimm­te nicht gerin­ge Men­gen von Betäu­bungs­mit­teln in einem Raum auf­be­wahrt (ohne dass dies schon zur Tat­ein­heit führt), ver­bin­det das gleich­zei­ti­ge Bereit­hal­ten einer Waf­fe im Sin­ne von § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG an die­sem Ort bei­de Taten zur Tat­ein­heit [1].

Zwei unter­schied­li­che BTM-Vor­rä­te – und ihre Auf­be­wah­rung zusam­men mit einer Waf­fe

Aller­dings ist eine unter­schied­li­che recht­li­che Beur­tei­lung des Kon­kur­renz­ver­hält­nis­ses bei unver­än­der­tem Schuld­um­fang – hier ins­be­son­de­re auf­grund der zusam­men­zu­rech­nen­den Gesamt­men­ge an Betäu­bungs­mit­teln – kein maß­geb­li­ches Kri­te­ri­um für die Straf­be­mes­sung [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juli 2020 – 5 StR 208/​20

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 13.02.2020 – 1 StR 9/​20; vom 21.08.2018 – 3 StR 615/​17; vom 27.06.2018 – 4 StR 116/​18, NStZ 2019, 97; Körner/​Patzak/​Volkmer, BtMG, 9. Aufl., § 30a Rn. 130a[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüs­se vom 27.06.2018 – 4 StR 116/​18, NStZ 2019, 97; vom 07.03.2017 – 3 StR 427/​16; vom 19.02.2014 – 5 StR 44/​14; vgl. auch Schä­fer/​Sander/​van Gemme­ren, Pra­xis der Straf­zu­mes­sung, 6. Aufl., Rn. 1585d mit Fn. 480 mwN[]