Abfall­ent­sor­gung auf Volks­fes­ten

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver hat jetzt in einem Eil­ver­fah­ren gegen die Zuwei­sung von Rest­ab­fall­be­häl­tern an den Ver­an­stal­ter des Masch­see­fes­tes in Han­no­ver auf Antrag des Han­no­ver Tou­ris­mus Ser­vice e.V. (HTS) die auf­schie­ben­de Wir­kung sei­nes Wider­spruchs gegen eine Ver­fü­gung des Zweck­ver­bands Abfall­wirt­schaft Regi­on Han­no­ver (aha) wie­der­her­ge­stellt.

Abfall­ent­sor­gung auf Volks­fes­ten

Mit die­ser Ver­fü­gung waren dem HTS als Ver­an­stal­ter des Masch­see­fes­tes 22 Rest­ab­fall­be­häl­ter mit einem Volu­men von 1.100 Litern für die Dau­er des Masch­see­fes­tes zur Benut­zung zuge­wie­sen wor­den. Damit wur­de ihm auf­ge­ge­ben, den Abfall des Masch­see­fes­tes bei aha zu ent­sor­gen. Hier­ge­gen wand­te sich der HTS mit dem Argu­ment, er sei weder Besit­zer noch Erzeu­ger der auf dem Masch­see­fest anfal­len­den Abfäl­le.

Die­se Ein­schät­zung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver nach sum­ma­ri­scher Prü­fung nun bestä­tigt: Der Ver­an­stal­ter schaf­fe ledig­lich die all­ge­mei­nen Rah­men­be­din­gun­gen dafür, dass wäh­rend des Masch­see­fes­tes, ins­be­son­de­re durch den Betrieb von gas­tro­no­mi­schen Stän­den, Abfall anfal­le. Er sei aber nur im wei­tes­ten Sin­ne Ver­ur­sa­cher des Abfalls, der ihm nicht im aus­rei­chen­den Maße zure­chen­bar sei.

Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver, Beschluss vom 23. Juli 2010 – 1 B 3199/​10