Ableh­nung eines Antrags wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit

Die Ableh­nung eines Antrags wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit unter­liegt nicht der revi­si­ons­ge­richt­li­chen Nach­prü­fung, weil es sich um eine unan­fecht­ba­re Vor­ent­schei­dung han­delt (§ 173 Satz 1 VwGO, § 557 Abs. 2 ZPO, § 146 Abs. 2 VwGO).

Ableh­nung eines Antrags wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit

Daher begrün­det sie nur dann einen Ver­fah­rens­man­gel, wenn sie zu einer nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des Gerichts i.S.v. § 138 Nr. 1 VwGO führt.

Die Ableh­nung muss dem Antrag­stel­ler den gesetz­li­chen Rich­ter i.S.d. Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG ent­zie­hen. Dies ist nur der Fall, wenn objek­ti­ve Anhalts­punk­te dafür bestehen, dass die Ent­schei­dung auf will­kür­li­chen oder mani­pu­la­ti­ven Erwä­gun­gen beruht.

Die­ser Maß­stab gilt auch für die Ableh­nung eines Befan­gen­heits­an­trags unter Mit­wir­kung der abge­lehn­ten Rich­ter als rechts­miss­bräuch­lich1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 25. Janu­ar 2016 – 2 B 34.14

  1. stRspr, vgl. nur BVerwG, Urteil vom 05.12 1975 – 6 C 129.74, BVerw­GE 50, 36, 37 ff. sowie Beschlüs­se vom 21.12 2004 – 1 B 66.04, Buch­holz 310 § 54 VwGO Nr. 65 S. 6; und vom 31.10.2012 – 2 B 33.12, NVwZ-RR 2013, 115 Rn. 22 []