Ableh­nung eines nur hilfs­wei­se gestell­ten Beweis­an­trags

Wäh­rend sich die Vor­aus­set­zun­gen für die Ableh­nung eines in der münd­li­chen Ver­hand­lung unbe­dingt gestell­ten Beweis­an­tra­ges aus § 86 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 VwGO erge­ben, wird mit einem nur hilfs­wei­se gestell­ten Beweis­an­trag ledig­lich die wei­te­re Erfor­schung des Sach­ver­halts nach § 86 Abs. 1 VwGO ange­regt [1].

Ableh­nung eines nur hilfs­wei­se gestell­ten Beweis­an­trags

Die Ableh­nung eines Hilfs­be­weis­an­tra­ges kann daher grund­sätz­lich nur mit der Auf­klä­rungs­rü­ge ange­grif­fen wer­den. Die­se ist nur dann begrün­det, wenn sich dem Gericht auf der Grund­la­ge sei­ner Rechts­auf­fas­sung eine wei­te­re Beweis­auf­nah­me hät­te auf­drän­gen müs­sen [2].

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 20.40.2015 – 1 B 12015 -

  1. BVerwG, Beschlüs­se vom 10.06.1999 – 9 B 81.99, Buch­holz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 302; und vom 19.08.2010 – 10 B 22.10, 10 PKH 11.10 10[]
  2. BVerwG, Beschluss vom 28.07.2014 – 1 B 6.14[]