Abriss einer Fuß­gän­ger­brü­cke

Gegen den Abriss einer Fuß­gän­ger­brü­cke hat ein unweit der Brü­cke woh­nen­der Anwoh­ner kei­ne Antrags­be­fug­nis. Aus dem Denk­mal­schutz sich erge­ben­de Rech­te ste­hen nur dem Eigen­tü­mer des Denk­mals zu.

Abriss einer Fuß­gän­ger­brü­cke

So das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren, mit dem eine Anwoh­ne­rin der über den Neu­köll­ner Schiff­fahrts­ka­nal füh­ren­den Fuß­gän­ger­brü­cke Kiehl­steg sich gegen deren Abriss gewehrt hat. Der nach dem Mau­er­bau errich­te­te und im Eigen­tum des Lan­des Ber­lin ste­hen­de Kiehl­steg ver­bin­det den Weich­sel­platz mit dem Kieh­l­ufer. Das Land Ber­lin plant ab dem 17. März 2014 den Abriss der Brü­cke. Dage­ne rich­tet sich der Eil­an­trag der unweit der Brü­cke leben­den Anwoh­ne­rin.

In sei­ner Ent­schei­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin aus­ge­führt, dass der Antrag­stel­le­rin die erfor­der­li­che Antrags­be­fug­nis feh­le. Sie habe kei­ne Rechts­po­si­ti­on inne, aus der sich ein Anspruch auf Erhalt des Kiehl­stegs erge­ben kön­ne. Auf das Denk­mal­schutz­recht kön­ne sie sich – unge­ach­tet der Fra­ge, ob es sich über­haupt um ein Denk­mal han­de­le – nicht beru­fen; denn dar­aus fol­gen­de Rech­te stün­den nur dem Eigen­tü­mer eines Denk­mals zu. Daher ist der Eil­an­trag vom Ver­wal­tungs­ge­richt als unzu­läs­sig zurück­ge­wie­sen wor­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Beschluss vom 14. März 2014 – VG 19 L 82.14