Abschie­be­haft – und die deut­sche Ehe­frau

Wie Vor­trag zu fami­liä­ren Bin­dun­gen aus­län­der­recht­lich zu bewer­ten ist, ins­be­son­de­re, ob sich hier­aus etwa unter dem Gesichts­punkt einer Dul­dung des Auf­ent­halts Abschie­bungs­hin­der­nis­se erge­ben, hat der Haft­rich­ter zwar weder zu prü­fen noch zu ent­schei­den. Das ist viel­mehr Auf­ga­be der Ver­wal­tungs­ge­rich­te [1].

Abschie­be­haft – und die deut­sche Ehe­frau

Er muss sich aber nach dem Stand und dem vor­aus­sicht­li­chen Fort­gang der Prü­fung der Aus­län­der­be­hör­de und eines bereits anhän­gi­gen ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­rens erkun­di­gen und prü­fen, ob sich hier­aus Zwei­fel an der Durch­führ­bar­keit der Abschie­bung oder der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Haft erge­ben [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2016 – V ZB 167/​14

  1. BGH, Beschlüs­se vom 12.06.1986 – V ZB 9/​86, BGHZ 98, 109, 112; und vom 25.02.2010 – V ZB 172/​09, NVwZ 2010, 726 Rn. 23[]
  2. BVerfGK 15, 139, 146; Bun­des­ge­richts­hof, Beschlüs­se vom 25.02.2010 – V ZB 172/​09, NVwZ 2010, 726 Rn. 24; vom 10.05.2012 – V ZB 246/​11, FGPrax 2012, 225 Rn. 14; und vom 11.10.2012 – V ZB 274/​11, FGPrax 2013, 40 Rn. 11; vgl. auch BGH, Beschluss vom 04.04.2016 – V ZB 112/​15 16[]