Abschie­bungs­haft – und der Haft­grund des nicht ange­zeig­ten Auf­ent­halts­wech­sels

Der Haft­grund des nicht ange­zeig­ten Auf­ent­halts­wech­sels nach § 62 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Auf­en­thG setzt vor­aus, dass die Aus­län­der­be­hör­de dem Aus­län­der die Anzei­ge­pflicht und die mit einem Unter­las­sen der Anzei­ge des Auf­ent­halts­wech­sels ver­bun­de­nen ein­schnei­den­den Fol­gen durch einen Hin­weis deut­lich vor Augen führt1.

Abschie­bungs­haft – und der Haft­grund des nicht ange­zeig­ten Auf­ent­halts­wech­sels

Der erfor­der­li­che Hin­weis muss dem Betrof­fe­nen, der die deut­sche Spra­che nicht beherrscht, in sei­ne Mut­ter­spra­che oder eine ande­re Spra­che über­setzt wer­den, die er beherrscht2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Juni 2018 – V ZB 129/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 20.10.2016 – V ZB 33/​15, InfAuslR 2017, 60 Rn. 11; Beschluss vom 14.01.2016 – V ZB 178/​14, FGPrax 2016, 87 Rn. 6 []
  2. BGH, Beschluss vom 14.01.2016 – V ZB 178/​14, aaO Rn. 9 []