Abschie­bungs­haft – und die Erfor­der­lich­keit der bean­trag­ten Haft­dau­er

Der Haft­an­trag genügt in Bezug auf die Erfor­der­lich­keit der bean­trag­ten Haft­dau­er nicht den Anfor­de­run­gen des § 417 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 FamFG, wenn er nicht erken­nen lässt, war­um die zur Vor­be­rei­tung der Abschie­bung not­wen­di­gen Ver­fah­rens­schrit­te vor­aus­sicht­lich einen Zeit­raum von drei Mona­ten bean­spru­chen wer­den.

Abschie­bungs­haft – und die Erfor­der­lich­keit der bean­trag­ten Haft­dau­er

Eine nach­voll­zieh­ba­re Dar­le­gung ist nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs vor dem Hin­ter­grund zwin­gend erfor­der­lich, dass die Abschie­bungs­haft gemäß § 62 Abs. 1 Satz 2 Auf­en­thG auf die kür­zest mög­li­che Dau­er zu beschrän­ken ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Juli 2018 – V ZB 100/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 20.09.2017 – V ZB 74/​17 8 ff. mwN[]