Abtren­nung eines Plan­ge­biets

Wird im Ver­fah­ren zur Auf­stel­lung eines Bebau­ungs­plans nach erfolg­ter förm­li­cher Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung ein Teil des Plan­ge­biets abge­trennt, kann eine erneu­te Aus­le­gung des ansons­ten unver­än­dert blei­ben­den Ent­wurfs des Rest­plans zwar bereits dann erfor­der­lich sein, wenn gera­de durch die Abtren­nung die Fra­ge der Abwä­gung hin­sicht­lich des ver­blei­ben­den Plan­teils neu auf­ge­wor­fen wird [1]. Dies ist aller­dings nicht schon dann der Fall, wenn ledig­lich nicht aus­zu­schlie­ßen ist, dass im abge­trenn­ten Plan­teil ein­mal Fest­set­zun­gen getrof­fen wer­den, auf­grund derer auch neue Anre­gun­gen hin­sicht­lich des Rest­plans ver­an­lasst sein kön­nen, hier­für aber noch kei­ne kon­kre­ten Hin­wei­se vor­lie­gen [2].

Abtren­nung eines Plan­ge­biets

Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 27. Okto­ber 2010 – 5 S 875/​09

  1. wie BVerwG, Urteil vom 29.01.2009 – 4 C 16.07, BVerw­GE 133, 98[]
  2. Wei­ter­füh­rung der Recht­spre­chung des VGH Baden-Würt­tem­berg, vgl. Urteil vom 31.07.2007 – 5 S 2103/​06, VBlBW 2008, 185[]