Anhö­rungs­rü­ge – und die Frist für die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Eine offen­kun­dig unzu­läs­si­ge Anhö­rungs­rü­ge gehört nicht zum Rechts­weg und kann dem­nach die Frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG nicht offen­hal­ten [1].

Anhö­rungs­rü­ge – und die Frist für die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

So auch in dem hier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­me­nen Fall: Mit sei­ner Anhö­rungs­rü­ge bekräf­tig­te der Beschwer­de­füh­rer ledig­lich sei­ne recht­li­che Argu­men­ta­ti­on aus der Rechts­be­schwer­de. Sei­ne Rüge betraf damit allein die Rich­tig­keit der Aus­füh­run­gen des Gerichts. Dies ver­mag einen Ver­stoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG grund­sätz­lich nicht zu begrün­den [2].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 31. Okto­ber 2019 – 2 BvR 1339/​19

  1. vgl. BVerfGE 5, 17, 19; 48, 341, 344; BVerfGK 7, 115, 116; 11, 203, 205 ff.; 20, 300, 302 ff.[]
  2. vgl. BVerfGK 11, 203, 207[]