Bau­leit­pla­nung vs. Lan­des­ent­wick­lungs­plan

Aty­pi­sche Umstän­de kön­nen eine bau­leit­pla­ne­ri­sche Aus­wei­sung von Ein­zel­han­dels­groß­pro­jek­ten unter Abwei­chung vom Plan­ziel des Lan­des­ent­wick­lungs­plans 2002 ohne vor­he­ri­ge Durch­füh­rung eines Ziel­ab­wei­chungs­ver­fah­rens nach § 24 LplG zulas­sen [1]. Ein Ver­stoß des Bau­leit­plans gegen § 1 Abs. 4 Bau­GB liegt dann nicht vor.

Bau­leit­pla­nung vs. Lan­des­ent­wick­lungs­plan

Sol­che aty­pi­schen Umstän­de kön­nen dar­in lie­gen, dass die Gemein­de ein Gebiet erst­mals über­plant, in dem sich bereits groß­flä­chi­ge Ein­zel­han­dels­han­dels­be­trie­be befin­den. Wei­te­re Vor­aus­set­zung ist dann aller­dings, dass die Bau­leit­pla­nung sich auf die Fest­schrei­bung des Bestan­des die­ser Betrie­be beschränkt und kei­ne Erwei­te­run­gen zulässt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg, Urteil vom 24. Febru­ar 2010 – 1 K 1204/​08

  1. im Anschluss an VGH B‑W., Urteil vom 17.12.2009 – 3 S 2110/​08[]