Arbeits­schutz, Arbeits­zeit – und der Per­so­nal­rat

Die Ver­trau­ens­per­so­nen bzw. die Sol­da­ten­ver­tre­ter im Per­so­nal­rat (§ 52 Abs. 1 Satz 1 SBG) haben nach dem Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz kei­ne dem § 68 Abs. 1 Nr. 2 BPers­VG ent­spre­chen­de all­ge­mei­ne Auf­ga­be, dar­über zu wachen, dass die zuguns­ten der Sol­da­ten gel­ten­den Rechts- und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten durch­ge­führt wer­den.

Arbeits­schutz, Arbeits­zeit – und der Per­so­nal­rat

Beruft sich der bei einer Dienst­stel­le der Bun­des­wehr gebil­de­te Per­so­nal­rat auf eine Behin­de­rung in sei­nen Betei­li­gungs­rech­ten in Ange­le­gen­hei­ten, die nur die Sol­da­ten betref­fen, so ist gemäß § 52 Abs. 1 Satz 1, § 16 SBG, § 17 Abs. 1 Satz 1 WBO – abwei­chend von § 48 Satz 1 SBG, § 83 Abs. 1 Nr. 3 BPers­VG – der Rechts­weg zu den Wehr­dienst­ge­rich­ten gege­ben 1. Das ist hier der Fall, weil es dem Per­so­nal­rat mit dem von ihm gel­tend gemach­ten, auf § 24 Abs. 6 Nr. 3, § 22 Abs. 1 und § 18 Abs. 3 SBG gestütz­ten Aus­kunfts­be­geh­ren um Betei­li­gungs­rech­te geht, die die Arbeits­zeit­be­las­tung gera­de der Sol­da­ten (und nicht auch der ande­ren Beschäf­tig­ten) am 2. Dienst­sitz des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Ver­tei­di­gung in Ber­lin betref­fen.

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ist im vor­lie­gen­den Fall erst­in­stanz­lich sach­lich zustän­dig, weil die Wei­ge­rung des Staats­se­kre­tärs im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung, dem Per­so­nal­rat die erbe­te­nen Aus­künf­te zu ertei­len, dem Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung im Sin­ne von § 21 Abs. 1 Satz 1 WBO zuzu­rech­nen ist und der Per­so­nal­rat damit unmit­tel­bar die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts bean­tra­gen kann.

Der Per­so­nal­rat ist antrags­be­fugt 2. Der Per­so­nal­rat (als grup­pen­über­grei­fen­des Gre­mi­um) kann in Ange­le­gen­hei­ten, die aus­schließ­lich Sol­da­ten betref­fen, deren Rech­te im gericht­li­chen Antrags­ver­fah­ren gel­tend machen, weil die Grup­pe der Sol­da­ten auch dann kein eigen­stän­di­ges Ver­tre­tungs­or­gan im Sin­ne des § 1 Abs. 2 SBG ist, wenn sie in ihrer Funk­ti­on als Ver­trau­ens­per­son Auf­ga­ben oder Befug­nis­se nach dem Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz wahr­nimmt. Ange­le­gen­hei­ten, die allein die Grup­pe der Sol­da­ten betref­fen, wer­den zwar mate­ri­ell nach dem Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz, for­mell aber nach § 38 Abs. 2, § 32 Abs. 3 BPers­VG behan­delt. Dem­entspre­chend macht der Per­so­nal­rat auch dann eine Ver­let­zung eige­ner Betei­li­gungs­rech­te gel­tend, wenn es um Grup­pen­an­ge­le­gen­hei­ten der Sol­da­ten geht, über die nach vor­he­ri­ger gemein­sa­mer Bera­tung im Per­so­nal­rat nur die Ange­hö­ri­gen der Grup­pe abstim­men (§ 49 Abs. 2 Satz 3 SBG i.V.m. § 38 Abs. 2 BPers­VG).

Der Antrag auf gericht­li­che Ent­schei­dung wur­de form- und frist­ge­recht gestellt.

In Ange­le­gen­hei­ten, die nur eine Grup­pe betref­fen, ver­tritt der Vor­sit­zen­de, wenn er nicht selbst die­ser Grup­pe ange­hört, den Per­so­nal­rat gemein­sam mit einem der Grup­pe ange­hö­ren­den Vor­stands­mit­glied (§ 32 Abs. 3 Satz 2 BPers­VG); das gilt auch für das gericht­li­che Antrags­ver­fah­ren 3. Ob der Per­so­nal­rat bereits bei dem ers­ten, nur von dem Stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den und Grup­pen­spre­cher der Sol­da­ten unter­zeich­ne­ten Antrags­schrei­ben vom 19.03.2015 ord­nungs­ge­mäß ver­tre­ten war, kann dahin­ge­stellt blei­ben. Denn der Vor­schrift des § 32 Abs. 3 Satz 2 BPers­VG genügt jeden­falls zwei­fels­frei das zwei­te Antrags­schrei­ben vom 23.03.2015, das von dem (nicht der Grup­pe der Sol­da­ten ange­hö­ren­den) Vor­sit­zen­den des Per­so­nal­rats und außer­dem von dem (der Grup­pe der Sol­da­ten ange­hö­ren­den) Stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den und Grup­pen­spre­cher der Sol­da­ten unter­zeich­net ist.

Der Per­so­nal­rat hat kei­nen Anspruch auf die mit dem Schrei­ben vom 04.02.2015 begehr­ten Aus­künf­te über die Arbeits­zeit­be­las­tung der am 2. Dienst­sitz Ber­lin ver­wen­de­ten Sol­da­ten des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Ver­tei­di­gung.

Der Per­so­nal­rat hat kei­nen Infor­ma­ti­ons­an­spruch aus dem Recht zur Mit­be­stim­mung bei Maß­nah­men zur Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen (§ 52 Abs. 1 Satz 1 SBG i.V.m. § 24 Abs. 6 Nr. 3 und § 22 Abs. 1 SBG).

Der Per­so­nal­rat hat in Ange­le­gen­hei­ten, die nur die Sol­da­ten betref­fen, die Befug­nis­se der Ver­trau­ens­per­son (§ 52 Abs. 1 Satz 1 SBG). Gemäß § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG hat die Ver­trau­ens­per­son ein Mit­be­stim­mungs­recht bei Maß­nah­men zur Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen, soweit eine Rege­lung durch Gesetz, Rechts­ver­ord­nung, Dienst­vor­schrift oder Erlass nicht besteht oder ein Gre­mi­um der Ver­trau­ens­per­so­nen nicht betei­ligt wur­de. Unter­liegt eine Maß­nah­me danach der Mit­be­stim­mung, hat die Ver­trau­ens­per­son auch das Recht, ihrer­seits Maß­nah­men vor­zu­schla­gen (§ 22 Abs. 1 Satz 3 SBG). Im Rah­men des Mit­be­stim­mungs- und des damit ver­bun­de­nen Vor­schlags­rechts ist die Ver­trau­ens­per­son recht­zei­tig durch den zustän­di­gen Vor­ge­setz­ten zu unter­rich­ten und ihr Gele­gen­heit zur Äuße­rung zu geben (§ 22 Abs. 1 Satz 1 SBG).

Der nach die­sen Vor­schrif­ten grund­sätz­lich gege­be­ne Infor­ma­ti­ons­an­spruch steht dem Per­so­nal­rat für die mit dem Schrei­ben vom 04.02.2015 begehr­ten Aus­künf­te nicht zu, weil die Vor­aus­set­zun­gen für ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG nicht vor­lie­gen.

Soweit es dem Per­so­nal­rat dar­um geht, Ver­stö­ße gegen gel­ten­de Arbeits­zeit­be­stim­mun­gen fest­zu­stel­len, ist ein Infor­ma­ti­ons­an­spruch nicht gege­ben, weil inso­weit eine Rege­lung durch Rechts­ver­ord­nung und Erlass besteht und damit ein Mit­be­stim­mungs­recht aus­ge­schlos­sen ist (§ 24 Abs. 6 Halbs. 1 SBG).

Der Per­so­nal­rat begehrt mit den ers­ten vier Fra­gen aus dem Schrei­ben vom 04.02.2015 Aus­kunft zu der Zahl von Sol­da­ten am 2. Dienst­sitz des Minis­te­ri­ums in Ber­lin, auf­ge­glie­dert jeweils nach Refe­ra­ten, auf die bestimm­te Sach­ver­hal­te einer hohen Arbeits­zeit­be­las­tung zutref­fen; es han­delt sich dabei jeweils um Zah­len­an­ga­ben, die sich aus einer Aus­wer­tung der im Voll­zug der "Dienst­ver­ein­ba­rung über die Arbeits­zeit und die auto­ma­ti­sier­te Arbeits­zeit­er­fas­sung im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung" (im Fol­gen­den: Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung) geführ­ten Arbeits­zeit­kon­ten erge­ben und aus die­sen für den Per­so­nal­rat ermit­telt wer­den sol­len. Die fünf­te Fra­ge, wel­che Fest­stel­lun­gen oder Emp­feh­lun­gen dazu in den Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen der Arbeits­plät­ze getä­tigt und ob bereits ent­las­ten­de Maß­nah­men ein­ge­lei­tet bzw. umge­setzt wor­den sei­en, stellt eine zu den ers­ten vier Fra­gen akzes­so­ri­sche Fol­ge­fra­ge dar.

Die Fra­gen bezie­hen sich nach ihrem Inhalt ganz über­wie­gend auf belas­ten­de Arbeits­zeit­ge­stal­tun­gen, die nach der Sol­da­ten­ar­beits­zeit­ver­ord­nung und der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung grund­sätz­lich unzu­läs­sig sind:

"Täg­li­che Arbeits­zei­ten von mehr als 13 Stun­den (net­to ohne Pau­sen)" (Fra­ge 2) ver­sto­ßen gegen § 6 Abs. 1 Satz 2 SAZV und Nr. 2.6 der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung, wonach die regel­mä­ßi­ge täg­li­che Arbeits­zeit 13 Stun­den ein­schließ­lich der Pau­se nicht über­schrei­ten darf. "Unter­schrei­tun­gen der Min­dest-Ruhe­zeit zwi­schen Diens­ten­de und nächs­tem Dienst­be­ginn von 11 Stun­den" (Fra­ge 3) ver­sto­ßen gegen § 7 Abs. 3 Satz 1 SAZV (und Nr. 2.6 Abs. 1 der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung), wonach pro 24-Stun­den-Zeit­raum eine Min­destru­he­zeit von 11 zusam­men­hän­gen­den Stun­den zu gewäh­ren ist. "Wochen­ar­beits­zei­ten von mehr als 48 Stun­den (net­to ohne Pau­sen)" (Fra­ge 4) ver­sto­ßen, wenn es sich um einen Dau­er­zu­stand han­delt, gegen § 5 Abs. 5 SAZV (und Nr. 2.6 Abs. 1 der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung), wonach die durch­schnitt­li­che wöchent­li­che Arbeits­zeit in einem Zeit­raum von zwölf Mona­ten (ein­schließ­lich der geleis­te­ten Mehr­ar­beit) 48 Stun­den nicht über­schrei­ten darf. Auch "dau­er­haf­te Über­schrei­tun­gen der regel­mä­ßi­gen Arbeits­zeit in Gestalt nicht abbau­ba­rer Zeit­gut­ha­ben" (Fra­ge 1), die jen­seits der Über­tra­gungs­höchst­gren­ze von 40 Stun­den am Ende eines Abrech­nungs­zeit­raums ver­fal­len (Nr. 4.2 der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung), sind nach der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung jeden­falls nicht erwünscht.

Die Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang es sich bei Höchst­gren­zen für die zuläs­si­ge regel­mä­ßi­ge täg­li­che und wöchent­li­che Arbeits­zeit und bei der Fest­set­zung von peri­odi­schen Min­destru­he­zei­ten um – wie der Per­so­nal­rat gel­tend macht – "Maß­nah­men zur Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen" im Sin­ne des § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG han­delt, bedarf vor­lie­gend kei­ner Klä­rung. Auch wenn man unter­stellt, dass die­ser Betei­li­gungs­tat­be­stand mate­ri­ell betrof­fen ist, so bestehen inso­weit in Gestalt der genann­ten Vor­schrif­ten der Sol­da­ten­ar­beits­zeit­ver­ord­nung und der durch Wei­sung auf die Sol­da­ten im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung über­tra­ge­nen Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung ver­bind­li­che Rege­lun­gen durch Rechts­ver­ord­nung und Erlass, die ein aus dem Mit­be­stim­mungs­recht fol­gen­des Vor­schlags­recht und damit auch einen die­sem Vor­schlags­recht die­nen­den Infor­ma­ti­ons­an­spruch des Per­so­nal­rats aus­schlie­ßen (§ 24 Abs. 6 Halbs. 1 SBG).

Zu dem Zweck, die gel­ten­den Rege­lun­gen über die Gren­zen zuläs­si­ger zeit­li­cher Inan­spruch­nah­me der im Minis­te­ri­um ver­wen­de­ten Sol­da­ten in der Pra­xis bes­ser durch­zu­set­zen, kann das Aus­kunfts­be­geh­ren daher nicht auf das Vor­schlags­recht für Arbeits- und Gesund­heits­schutz­maß­nah­men, son­dern nur auf ein dies­be­züg­li­ches Über­wa­chungs­recht gestützt wer­den.

Soweit es dem Per­so­nal­rat dar­um geht, inner­halb des Rah­mens des gel­ten­den Arbeits­zeit­rechts – und damit inner­halb des Rege­lungs­be­reichs der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung – Vor­schlä­ge zu ent­wi­ckeln, fehlt den mit dem Schrei­ben vom 04.02.2015 begehr­ten Aus­künf­ten der erfor­der­li­che spe­zi­fi­sche Bezug zu dem Betei­li­gungs­tat­be­stand der Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen im Sin­ne des § 24 Abs. 6 Nr. 3 SGB.

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat sich mit der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung in der ursprüng­li­chen Fas­sung vom 11.05.2007 bereits in sei­nem Beschluss vom 28.10.2009 4 befasst. Im Rah­men die­ses Ver­fah­rens, das die Über­tra­gung der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung auf die im Minis­te­ri­um ver­wen­de­ten Sol­da­ten betraf, hat der Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung gegen­über dem (damals allein bestehen­den) Per­so­nal­rat beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung Betei­li­gungs­rech­te nach § 24 Abs. 1 Satz 1 und 3 sowie Abs. 5 Nr. 3 SGB aner­kannt 5. Auf den wei­ter­ge­hen­den Antrag des Per­so­nal­rats, fest­zu­stel­len, dass er bei der Über­tra­gung der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung auf die Sol­da­ten auch nach § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG zu betei­li­gen sei, hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­den, dass dem Per­so­nal­rat kein auf die­se Vor­schrift gestütz­tes Mit­be­stim­mungs­recht zusteht, weil es sich inso­weit um kei­ne Maß­nah­me zur Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen han­delt 6.

An der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung vom 11.05.2007 haben sich durch die Ände­rungs­ver­ein­ba­rung vom 19.11.2014 nur gering­fü­gi­ge inhalt­li­che Ände­run­gen erge­ben. Die aktu­ell gel­ten­de kon­so­li­dier­te Fas­sung der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung vom 20.11.2014 ent­spricht in ihrem the­ma­ti­schen Rege­lungs­ge­gen­stand voll­stän­dig und in ihrem Inhalt wei­test­ge­hend der ursprüng­li­chen Fas­sung. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hält nach noch­ma­li­ger Über­prü­fung an den fol­gen­den zur Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung vom 11.05.2007 getrof­fe­nen Aus­sa­gen auch für die aktu­ell gel­ten­de Fas­sung vom 20.11.2014 fest 7:

"Inhalt und Umfang des § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG ent­spricht § 75 Abs. 3 Nr. 11 BPers­VG. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss eine 'Maß­nah­me', die eine ent­spre­chen­de Betei­li­gungs­pflicht aus­löst, dar­auf abzie­len, das Risi­ko von Gesund­heits­schä­di­gun­gen oder Unfäl­len inner­halb der Dienst­stel­le oder des Betrie­bes zu min­dern oder einen effek­ti­ven Arbeits- und Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten 8. Damit unter­lie­gen der Mit­be­stim­mung nach § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG kei­ne Maß­nah­men, die in ers­ter Linie ande­re Zwe­cke ver­fol­gen und sich nur mit­tel­bar auf den Arbeits- und Gesund­heits­schutz der Beschäf­tig­ten aus­wir­ken. § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG erfasst dem­nach nicht jede Maß­nah­me, die Ein­fluss auf das Wohl­be­fin­den der Beschäf­tig­ten haben kann, son­dern nur Arbeits­schutz­maß­nah­men, die nach gesetz­li­cher Vor­schrift oder frei­em Ent­schluss des Dienst­stel­len­lei­ters ergrif­fen wer­den sol­len, um die Beschäf­tig­ten all­ge­mein zu schüt­zen oder vor kon­kre­ten Gefah­ren zu bewah­ren, die die Tätig­keit auf bestimm­ten Arbeits­plät­zen mit sich bringt 9. Die­se Inten­ti­on ver­folg­te der Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung weder bei Abschluss der Dienst­ver­ein­ba­rung vom 11.05.2007 noch bei der Über­tra­gung der Dienst­ver­ein­ba­rung auf die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung. Dies ergibt sich schon aus dem Ein­lei­tungs­satz der Dienst­ver­ein­ba­rung, wonach die­se aus­schließ­lich als eine Rege­lung im Sin­ne der § 73 Abs. 1 und § 75 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 17 BPers­VG ver­stan­den wer­den will und somit im Rah­men ihrer Über­tra­gung auf die Grup­pe der Sol­da­ten zur Betei­li­gung des Per­so­nal­rats nach § 24 Abs. 1 und Abs. 5 Nr. 3 SBG, nicht aber nach § 24 Abs. 6 Nr. 3 SBG ver­pflich­tet.

Auch ihrem wesent­li­chen Inhalt nach stellt sich die Dienst­ver­ein­ba­rung vom 11.05.2007 nicht als Maß­nah­me des Arbeits- und Gesund­heits­schut­zes dar. Eine Dienst­ver­ein­ba­rung die­ser Art dient im Wesent­li­chen der Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zeit und soll den Arbeit­neh­mern gene­rell grö­ße­re Hand­lungs­spiel­räu­me eröff­nen. Die Beschäf­tig­ten kön­nen weit­ge­hend Beginn und Ende der täg­li­chen Arbeits­zeit selbst bestim­men und anfal­len­de Über- bzw. Fehl­stun­den in einem defi­nier­ten Zeit­raum aus­glei­chen. Die damit ein­her­ge­hen­de Auto­ma­ti­sie­rung der Zeit­er­fas­sung dient in ers­ter Linie der Ver­ein­fa­chung des Ver­fah­rens und der Kon­trol­le der Ein­hal­tung der Bestim­mun­gen. Soweit es damit dem Arbeit­neh­mer zusätz­lich mög­lich ist, Über­stun­den nach­zu­wei­sen und somit der Gefahr einer mög­li­chen Über­for­de­rung sei­tens des Dienst­herrn begeg­nen zu kön­nen, ist dies ledig­lich ein 'Neben­ef­fekt', dem aber nicht die Absicht zu arbeits­schutz­recht­li­chen Maß­nah­men zu Grun­de liegt. Der Per­so­nal­rat trägt selbst nicht vor, und es bestehen auch sonst für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt kei­ne Anhalts­punk­te dafür, dass die Über­tra­gung der Dienst­ver­ein­ba­rung auf die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung vor­nehm­lich dazu die­nen soll, gesund­heits­ge­fähr­den­de dienst­li­che Über­for­de­run­gen sicht­bar zu machen. Soweit der Per­so­nal­rat aus­führt, es sei ihm bereits in der Ver­gan­gen­heit gelun­gen, auf Grund der auto­ma­ti­sier­ten Zeit­er­fas­sung Arbeits­zeit­ver­stö­ße nach­zu­wei­sen, ändert dies nichts an der Tat­sa­che, dass es nicht Sinn und Zweck der Ein­füh­rung einer sol­chen Dienst­zeit­re­ge­lung ist, Arbeits­schutz zu gewäh­ren. Abs­trak­te Fest­stel­lun­gen zur Dau­er der Dienst­zeit sind grund­sätz­lich auch nicht geeig­net, den tat­säch­li­chen Grad einer mög­li­chen Über­be­an­spru­chung zu doku­men­tie­ren, weil sich Über­stun­den nicht not­wen­di­ger­wei­se nega­tiv auf die Gesund­heit des Ein­zel­nen aus­wir­ken müs­sen. Im Gegen­teil soll es dem Ein­zel­nen durch ein fle­xi­bles Arbeits­zeit­sys­tem gera­de auch ermög­licht wer­den, über län­ge­re Zeit­räu­me hin­weg (ihn mög­li­cher­wei­se belas­ten­de) Über­stun­den ansam­meln zu kön­nen. So darf nach Nr. 2.6 der Dienst­ver­ein­ba­rung täg­lich 10 bzw. 13 Stun­den gear­bei­tet wer­den, obwohl die regel­mä­ßi­ge wöchent­li­che Arbeits­zeit ledig­lich 39 bzw. 41 Stun­den beträgt. Die Gel­tend­ma­chung des Über­stun­den­aus­gleichs obliegt dabei aus­schließ­lich dem Beschäf­tig­ten bzw. Sol­da­ten. Somit wird durch die­se Rege­lung nicht ver­hin­dert, dass es zu einer erhöh­ten, mög­li­cher­wei­se auch gesund­heits­ge­fähr­den­den Arbeits­be­las­tung kommt. Auch wird der Arbeit­ge­ber nicht ver­pflich­tet, alle ange­fal­le­nen Über­stun­den aus­zu­glei­chen. Viel­mehr ver­fal­len alle Zeit­gut­ha­ben, die bis zum Ablauf eines Abrech­nungs­zeit­rau­mes nicht gel­tend gemacht wur­den, sofern sie 40 Stun­den über­stei­gen.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Per­so­nal­rats ergibt sich aus euro­päi­schem Recht nichts ande­res. Des­halb kann offen blei­ben, inwie­weit die Richt­li­ni­en 89/​391/​EWG und 2003/​88/​EG auf die Dienst­ver­hält­nis­se der Sol­da­ten über­haupt Anwen­dung fin­den. Durch die­se Richt­li­ni­en wer­den die natio­na­len Vor­schrif­ten­ge­ber ledig­lich auf­ge­for­dert, Durch­füh­rungs­be­stim­mun­gen zur Durch­set­zung des

Arbeits­schut­zes zu schaf­fen. Ob eine natio­na­le Maß­nah­me aber eine Bestim­mung im Sin­ne der Arbeits­schutz­be­stim­mun­gen ist, hängt von der Inten­ti­on des Norm­ge­bers bzw. von ihrem maß­geb­li­chen Inhalt ab. Die vor­lie­gen­de Dienst­ver­ein­ba­rung, die im Wesent­li­chen auf der Arbeits­zeit­ver­ord­nung der Beam­ten beruht, erfüllt die­se Vor­aus­set­zun­gen nicht. Die ent­spre­chen­den euro­päi­schen Richt­li­ni­en sind daher hier nicht ein­schlä­gig."

Über die Ein­hal­tung der Arbeits­zeit­vor­schrif­ten hin­aus­ge­hend hat der Per­so­nal­rat auch im vor­lie­gen­den Fall kei­nen spe­zi­fi­schen Bezug sei­nes Aus­kunfts­be­geh­rens zu mög­li­chen Maß­nah­men zur Ver­hü­tung von Dienst- und Arbeits­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen im Sin­ne des § 24 Abs. 6 Nr. 3 SGB auf­ge­zeigt. Da die Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung – inner­halb der Gren­zen des Arbeits­zeit­rechts – selbst kei­nen arbeits­schutz­recht­li­chen Zweck ver­folgt, son­dern der Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zeit dient, kann auch die Aus­wer­tung der Arbeits­zeit­kon­ten gene­rell nur – wert­neu­tral – Auf­schluss dar­über geben, in wel­chem Umfang die Beschäf­tig­ten und Sol­da­ten von den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Optio­nen der Arbeits­zeit­ge­stal­tung Gebrauch gemacht haben. Einer sol­chen Aus­wer­tung lässt sich nicht ent­neh­men, wel­che Grün­de im Ein­zel­fall hin­ter der kon­kre­ten Arbeits­zeit­ge­stal­tung ste­hen, etwa ob die­se auf per­sön­li­chen Dis­po­si­tio­nen des Mit­ar­bei­ters oder auf dienst­li­chen Erfor­der­nis­sen beruht. Es lässt sich vor allem auch kein unmit­tel­ba­rer Zusam­men­hang zwi­schen dem aus den Arbeits­zeit­kon­ten ables­ba­ren Zah­len­ma­te­ri­al zur Dau­er und Ver­tei­lung der Arbeits­zeit und einer mög­li­chen Gefahr von Dienst­un­fäl­len und sons­ti­gen Gesund­heits­schä­di­gun­gen her­stel­len; den für alle Mit­ar­bei­ter des Minis­te­ri­ums geführ­ten Arbeits­zeit­kon­ten fehlt dazu ins­be­son­de­re der Bezug zu bestimm­ten, poten­ti­ell mit Gesund­heits­ge­fah­ren ver­bun­de­nen Arbeits­plät­zen, wie dies für Maß­nah­men des Arbeits­schut­zes – etwa nach dem Arbeits­schutz­ge­setz oder der Bild­schirm­ar­beits­platz­ver­ord­nung – kenn­zeich­nend ist 10.

Der Per­so­nal­rat hat letzt­lich auch kei­ne Anga­ben dazu gemacht, wel­che Art an der Arbeits­zeit anset­zen­der Schutz­maß­nah­men er inso­weit in Betracht zieht. Soweit er in der münd­li­chen Ver­hand­lung auf Über­le­gun­gen hin­ge­wie­sen hat, durch orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men oder Ver­än­de­run­gen der Arbeits­ab­läu­fe die Sol­da­ten am Dienst­sitz Ber­lin zu ent­las­ten, könn­te dies mög­li­cher­wei­se ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 24 Abs. 5 Nr. 4 SGB begrün­den. Dem ist hier jedoch nicht nach­zu­ge­hen, denn für der­art orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men bedarf es nicht der Beant­wor­tung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Fra­gen. Der Per­so­nal­rat hat des­halb auch sowohl vor­ge­richt­lich als auch im gericht­li­chen Ver­fah­ren betont, dass es ihm gera­de um die Klä­rung des Mit­be­stim­mungs­rechts nach § 24 Abs. 6 Nr. 3 SGB und des dar­aus fol­gen­den Infor­ma­ti­ons­an­spruchs geht; nur die­ser Betei­li­gungs­tat­be­stand ist Gegen­stand des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens.

Der Per­so­nal­rat hat auch kei­nen Anspruch auf die begehr­ten Aus­künf­te aus einer (all­ge­mei­nen) Über­wa­chungs­auf­ga­be hin­sicht­lich der Sol­da­ten­ar­beits­zeit­ver­ord­nung und der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung.

Der Per­so­nal­rat kann sich nicht auf das Infor­ma­ti­ons­recht aus § 68 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 1 Nr. 2 BPers­VG beru­fen.

Gemäß § 68 Abs. 2 Satz 1 BPers­VG ist die Per­so­nal­ver­tre­tung zur Durch­füh­rung ihrer Auf­ga­ben recht­zei­tig und umfas­send zu unter­rich­ten. Zu die­sen Auf­ga­ben zäh­len nicht nur die Mit­be­stim­mungs- und Mit­wir­kungs­rech­te nach den §§ 75 ff. BPers­VG, son­dern auch der Kata­log der all­ge­mei­nen Auf­ga­ben nach § 68 Abs. 1 BPers­VG, hier ins­be­son­de­re die all­ge­mei­ne Auf­ga­be der Per­so­nal­ver­tre­tung, dar­über zu wachen, dass die zuguns­ten der Beschäf­tig­ten gel­ten­den Geset­ze, Ver­ord­nun­gen, Tarif­ver­trä­ge, Dienst­ver­ein­ba­run­gen und Ver­wal­tungs­an­ord­nun­gen durch­ge­führt wer­den (§ 68 Abs. 1 Nr. 2 BPers­VG).

In Ange­le­gen­hei­ten, die nur die Sol­da­ten betref­fen, haben die Sol­da­ten­ver­tre­ter mate­ri­ell jedoch nicht die per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­li­chen, son­dern – nur – die Befug­nis­se der Ver­trau­ens­per­son nach dem Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz (§ 52 Abs. 1 Satz 1 SBG). Der Per­so­nal­rat, der vor­lie­gend in einer Grup­pen­an­ge­le­gen­heit der Sol­da­ten tätig ist, kann sein Aus­kunfts­be­geh­ren des­halb nicht auf den all­ge­mei­nen per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­li­chen Infor­ma­ti­ons­an­spruch stüt­zen.

Der Per­so­nal­rat hat auch kei­nen Infor­ma­ti­ons­an­spruch aus § 52 Abs. 1 Satz 1 SBG i.V.m. § 18 Abs. 3 Satz 2 SBG.

Gemäß § 18 Abs. 3 Satz 2 SBG ist die Ver­trau­ens­per­son bzw. der Per­so­nal­rat in einer Grup­pen­an­ge­le­gen­heit der Sol­da­ten über Ange­le­gen­hei­ten, die ihre bzw. sei­ne Auf­ga­ben betref­fen, recht­zei­tig und umfas­send zu unter­rich­ten. Die­se Rege­lung ist, wie der Per­so­nal­rat zutref­fend gel­tend macht, der Vor­schrift des § 68 Abs. 2 Satz 1 BPers­VG nach­ge­bil­det 11. Dem Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz fehlt jedoch ein – dem § 68 Abs. 1 BPers­VG ent­spre­chen­des – Gegen­stück in Form einer Zuwei­sung all­ge­mei­ner Auf­ga­ben an die Ver­trau­ens­per­son. Ins­be­son­de­re hat die Ver­trau­ens­per­son weder nach § 18 SBG noch nach einer ande­ren Vor­schrift ein dem § 68 Abs. 1 Nr. 2 BPers­VG ent­spre­chen­des all­ge­mei­nes Über­wa­chungs­recht hin­sicht­lich der zuguns­ten der Sol­da­ten gel­ten­den Rechts- und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten 12. Dem Infor­ma­ti­ons­an­spruch aus § 18 Abs. 3 Satz 2 SBG fehlt des­halb vor­lie­gend die Ver­knüp­fung mit einer – das Aus­kunfts­be­geh­ren tra­gen­den – Auf­ga­ben­norm.

Ein Infor­ma­ti­ons­an­spruch aus § 18 Abs. 3 Satz 2 SBG lässt sich auch nicht mit­tels einer ent­spre­chen­den Anwen­dung des § 68 Abs. 1 Nr. 2 BPers­VG begrün­den. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat mit Beschluss vom 25.10.2011 13 unter aus­drück­li­cher Auf­ga­be sei­ner frü­he­ren Recht­spre­chung ent­schie­den, dass die Betei­li­gungs­rech­te der Ver­trau­ens­per­so­nen der Sol­da­ten (dort: Anhö­rungs­rech­te zu Per­so­nal­maß­nah­men) nicht über die gesetz­li­chen Rege­lun­gen des Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­set­zes hin­aus – etwa durch Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten oder durch Selbst­bin­dung einer Dienst­stel­le der Bun­des­wehr – erwei­tert wer­den kön­nen. In glei­cher Wei­se unzu­läs­sig ist eine über die gesetz­li­chen Rege­lun­gen hin­aus­ge­hen­de Erwei­te­rung der Auf­ga­ben und Befug­nis­se (hier: Infor­ma­ti­ons­rech­te) der Ver­trau­ens­per­son im Wege des Ana­lo­gie­schlus­ses. Dass der gesam­te umfang­rei­che Kata­log all­ge­mei­ner Auf­ga­ben, wie ihn das Per­so­nal­ver­tre­tungs­recht kennt (§ 68 Abs. 1 BPers­VG), im Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­ge­setz fehlt, ist zudem kei­ne plan­wid­ri­ge Rege­lungs­lü­cke.

Da das streit­ge­gen­ständ­li­che Aus­kunfts­be­geh­ren vom Per­so­nal­rat als Grup­pen­an­ge­le­gen­heit der Sol­da­ten gel­tend gemacht wird – und über­haupt nur als sol­che im Rechts­weg zu den Wehr­dienst­ge­rich­ten gel­tend gemacht wer­den kann, bedarf es kei­ner Ent­schei­dung dar­über, wel­chem Ver­tre­tungs­or­gan – dem Per­so­nal­rat oder dem Gesamt­per­so­nal­rat – Infor­ma­ti­ons­rech­te hin­sicht­lich der Arbeits­zeit-Dienst­ver­ein­ba­rung dann zuste­hen, wenn die Ange­le­gen­heit nicht nur die Sol­da­ten betrifft.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 20. April 2016 – 1 WB 29.15

  1. stRspr; vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 17.02.2009 – 1 WB 37.08, Rn. 17; und vom 24.05.2011 – 1 WB 60.10, Buch­holz 449.7 § 23 SBG Nr. 8 Rn. 17 ff., jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. zum Fol­gen­den BVerwG, Beschlüs­se vom 24.05.2011 – 1 WB 60.10, Buch­holz 449.7 § 23 SBG Nr. 8 Rn. 23; und vom 19.06.2014 – 1 WB 29.13, Buch­holz 449.7 § 20 SBG Nr. 5 Rn.20[]
  3. vgl. BVerwG, Beschluss vom 24.05.2011 – 1 WB 60.10, Buch­holz 449.7 § 23 SBG Nr. 8 Rn. 23[]
  4. BVerwG, Beschluss vom 28.10.2009 – 1 WB 11.09, Buch­holz 449.7 § 16 SBG Nr. 3[]
  5. BVerwG, Beschluss vom 28.10.2009 – 1 WB 11.09, Buch­holz 449.7 § 16 SBG Nr. 3 Rn. 10, 14 und 26[]
  6. BVerwG, Beschluss vom 28.10.2009 – 1 WB 11.09, Buch­holz 449.7 § 16 SBG Nr. 3 Rn. 26 und 36 ff.[]
  7. BVerwG, Beschluss vom 28.10.2009 – 1 WB 11.09, Buch­holz 449.7 § 16 SBG Nr. 3 Rn. 38 bis 40[]
  8. vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 23.01.1986 – 6 P 8.83, Buch­holz 238.35 § 61 HePers­VG Nr. 3; vom 17.02.1986 – 6 P 21.84, BVerw­GE 74, 28, 30 = Buch­holz 238.31 § 79 BaWü­Pers­VG Nr. 6; und vom 22.07.2009 – 1 WB 15.08, BVerw­GE 134, 246 Rn. 30; …[]
  9. BVerwG, Beschluss vom 22.07.2009 – 1 WB 15.08 – a.a.O.[]
  10. vgl. dazu Ilbertz/​Widmaier/​Sommer, BPers­VG, 13. Aufl.2014, § 75 Rn. 155 und 156a m.w.N.; wei­te­re Bei­spie­le bei Groni­mus, Die Betei­li­gungs­rech­te der Ver­trau­ens­per­so­nen in der Bun­des­wehr, 7. Aufl.2012, § 24 SBG Rn. 72[]
  11. vgl. Alt­va­ter u.a., BPers­VG, 9. Aufl.2016, § 18 SBG Rn. 3[]
  12. so auch Höges, in: Wolf/​Höges, SBG, Stand Dezem­ber 2015, § 18 Rn. 26[]
  13. BVerwG, Beschluss vom 25.10.2011 – 1 WB 36.11, Buch­holz 449.7 § 23 SBG Nr. 9 Rn. 42 ff.; eben­so Beschluss vom 06.03.2014 – 1 WB 9.14, Buch­holz 449.7 § 23 SBG Nr. 10 Rn. 13[]