Arbeits­zei­ten in der Zen­tra­len Auf­nah­me­stel­le für Asyl­be­wer­ber

Eine Ände­rung der Arbeits­zei­ten der Beschäf­tig­ten der Zen­tra­len Auf­nah­me­stel­le für Asyl­be­wer­ber bedarf der Zustim­mung des Per­so­nal­rats.

Arbeits­zei­ten in der Zen­tra­len Auf­nah­me­stel­le für Asyl­be­wer­ber

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg im Wege einst­wei­li­ger Ver­fü­gung fest­ge­stellt, dass der Lei­ter des Lan­des­am­tes für Gesund­heit und Sozia­les (LAGeSo) die Arbeits­zeit für die Beschäf­tig­ten in der Zen­tra­len Auf­nah­me­stel­le für Asyl­be­wer­ber (ZAA) von der fle­xi­blen Arbeits­zeit mit Rah­men- und Kern­zeit auf Funk­ti­ons­zei­ten in Früh- und Spät­schicht (6 – 14.30 Uhr bzw. 11 – 19.30 Uhr) nicht ohne vor­he­ri­ge Zustim­mung des Per­so­nal­rats hät­te umstel­len dür­fen.

Dem Argu­ment der Dienst­stel­le, die Maß­nah­me müs­se als Eil­maß­nah­me im Inter­es­se des Amts­auf­trags auch ohne vor­he­ri­ge Zustim­mung des Per­so­nal­rats umge­setzt wer­den kön­nen, ver­moch­te der für Per­so­nal­ver­tre­tungs­sa­chen des Lan­des Ber­lin zustän­di­ge Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Gerichts nicht zu fol­gen. Eine sol­che Kom­pe­tenz des Dienst­stel­len­lei­ters bedarf einer gesetz­li­chen Grund­la­ge. Anders als der Bund und alle ande­ren Bun­des­län­der hat der Ber­li­ner Gesetz­ge­ber eine sol­che Rege­lung im Ber­li­ner Per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­setz nicht vor­ge­se­hen.

Mer­ke: Ein ordent­li­cher deut­scher Beam­ter stem­pelt halt nach Uhr­zeit. Ut pere­at mun­dus.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ‑Bran­den­burg, Beschluss vom 8. Okto­ber 2015 – OVG 60 PV 42015