Das Anfor­de­rungs­pro­fil des Beför­de­rungs­dienst­pos­tens

Die Aus­übung des Orga­ni­sa­ti­ons­er­mes­sens des Dienst­herrn bei der Fest­le­gung des Anfor­de­rungs­pro­fils eines Beför­de­rungs­dienst­pos­tens ist nur dann maß­ge­bend vom Ermes­sens­miss­brauch geprägt, wenn die Grün­de für das Anfor­de­rungs­pro­fil nur vor­ge­scho­ben sind, um eine in Wahr­heit allein oder maß­ge­bend mit auf ande­ren Beweg­grün­den beru­hen­de Ent­schei­dung zu recht­fer­ti­gen.

Das Anfor­de­rungs­pro­fil des Beför­de­rungs­dienst­pos­tens

Die Fest­le­gung eines Anfor­de­rungs­pro­fils in einem zwei­ten Stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren erweist sich nicht bereits des­halb als ermes­sens­miss­bräuch­lich, weil der Dienst­herr die Stel­len zunächst ohne Anfor­de­rungs­pro­fil aus­ge­schrie­ben, die­ses ers­te Stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren aber wegen recht­li­cher Beden­ken gegen die der Aus­wahl­ent­schei­dung zugrun­de geleg­ten Beur­tei­lun­gen abge­bro­chen hat.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 17. Febru­ar 2010 – 5 ME 266/​09