Das orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­tes Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum – und die Wis­sen­schafts­frei­heit

Der für die Orga­ni­sa­ti­on der Hoch­schul­me­di­zin bun­des­ver­fas­sungs­recht­lich gefor­der­te Aus­gleich zwi­schen der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer und der best­mög­li­chen Kran­ken­ver­sor­gung gebie­tet, dass ein orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­tes Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum nicht zu über­prü­fen und nicht dafür ein­zu­ste­hen hat, dass das in tat­säch­li­chem Sin­ne erteil­te Ein­ver­neh­men des medi­zi­ni­schen Fach­be­reichs einer Uni­ver­si­tät zu einer den Bereich von For­schung und Leh­re betref­fen­den Ent­schei­dung des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums mit der Wis­sen­schafts­frei­heit ver­ein­bar ist.

Das orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­tes Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum – und die Wis­sen­schafts­frei­heit

In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall strei­ten die Betei­lig­ten, ein Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor für Nukle­ar­me­di­zin und die Uni­kli­nik, über die Schlie­ßung einer Bet­ten­sta­ti­on einer Nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Kli­nik in einem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum. Der Klä­ger sah sich durch die auf wirt­schaft­li­che Grün­de gestütz­te Sta­ti­ons­schlie­ßung vor allem in sei­ner Wis­sen­schafts­frei­heit ver­letzt, hat­te mit sei­ner gegen die Schlie­ßung gerich­te­ten Kla­ge letzt­in­stanz­lich jedoch kei­nen Erfolg:

Durch die mit dem Gesetz über die Hoch­schu­len des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len (Hoch­schul­ge­setz – HG NW) vom 14.03.2000 1 ein­ge­lei­te­te Orga­ni­sa­ti­ons­re­form der Hoch­schul­me­di­zin sind die vor­ma­li­gen unselb­stän­di­gen medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen der nord­rhein-west­fä­li­schen Uni­ver­si­tä­ten als Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken in die Rechts­form von Anstal­ten des öffent­li­chen Rechts mit eige­ner Rechts­per­sön­lich­keit über­führt wor­den (§ 41 HG NW in sei­nen bis zum 31.12 2006 in Kraft gewe­se­nen Fas­sun­gen, für den vor­lie­gen­den Fall i.V.m. § 1 Abs. 1 der zum 1.01.2008 außer Kraft getre­te­nen Ver­ord­nung über die Errich­tung des Kli­ni­kums Düs­sel­dorf der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Düs­sel­dorf als Anstalt des öffent­li­chen Rechts, Kli­ni­kums­ver­ord­nung Düs­sel­dorf – KlV-Dü NW vom 01.12 2000, GV.NRW. S. 729). Die­se Orga­ni­sa­ti­ons­form ist in das gel­ten­de Lan­des­hoch­schul­ge­setz, das in sei­ner Ursprungs­fas­sung vom 31.10.2006 2 stammt, über­nom­men wor­den (bis zum 31.12 2007 § 31 HG NW, danach § 31a Abs. 2 HG NW i.V.m. § 1 Abs. 1 der seit dem 1.01.2008 gel­ten­den Rechts­ver­ord­nung für die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken Aachen, Bonn, Düs­sel­dorf, Essen, Köln und Müns­ter, Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum-Ver­ord­nung – UKVO NW vom 20.12 2007 3). Die orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken haben neben der Wahr­neh­mung ihrer Auf­ga­ben in der Kran­ken­ver­sor­gung ein­schließ­lich der Hoch­leis­tungs­me­di­zin und im öffent­li­chen Gesund­heits­we­sen den medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­chen der Uni­ver­si­tä­ten bei deren Auf­ga­ben­er­fül­lung in For­schung und Leh­re zu die­nen und die Ver­bin­dung der Kran­ken­ver­sor­gung mit For­schung und Leh­re zu gewähr­leis­ten (§ 2 Abs. 1 Satz 1 bis 3 KlV-Dü NW bzw. § 31a Abs. 1 Satz 1 bis 3 HG NW, § 2 Abs. 1 Satz 1 bis 3 UKVO NW). Sie arbei­ten auf der Grund­la­ge einer Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung eng mit den Uni­ver­si­tä­ten zusam­men, unter­stüt­zen die­se bei der Wahr­neh­mung ihrer Auf­ga­ben und stel­len sicher, dass die Mit­glie­der der Hoch­schu­len ihre durch Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG und durch das Hoch­schul­ge­setz ver­bürg­ten Rech­te wahr­neh­men kön­nen (§ 2 Abs. 2 Satz 1 und 2 KlV-Dü NW bzw. § 31a Abs. 1 Satz 5 HG NW, § 2 Abs. 3 Satz 1 und 2 UKVO NW). Wei­ter ist bestimmt, dass Ent­schei­dun­gen der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken unbe­scha­det der Gesamt­ver­ant­wor­tung der Uni­ver­si­tä­ten im Ein­ver­neh­men mit den medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­chen erfol­gen, soweit der Bereich von For­schung und Leh­re betrof­fen ist (§ 2 Abs. 2 Satz 3 KlV-Dü NW bzw. § 2 Abs. 3 Satz 3 UKVO NW); kommt das Ein­ver­neh­men nicht zustan­de, ent­schei­den die Auf­sichts­rä­te der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken auf Antrag der Deka­ne (§ 2 Abs. 2 Satz 4 KlV-Dü NW bzw. § 2 Abs. 3 Satz 4 UKVO NW).

Dass die Schlie­ßung der Sta­ti­on O. durch das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum den Bereich von For­schung und Leh­re betraf und des­halb nach § 2 Abs. 2 Satz 3 KlV-Dü NW bzw. § 2 Abs. 3 Satz 3 UKVO NW des Ein­ver­neh­mens des bei­gela­de­nen Fach­be­reichs Medi­zin bedurf­te 4, hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt fest­ge­stellt. Die­se Fest­stel­lung bin­det das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt gemäß § 173 VwGO i.V.m. § 560 ZPO.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat wei­ter fest­ge­stellt, dass die Orga­ne des bei­gela­de­nen Fach­be­reichs Medi­zin – das Deka­nat mit Beschluss vom 21.01.2008 und der Fach­be­reichs­rat mit Beschluss vom 27.05.2010 – wenn auch sei­ner Ansicht nach in recht­lich nicht trag­fä­hi­ger Wei­se, so doch im tat­säch­li­chen Sin­ne Ein­ver­neh­mens­er­klä­run­gen im Hin­blick auf die von dem beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum beschlos­se­ne und umge­setz­te Sta­ti­ons­schlie­ßung abge­ge­ben, also nach dem all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch zum Aus­druck gebracht haben, dass der bei­gela­de­ne Fach­be­reich Medi­zin die Maß­nah­me inhalt­lich mit­trägt bzw. dass über sie völ­li­ge Wil­lens­über­ein­stim­mung besteht 5. Auch an die­se Fest­stel­lung ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt – nach § 137 Abs. 2 VwGO – gebun­den 6.

Nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts kann jedoch nicht ange­nom­men wer­den, die den Bereich von For­schung und Leh­re betref­fen­de Schlie­ßung der Sta­ti­on O. durch das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum ver­sto­ße gegen die lan­des­recht­li­chen Bestim­mun­gen des § 2 Abs. 2 Satz 3 KlV-Dü NW bzw. des § 2 Abs. 3 Satz 3 UKVO NW, deren Ein­hal­tung der Klä­ger als medi­zi­ni­scher Hoch­schul­leh­rer bean­spru­chen kann 7. Mit Bun­des­ver­fas­sungs­recht unver­ein­bar ist die Ein­schät­zung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts, dass für das nach den genann­ten Vor­schrif­ten erfor­der­li­che Ein­ver­neh­men des bei­gela­de­nen Fach­be­reichs Medi­zin mit der Sta­ti­ons­schlie­ßungs­ent­schei­dung des beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums und damit für die Recht­mä­ßig­keit der Schlie­ßung der Sta­ti­on O. nicht die – von dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt fest­ge­stell­te – tat­säch­li­che Ertei­lung durch eines der Fach­be­reichs­or­ga­ne genü­ge, son­dern eine von dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum nach­zu­prü­fen­de Ertei­lung auf Grund eines von dem Fach­be­reich grund­rechts­kon­form durch­ge­führ­ten Ver­fah­rens erfor­der­lich sei. Hier­durch hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Anfor­de­run­gen gestellt, die den ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­nen Aus­gleich zwi­schen den Grund­rechts­po­si­tio­nen und den ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­ten Inter­es­sen, die sich im Bereich der uni­ver­si­tä­ren Kran­ken­ver­sor­gung gegen­über­ste­hen, in nach­hal­ti­ger Wei­se stö­ren. Der besag­te Aus­gleich gebie­tet auch unter Berück­sich­ti­gung des durch Art.19 Abs. 4 GG garan­tier­ten effek­ti­ven Rechts­schut­zes, dass der Klä­ger wegen der von ihm gel­tend gemach­ten Ver­let­zung sei­ner Wis­sen­schafts­frei­heit den bei­gela­de­nen Fach­be­reich Medi­zin im Wege der all­ge­mei­nen Leis­tungs­kla­ge auf eine Rück­nah­me des in tat­säch­li­cher Wei­se erklär­ten Ein­ver­neh­mens mit der Sta­ti­ons­schlie­ßung durch das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum hät­te in Anspruch neh­men müs­sen.

Abs. 3 Satz 1 GG gewähr­leis­tet die Wis­sen­schaft – ver­stan­den als Ober­be­griff für For­schung und Leh­re 8 – als einen grund­sätz­lich von Fremd­be­stim­mung frei­en Bereich auto­no­mer Ver­ant­wor­tung. Zur Siche­rung die­ses Bereichs garan­tiert das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit nicht nur die Frei­heit von staat­li­chen Gebo­ten und Ver­bo­ten, son­dern ver­pflich­tet den Staat auch zu Schutz und För­de­rung und gewährt den in der Wis­sen­schaft Täti­gen Teil­ha­be an öffent­li­chen Res­sour­cen und an der Orga­ni­sa­ti­on des Wis­sen­schafts­be­triebs 9. Die Ein­fluss­mög­lich­kei­ten, die mit dem Recht der an einer Hoch­schu­le täti­gen Hoch­schul­leh­rer auf Teil­ha­be an der Orga­ni­sa­ti­on des Wis­sen­schafts­be­triebs ver­bun­den sind, die­nen dem Schutz der Grund­rechts­trä­ger vor wis­sen­schafts­i­nad­äqua­ten Ent­schei­dun­gen, die ihre eige­ne Frei­heit zu for­schen und zu leh­ren gefähr­den kön­nen 10. Die Hoch­schul­leh­rer kön­nen über­dies in mate­ri­ell-recht­li­cher Hin­sicht bean­spru­chen, dass ihnen bei der Ver­tei­lung der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel die­je­ni­gen Per­so­nal- und Sach­mit­tel zuge­wie­sen wer­den, die sie über­haupt erst in die Lage ver­set­zen, wis­sen­schaft­li­che For­schung und Leh­re zu betrei­ben. Grund­recht­lich ver­bürgt ist die hier­nach erfor­der­li­che Grund- oder Min­dest­aus­stat­tung 11.

Für die Wirk­kraft des Grund­rechts der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG erge­ben sich Beson­der­hei­ten aus dem Umstand, dass die­sen neben For­schung und Leh­re als Zusatz­auf­ga­be die Kran­ken­ver­sor­gung obliegt, die in den Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken statt­fin­det. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt 12 hat – zunächst noch im Hin­blick auf Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken, die nach dem betrof­fe­nen (hes­si­schen) Lan­des­recht orga­ni­sa­to­risch nicht ver­selb­stän­digt waren – fest­ge­stellt, dass die Orga­ni­sa­ti­on der Kran­ken­ver­sor­gung nicht ohne wei­te­res den ver­fas­sungs­recht­li­chen Garan­ti­en aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG unter­liegt, die ansons­ten im Bereich der Selbst­ver­wal­tung wis­sen­schafts­re­le­van­ter Ange­le­gen­hei­ten und im Rah­men der Tätig­keit der Hoch­schul­leh­rer in For­schung und Leh­re Gel­tung bean­spru­chen, der Kran­ken­haus­be­trieb viel­mehr im Inter­es­se einer best­mög­li­chen Ver­sor­gung der Pati­en­ten eine gegen­über dem all­ge­mei­nen Wis­sen­schafts­be­trieb der Uni­ver­si­tät straf­fe­re, die Ver­ant­wort­lich­kei­ten klar abgren­zen­de und rasche Ent­schei­dun­gen ermög­li­chen­de Orga­ni­sa­ti­on erfor­dert. Aller­dings darf, da in der Human­me­di­zin For­schung, Leh­re, Aus­bil­dung und Kran­ken­ver­sor­gung mit­ein­an­der ver­floch­ten sind, das Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG auch bei ihrer Tätig­keit in der Kran­ken­ver­sor­gung nicht unbe­rück­sich­tigt blei­ben. Der Gesetz­ge­ber muss viel­mehr bei der Orga­ni­sa­ti­on der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken zwi­schen der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer einer­seits und der durch Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG und das Sozi­al­staats­prin­zip des Art.20 Abs. 1 GG gefor­der­ten best­mög­li­chen Kran­ken­ver­sor­gung ande­rer­seits einen ange­mes­se­nen Aus­gleich fin­den. Hier­für bedarf es geeig­ne­ter Koor­di­na­ti­ons- und Koope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten und einer sach­ge­rech­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­zah­nung bei­der Funk­ti­ons­be­rei­che.

Dass die in Nord­rhein-West­fa­len seit dem Jahr 2000 erlas­se­nen Rege­lun­gen, durch die die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­digt und damit die medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che von der unmit­tel­ba­ren Ver­ant­wor­tung für eine effek­ti­ve Kran­ken­ver­sor­gung als sol­che ent­las­tet wur­den, den beschrie­be­nen Aus­gleich bei sach­ge­rech­ter Aus­le­gung errei­chen und des­halb mit der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer ver­ein­bar sind, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bereits im Jahr 2002 ent­schie­den 13. Es hat dies durch die bereits genann­ten Kam­mer­be­schlüs­se bestä­tigt, die im Rah­men des Ver­fah­rens des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes ergan­gen sind, das der Klä­ger gegen das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum geführt hat. Tra­gend hier­für sind zwei Aspek­te 14.

Zum einen wird zwar die für die Wirk­kraft des Grund­rechts der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer rele­van­te Unter­schei­dung zwi­schen uni­ver­si­tä­rer For­schung und Leh­re einer­seits und der Kran­ken­ver­sor­gung ande­rer­seits nach der Ver­selb­stän­di­gung der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken auch in der Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur der Hoch­schul­me­di­zin sicht­bar. Dabei sichert es jedoch die Wis­sen­schafts­frei­heit, dass die Auf­ga­be medi­zi­ni­scher For­schung und Leh­re in ers­ter Linie bei den Uni­ver­si­tä­ten und dort bei den medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­chen ver­blie­ben ist. Die Fach­be­rei­che, als die­je­ni­gen uni­ver­si­tä­ren Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten, über deren Orga­ne die Hoch­schul­leh­rer Ein­fluss inner­halb des orga­ni­sier­ten Wis­sen­schafts­be­triebs aus­üben kön­nen, ent­schei­den gemäß § 17 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, § 18 Abs. 1 Nr. 1 und 2 KlV-Dü NW bzw. § 27 Abs. 1 Satz 3, § 31b Abs. 2 HG NW ins­be­son­de­re über die für For­schung und Leh­re vor­ge­se­he­nen Stel­len und Mit­tel. Die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken haben inso­weit nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und 3, Abs. 2 Satz 1 und 2 KlV-Dü NW bzw. § 31a Abs. 1 Satz 1, 3 und 5 HG NW sowie § 2 Abs. 1 Satz 1 und 3, Abs. 3 Satz 1 und 2 UKVO NW nur eine die­nen­de Funk­ti­on. Ihre Ent­schei­dungs­kom­pe­ten­zen bezie­hen sich vor allem auf die Orga­ni­sa­ti­on der Kran­ken­ver­sor­gung mit dem Ziel, den dort bestehen­den Effek­ti­vi­täts­an­for­de­run­gen gerecht zu wer­den.

Zum ande­ren wird im Rah­men die­ser Auf­ga­ben- und Ver­ant­wor­tungs­tei­lung die pri­mä­re Zustän­dig­keit der medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che für die Wis­sen­schafts­frei­heit dadurch orga­ni­sa­to­risch gewähr­leis­tet, dass nach § 2 Abs. 2 Satz 3 KlV-Dü NW bzw. § 2 Abs. 3 Satz 3 UKVO NW Ent­schei­dun­gen der ver­selb­stän­dig­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken im Bereich der Kran­ken­ver­sor­gung, die den Bereich von For­schung und Leh­re betref­fen, an das Ein­ver­neh­men der medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che rück­ge­bun­den sind. In Gestalt die­ses Ein­ver­neh­mens­er­for­der­nis­ses hat der Lan­des­ge­setz- bzw. Lan­des­ver­ord­nungs­ge­ber den Fach­be­rei­chen das von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG gefor­der­te Instru­ment zur Ver­fü­gung gestellt, das es ihnen ermög­licht, die Erfor­der­nis­se, die sich aus der Grund­rechts­wahr­neh­mung der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer erge­ben, in den Ver­ant­wor­tungs­be­reich der ver­selb­stän­dig­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken zu trans­por­tie­ren. Das Ein­ver­neh­mens­er­for­der­nis stellt sich damit als eine ande­re Art des in der Sache unver­kürz­ten Ein­flus­ses des orga­ni­sier­ten Wis­sen­schafts­be­triebs auf den For­schung und Leh­re betref­fen­den Teil des Kli­ni­kums­be­triebs dar. Ihm kommt eine Siche­rungs­funk­ti­on für die Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer zu. Die­se kön­nen ihren grund­recht­lich garan­tier­ten Ein­fluss mit­tels der Ein­ver­neh­mens­re­ge­lung über die Fach­be­reichs­or­ga­ne auch auf wis­sen­schafts­re­le­van­te Maß­nah­men der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken aus­üben. Durch die Hand­ha­bung die­ser Rege­lung kön­nen die Fach­be­rei­che zudem den mate­ri­el­len (Grund-)Ausstattungsansprüchen der Hoch­schul­leh­rer gegen­über den Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken zum Durch­bruch ver­hel­fen.

Das auf die­se Wei­se struk­tu­rier­te lan­des­recht­li­che Rege­lungs­sys­tem kann sei­ne auf Grund bun­des­ver­fas­sungs­recht­li­cher Vor­ga­be beru­hen­de Aus­gleichs­funk­ti­on indes nur erfül­len, wenn sich die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken, was die Wah­rung der Belan­ge von For­schung und Leh­re in der Kran­ken­ver­sor­gung anbe­langt, auf ihre die­nen­de Funk­ti­on nach § 2 Abs. 1 Satz 1 und 3, Abs. 2 Satz 1 und 2 KlV-Dü NW bzw. § 31a Abs. 1 Satz 1, 3 und 5 HG NW, § 2 Abs. 1 Satz 1 und 3, Abs. 3 Satz 1 und 2 UKVO NW beschrän­ken kön­nen, wie ande­rer­seits auch die medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che von ihrer unmit­tel­ba­ren Ver­ant­wor­tung für die Kran­ken­ver­sor­gung jen­seits ihres mit For­schung und Leh­re ver­floch­te­nen Bereichs ent­las­tet sind. Dafür ist es unab­ding­bar, dass die medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che die allei­ni­ge Ver­ant­wor­tung für die Grund­rechts­kon­for­mi­tät ihrer Ein­ver­neh­mens­be­schlüs­se im Hin­blick auf die den Bereich von For­schung und Leh­re betref­fen­den Kli­nik­ent­schei­dun­gen haben, die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken hin­ge­gen die Erklä­run­gen durch eines der Orga­ne der medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che über die Ertei­lung oder Nicht­er­tei­lung des Ein­ver­neh­mens im tat­säch­li­chen Sin­ne als Recht­mä­ßig­keits­vor­aus­set­zung ihrer Ent­schei­dun­gen über­neh­men kön­nen und müs­sen und die Fach­be­reichs­be­schlüs­se weder – wie von dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt gefor­dert 15 – auf ihr grund­rechts­wah­ren­des Zustan­de­kom­men im Hin­blick auf die Wis­sen­schafts­frei­heit der Hoch­schul­leh­rer noch – wei­ter­ge­hend – auf ihre mate­ri­el­le Ver­ein­bar­keit mit die­sem Grund­recht, ins­be­son­de­re mit dem Recht auf eine für die wis­sen­schaft­li­che Betä­ti­gung erfor­der­li­che Grund­aus­stat­tung zu über­prü­fen haben. Die für die Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken han­deln­den Vor­stän­de wären einer sol­chen Kon­troll­auf­ga­be schon von ihrer nach § 5 Abs. 2 KlV-Dü NW bzw. § 31a Abs. 5 HG NW spe­zi­ell auf die effek­ti­ve Bewäl­ti­gung der Kran­ken­ver­sor­gung aus­ge­rich­te­ten per­so­nel­len Zusam­men­set­zung her nicht gewach­sen. Wür­den sie mit die­ser Auf­ga­be zur Kon­trol­le belas­tet und hät­ten sie für deren Ergeb­nis ein­zu­ste­hen, wür­den die mit der orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­selb­stän­di­gung der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken ver­bun­de­nen Effek­ti­vi­täts­ge­win­ne für die Kran­ken­ver­sor­gung weit­ge­hend zunich­te gemacht, mit ent­spre­chen­den Gefah­ren für die durch Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG und Art.20 Abs. 1 GG geschütz­ten Rechts­gü­ter.

Aus die­sen Erwä­gun­gen folgt zugleich, dass einer tat­säch­li­chen Ein­ver­neh­menser­tei­lung durch einen medi­zi­ni­schen Fach­be­reich auch dann Rele­vanz zukommt, wenn sie – wie im vor­lie­gen­den Fall – zu einem Zeit­punkt vor­ge­nom­men wird, in dem die Kli­ni­kums­ent­schei­dung, auf die sich das Ein­ver­neh­men bezieht, bereits – jeden­falls teil­wei­se – voll­zo­gen wor­den ist 16. Auch inso­weit darf das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum nicht mit der Prü­fung belas­tet wer­den, ob das tat­säch­lich erteil­te Ein­ver­neh­men noch eine Schutz­wir­kung zu Guns­ten der Wis­sen­schafts­frei­heit der von der Ent­schei­dung betrof­fe­nen medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer ent­fal­ten kann.

Durch die beschrie­be­ne allei­ni­ge Ver­ant­wort­lich­keit der medi­zi­ni­schen Fach­be­rei­che für die Grund­rechts­kon­for­mi­tät ihres tat­säch­lich erklär­ten Ein­ver­neh­mens zu den wis­sen­schafts­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen der Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken wird ein medi­zi­ni­scher Hoch­schul­leh­rer, der sich – wie der Klä­ger – durch eine Kli­ni­kums­ent­schei­dung in sei­nem Grund­recht aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­letzt sieht, nicht an der Inan­spruch­nah­me effek­ti­ven Rechts­schut­zes im Sin­ne von Art.19 Abs. 4 GG gehin­dert.

Solan­ge der medi­zi­ni­sche Fach­be­reich ein erfor­der­li­ches Ein­ver­neh­men auch im tat­säch­li­chen Sin­ne nicht erteilt hat, kann der Hoch­schul­leh­rer von dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum im Wege der all­ge­mei­nen Leis­tungs­kla­ge Unter­las­sung ver­lan­gen bzw. die­sem das feh­len­de Ein­ver­neh­men im Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes nach § 123 VwGO ent­ge­gen­hal­ten. Gege­be­nen­falls muss er durch ein zusätz­li­ches, gegen den Fach­be­reich gerich­te­tes (Eil-)Verfahren zu errei­chen suchen, dass der dem Dekan vor­be­hal­te­ne Antrag auf eine Schlich­tungs­ent­schei­dung des Auf­sichts­rats des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums nach § 2 Abs. 2 Satz 4 KlV-Dü NW bzw. § 2 Abs. 3 Satz 4 UKVO NW nicht gestellt und dadurch die Kli­ni­kums­ent­schei­dung blo­ckiert wird 17.

Hat jedoch der Fach­be­reich – wie im vor­lie­gen­den Fall – sein Ein­ver­neh­men im tat­säch­li­chen Sin­ne erteilt, muss der Hoch­schul­leh­rer die­sen mit einer all­ge­mei­nen Leis­tungs­kla­ge dar­auf in Anspruch neh­men, das erteil­te Ein­ver­neh­men zurück­zu­neh­men und dadurch dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum die Grund­la­ge für die Recht­mä­ßig­keit sei­ner For­schung und Leh­re betref­fen­den Ent­schei­dung zu ent­zie­hen. Ein sol­cher actus con­tra­ri­us ist – vor­be­halt­lich von durch den Rechts­grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes gezo­ge­nen Gren­zen – im Fall einer die Wis­sen­schafts­frei­heit ver­let­zen­den Ein­ver­neh­menser­tei­lung wegen der grund­recht­li­chen Siche­rungs­funk­ti­on des Ein­ver­neh­mens­er­for­der­nis­ses gebo­ten 18. Zur Erlan­gung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes steht wie­der­um das Ver­fah­ren nach § 123 VwGO zur Ver­fü­gung.

Die Annah­me einer andau­ern­den Ver­let­zung von Rech­ten des Klä­gers als Grund­la­ge für einen gegen das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum gerich­te­ten Anspruch auf Fol­gen­be­sei­ti­gung in Form der Rück­gän­gig­ma­chung der Sta­ti­ons­schlie­ßung stellt sich nicht im Sin­ne des § 144 Abs. 4 VwGO aus ande­ren Grün­den als rich­tig dar. Der Klä­ger kann die­sen Anspruch weder auf eine Ver­let­zung einer durch Art. 33 Abs. 5 GG geschütz­ten Amts­po­si­ti­on noch auf einen Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG stüt­zen.

Der Klä­ger beruft sich zu Unrecht dar­auf, das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum habe die Sta­ti­on O. nicht schlie­ßen dür­fen, weil hier­durch sein durch Art. 33 Abs. 5 GG geschütz­ter Anspruch auf amts­an­ge­mes­se­ne Beschäf­ti­gung als beam­te­ter Hoch­schul­leh­rer und Chef­arzt einer nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Kli­nik eines Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums ver­letzt wer­de, der die Füh­rung einer auf dem Kli­nik­ge­län­de gele­ge­nen Bet­ten­sta­ti­on, in der auch Risi­ko­pa­ti­en­ten zur ärzt­li­chen Ver­sor­gung und Fort­ent­wick­lung der nukle­ar­me­di­zi­ni­schen For­schung und Leh­re auf­ge­nom­men wer­den könn­ten, umfas­se. Der Klä­ger kann hier­mit nicht durch­drin­gen, weil die Erfül­lung sei­nes Anspruchs auf amts­an­ge­mes­se­ne Beschäf­ti­gung nicht dem beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum obliegt. Ver­pflich­tet nach die­sem Anspruch ist stets nur der Dienst­herr 19, im Fall des Klä­gers also die bei­gela­de­ne Uni­ver­si­tät (§ 2 Abs. 3 HG NW i.V.m. mit den Über­lei­tungs­re­ge­lun­gen in Art. 7 des Hoch­schul­frei­heits­ge­set­zes, HFG NW vom 31.10.2006, GV.NRW. S. 474).

Unab­hän­gig hier­von berührt der Ein­wand des Klä­gers die Recht­mä­ßig­keit der Sta­ti­ons­schlie­ßung durch das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum auch des­halb nicht, weil er sich der Sache nach auf die Ver­ein­bar­keit die­ser Maß­nah­me mit der Gewähr­leis­tung der für eine wis­sen­schaft­li­che Betä­ti­gung erfor­der­li­chen Grund­aus­stat­tung bezieht, die in mate­ri­el­ler Hin­sicht in dem Grund­recht des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG als dem gegen­über Art. 33 Abs. 5 GG vor­ran­gi­gen Prü­fungs­maß­stab 20 ent­hal­ten ist. Der Ver­pflich­tung, die Ver­ein­bar­keit der Sta­ti­ons­schlie­ßung mit dem Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit zu über­prü­fen und dafür ein­zu­ste­hen, war das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum indes, wie dar­ge­legt, in Anbe­tracht des von dem bei­gela­de­nen Fach­be­reich Medi­zin tat­säch­lich erteil­ten Ein­ver­neh­mens ent­ho­ben.

Eben­so wenig kann der Klä­ger mit Erfolg eine Ver­let­zung des all­ge­mei­nen Gleich­heits­sat­zes des Art. 3 Abs. 1 GG durch die von dem beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum vor­ge­nom­me­ne Sta­ti­ons­schlie­ßung gel­tend machen. Sei­ne inso­weit vor­ge­brach­te Rüge, ihm sei als ein­zi­gem Ordi­na­ri­us für Nukle­ar­me­di­zin oder Chef­arzt einer nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Kli­nik bzw. einer Kli­nik des beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums die für die Auf­ga­ben­er­fül­lung im Kern­be­reich sei­nes Fachs erfor­der­li­che Bet­ten­sta­ti­on ent­zo­gen wor­den, wofür zudem nicht trag­fä­hi­ge wirt­schaft­li­che Grün­de benannt wor­den sei­en, betrifft im Kern wie­der­um die Pro­ble­ma­tik der für eine wis­sen­schaft­li­che Betä­ti­gung erfor­der­li­chen Grund­aus­stat­tung im Sin­ne des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG, wenn auch ergänzt um eine Ein­schät­zung der in dem beklag­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum bestehen­den wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on. Auf eine Ein­be­zie­hung der auf die­se Art beschrie­be­nen Pro­ble­ma­tik in das Prüf­pro­gramm, das das beklag­te Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum in Bezug auf die Schlie­ßung der Sta­ti­on O. zu bewäl­ti­gen hat­te, kann sich der Klä­ger nicht beru­fen, weil sie durch das tat­säch­li­che Ein­ver­neh­men des bei­gela­de­nen Fach­be­reichs Medi­zin abge­deckt und im Übri­gen nicht von einem sub­jek­ti­ven Recht des Klä­gers unter­fan­gen war.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 19. März 2014 – 6 C 8.2013 -

  1. GV.NRW. S.190[]
  2. GV.NRW S. 474[]
  3. GV.NRW. S. 744[]
  4. vgl. dazu im Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes: BVerfG, Kam­mer­be­schluss vom 01.02.2010 – 1 BvR 1165/​08 30[]
  5. vgl. zu die­sem Sprach­sinn: BVerwG, Urtei­le vom 30.11.1978 – 2 C 6.75, BVerw­GE 57, 98, 101 = Buch­holz 230 § 128 BRRG Nr. 2 S. 3; und vom 29.04.2004 – 3 C 25.03, BVerw­GE 121, 1, 5 = Buch­holz 451.74 § 9 KHG Nr. 9 S. 5[]
  6. zum tat­säch­li­chen Cha­rak­ter der Ermitt­lung des Erklä­rungs­in­halts eines behörd­li­chen Mit­wir­kungs­akts in einem Ver­wal­tungs­ver­fah­ren: Urtei­le vom 30.11.1978 a.a.O. S. 102 bzw. S. 3; und vom 05.05.1998 – 1 C 17.97, BVerw­GE 106, 351, 355 = Buch­holz 402.240 § 45 Aus­lG Nr. 13 S. 29[]
  7. zu die­ser Schutz­funk­ti­on im Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes: BVerfG, Kam­mer­be­schluss vom 27.11.2007 – 1 BvR 1736/​07 29[]
  8. BVerfG, Urteil vom 29.05.1973 – 1 BvR 424/​71 u.a., BVerfGE 35, 79, 113[]
  9. BVerfG, Beschlüs­se vom 26.10.2004 – 1 BvR 911/​00 u.a., BVerfGE 111, 333, 354; und vom 20.07.2010 – 1 BvR 748/​06, BVerfGE 127, 87, 115; BVerwG, Urteil vom 26.09.2012 – 6 CN 1.11, BVerw­GE 144, 195 = Buch­holz 11 Art. 5 Abs. 3 GG Nr. 3 Rn. 21[]
  10. BVerfG, Beschlüs­se vom 26.10.2004 a.a.O. S. 354, 356; und vom 20.07.2010 a.a.O. S. 115, 117; Kam­mer­be­schluss vom 01.02.2010 a.a.O. Rn. 25[]
  11. BVerfG, Urteil vom 08.02.1977 – 1 BvR 79/​70 u.a., BVerfGE 43, 242, 285, Beschlüs­se vom 08.07.1980 – 1 BvR 1472/​78, BVerfGE 54, 363, 390; und vom 26.10.2004 a.a.O. S. 362, Kam­mer­be­schluss vom 15.09.1997 – 1 BvR 406/​96 u.a., NVwZ-RR 1998, 175[]
  12. BVerwG, Beschluss vom 08.04.1981 – 1 BvR 608/​79, BVerfGE 57, 70, 96 ff.[]
  13. BVerfG, Kam­mer­be­schluss vom 11.11.2002 – 1 BvR 2145/​01 u.a., NVwZ 2003, 600[]
  14. vgl. zum Fol­gen­den: BVerfG, Kam­mer­be­schlüs­se vom 11.11.2002 a.a.O. S. 601; vom 27.11.2007 – 1 BvR 1736/​07 27 ff.; vom 02.07.2008 – 1 BvR 1165/​08 25 ff.; und vom 01.02.2010 – 1 BvR 1165/​08 28 f.[]
  15. im Ansatz eben­so: VGH Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 02.08.2012 – 9 S 2752/​11DVBl 2013, 326, 328[]
  16. a.A.: VGH Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 02.08.2012 a.a.O. S. 329[]
  17. vgl. dazu: Böh­mann, in: Leuze/​Epping, HG NW, Bd. 2, Stand Novem­ber 2012, § 31a Rn. 70; Pall­me König, WissR, Bei­heft 17, 2006, 63, 91, 101 f.[]
  18. ent­spre­chend zur Maß­geb­lich­keit des Fach­rechts für die Rück­nah­me des Mit­wir­kungs­akts bei einem mehr­stu­fi­gen Ver­wal­tungs­akt: BVerwG, Urteil vom 12.12 1996 – 4 C 24.95, Buch­holz 406.11 § 36 Bau­GB Nr. 51 S. 2 – ver­nei­nend; Urteil vom 23.09.2004 – 2 C 37.03, BVerw­GE 122, 58, 62 ff. = Buch­holz 230 § 123 BRRG Nr. 5 S. 6 ff. – beja­hend[]
  19. BVerwG, Urteil vom 22.06.2006 – 2 C 26.05, BVerw­GE 126, 182 = Buch­holz 11 Art. 143b GG Nr. 3 Rn. 11 f.[]
  20. BVerfG, Beschluss vom 28.10.2008 – 1 BvR 462/​06, BVerfGE 122, 89, 119[]