Die Steu­er­hin­ter­zie­hung einer Finanz­be­am­tin

Bezich­tigt der Beam­te mit zutref­fen­den Anga­ben bei der Steu­er­erklä­rung zugleich sei­ne engs­ten Ange­hö­ri­gen der Steu­er­hin­ter­zie­hung, so ist der sich dar­aus erge­ben­de Gewis­sens­kon­flikt als mil­dern­der Umstand von beson­de­rem Gewicht zu berück­sich­ti­gen.

Die Steu­er­hin­ter­zie­hung einer Finanz­be­am­tin

In dem hier vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Schles­wig-Hol­stein ent­schie­de­nen Fall kam es zu der Steu­er­hin­ter­zie­hung kam wie folgt: Nach dem Tod des Vaters der Finanz­be­am­tin, der von die­ser zu 1/​4 beerbt wur­de, erfuhr die Finanz­be­am­tin im Lau­fe des Jah­res 2001 davon, dass die­ser in der Schweiz ein Depot mit 813.746, 00 DM zuzüg­lich 33.990 DM auf einem dort geführ­ten Kon­to (Anteil der Finanz­be­am­tin: 203.436, 50 DM zuzüg­lich 8.497, 50 DM, ins­ge­samt 211.934, 00 DM) besaß, womit sich ihr Erb­an­teil ins­ge­samt nach Abzü­gen auf einen zu ver­steu­ern­den Betrag von 539.597 DM erhöh­te. Die Mit­er­bin­nen (Mut­ter und Schwes­ter der Finanz­be­am­tin) waren nicht bereit, die Ver­mö­gens­wer­te in der Schweiz in der am 31.07.2002 ein­ge­reich­ten Erb­schafts­steu­er­erklä­rung anzu­ge­ben und die Finanz­be­am­tin beug­te sich dem Fami­li­en­wil­len. Im Febru­ar 2005 ver­starb auch die Mut­ter der Finanz­be­am­tin, die von die­ser zu 1 beerbt wur­de. Zu die­sem Zeit­punkt befan­den sich auf dem Schwei­zer Depot noch 102.707 € (Anteil der Finanz­be­am­tin: 51.353, 50 €), womit sich der Erb­an­teil der Finanz­be­am­tin ins­ge­samt nach Abzü­gen auf 296.182 € erhöh­te. Die Schwes­ter war wei­ter­hin nicht bereit, das Schwei­zer Geld bei der Erb­schafts­steu­er­erklä­rung anzu­ge­ben. Dem­entspre­chend wur­den die Ver­mö­gens­wer­te in der Schweiz auch in der am 23.01.2006 ein­ge­reich­ten Erb­schafts­steu­er­erklä­rung nach dem Tod der Mut­ter nicht ange­ge­ben. Außer­dem ver­schwieg die Finanz­be­am­tin in den ab 2002 bis zur Auf­lö­sung des Depots im Sep­tem­ber 2008 gemein­sam mit ihrem dama­li­gen Ehe­mann abge­ge­be­nen Ein­kom­mens­steu­er­erklä­run­gen die Erträ­ge aus dem Schwei­zer Ver­mö­gen. Am 23.03.2010 erstat­te­te die Finanz­be­am­tin eine Selbst­an­zei­ge, gerich­tet an ihre unmit­tel­ba­re Dienst­vor­ge­setz­te, und zahl­te in der Fol­ge­zeit sämt­li­che, auch die bereits straf­recht­lich ver­jähr­ten, Steu­ern nach.

Durch die fest­ge­stell­ten Hand­lun­gen in den Jah­ren 2002 bis 2008 hat die Finanz­be­am­tin vor­sätz­lich, rechts­wid­rig und damit schuld­haft fünf außer­dienst­li­che Dienst­pflicht­ver­let­zun­gen began­gen. Sie hat in allen Fäl­len gegen den Straf­tat­be­stand der Steu­er­hin­ter­zie­hung (§ 370 AO) und damit gegen ihre Pflicht zu ach­tungs- und ver­trau­ens­ge­rech­tem Ver­hal­ten ver­sto­ßen (§ 36 Satz 3 BRRG aF iVm § 66 Satz 3 LBG a.F.). Nach die­ser Vor­schrift muss das Ver­hal­ten der Beam­tin inner­halb und außer­halb des Diens­tes der Ach­tung und dem Ver­trau­en gerecht wer­den, die ihr Beruf erfor­dert. Dar­aus folgt, dass die Beam­tin auch außer­dienst­lich, d.h. in ihrer Frei­zeit, ver­pflich­tet ist, alles zu unter­las­sen, was dem Anse­hen der öffent­li­chen Ver­wal­tung scha­det. Ein anse­hens­schä­di­gen­des Ver­hal­ten wie es in der Bege­hung von Straf­ta­ten zu sehen ist, stellt zwangs­läu­fig eine Ver­let­zung der Wohl­ver­hal­tens­pflicht dar. Die Finanz­be­am­tin hat auch vor­sätz­lich und schuld­haft gehan­delt, weil ihr die Pflicht­wid­rig­keit ihres Tuns bewusst war. Sie wuss­te, dass sie unzu­tref­fen­de Steu­er­erklä­run­gen abge­ge­ben hat­te.

Durch die­se Pflicht­ver­let­zun­gen hat die Finanz­be­am­tin ein Dienst­ver­ge­hen gemäß § 45 Abs. 1 BRRG a.F. iVm § 93 Abs. 1 LBG a.F. began­gen. Die Finanz­be­am­tin hat in einem Zeit­raum von 6 Jah­ren ins­ge­samt Steu­ern in Höhe von 16.074, 84 € hin­ter­zo­gen, indem sie fünf­mal vor­sätz­lich eine Straf­tat began­gen hat, die nach § 370 Abs. 1 AO mit Frei­heits­stra­fe von bis zu fünf Jah­ren belegt ist. Allein auf­grund der Höhe die­ser Straf­an­dro­hung erfül­len die außer­dienst­li­chen Pflicht­ver­let­zun­gen die beson­de­ren qua­li­fi­zie­ren­den Vor­aus­set­zun­gen des § 45 Abs. 1 Satz 2 BRRG aF iVm § 93 Abs. 1 Satz 2 LBG a.F. 1. Nach die­sen Vor­schrif­ten ist ein Ver­hal­ten der Beam­tin außer­halb des Diens­tes nur dann ein Dienst­ver­ge­hen, wenn es nach den Umstän­den des Ein­zel­fal­les in beson­de­rem Maße geeig­net ist, Ach­tung und Ver­trau­en in einer für ihr Amt oder das Anse­hen des Beam­ten­tums bedeut­sa­men Wei­se zu beein­träch­ti­gen. Die dis­zi­pli­nar­recht­li­che Rele­vanz des Fehl­ver­hal­tens der Finanz­be­am­tin folgt aus dem erheb­li­chen Anse­hens­scha­den, den sie dadurch her­bei­ge­führt hat. Dass sie auf­grund der Selbst­an­zei­ge nach § 371 AO straf­frei geblie­ben ist, lässt den Unrechts­ge­halt ihres straf­ba­ren Ver­hal­tens und damit des­sen dis­zi­pli­nar­recht­li­che Rele­vanz unbe­rührt 2.

Die Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen der Finanz­be­am­tin wei­sen zudem einen Bezug zu ihrer dienst­li­chen Tätig­keit als Steu­er­be­am­tin auf. Dabei ist es uner­heb­lich, ob mit der neu­en Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts das Amt im sta­tus­recht­li­chen Sinn als Anknüp­fungs­punkt gewählt wird 3 oder die bis­he­ri­ge Tätig­keit (Amt im kon­kret funk­tio­nel­len Sinn). Nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist ein Dienst­be­zug nur dann gege­ben, wenn das außer­dienst­li­che Ver­hal­ten Rück­schlüs­se auf die Dienst­aus­übung in dem Amt im kon­kret-funk­tio­nel­len Sinn zulässt oder die Beam­tin in der Dienst­aus­übung beein­träch­tigt 4. Die Finanz­be­am­tin hat als Beam­tin der Steu­er­ver­wal­tung Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen zu unter­bin­den und dafür zu sor­gen, dass Steu­ern voll­stän­dig und recht­mä­ßig fest­ge­setzt wer­den. Es gehört gera­de zu ihren (dienst­li­chen) Kern­pflich­ten, der Ver­let­zung von Steu­er­vor­schrif­ten ent­ge­gen­zu­wir­ken. Auch wenn die­se Kern­pflich­ten 5 die Berufs­stel­lung und damit den inner­dienst­li­chen Bereich einer Finanz­be­am­tin prä­gen, so wir­ken sie – berufs­be­dingt – in ihren außer­dienst­li­chen Bereich hin­ein mit der Fol­ge, dass ent­spre­chen­de Pflicht­ver­let­zun­gen durch ihre "Dienst­be­zo­gen­heit" dem Gewicht inner­dienst­li­cher Pflicht­ver­let­zun­gen nahe­kom­men. Das außer­dienst­li­che Fehl­ver­hal­ten der Beam­tin ist des­halb nicht nur gemäß § 93 Abs. 1 Satz 2 LBG a.F. in beson­de­rem Maße geeig­net, Ach­tung und Ver­trau­en in einer für ihr Amt und das Anse­hen des Beam­ten­tums bedeut­sa­men Wei­se zu beein­träch­ti­gen, son­dern führt auch zu einer erheb­li­chen Schä­di­gung des Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses zu ihrem Dienst­herrn. Eine sol­che Beam­tin ist für den Dienst in der Steu­er­ver­wal­tung grund­sätz­lich nicht mehr trag­bar 6.

Auch wenn die Finanz­be­am­tin meh­re­re Pflicht­ver­let­zun­gen began­gen hat, liegt nur ein Dienst­ver­ge­hen vor. Der gesetz­li­che Begriff des Dienst­ver­ge­hens umfasst alle dis­zi­pli­nar­recht­lich bedeut­sa­men Dienst­pflicht­ver­let­zun­gen der Beam­tin. Danach ist das durch meh­re­re Pflich­ten­ver­stö­ße zuta­ge getre­te­ne Fehl­ver­hal­ten der Beam­tin ein­heit­lich zu wür­di­gen. Die­se stel­len dis­zi­pli­nar­recht­lich eine Ein­heit dar. Dem liegt die Über­le­gung zugrun­de, dass es im Dis­zi­pli­nar­recht nicht allein um die Fest­stel­lung und Maß­re­ge­lung ein­zel­ner Ver­feh­lun­gen geht, son­dern vor allem um die dienst­recht­li­che Bewer­tung des Gesamt­ver­hal­tens der Beam­tin, das im Dienst­ver­ge­hen als der Sum­me der fest­ge­stell­ten Pflicht­ver­let­zun­gen sei­nen Aus­druck fin­det. Die Beam­tin wird dis­zi­pli­na­risch nicht gemaß­re­gelt, weil sie bestimm­te Pflich­ten ver­letzt hat, son­dern weil sie dadurch Per­sön­lich­keits­män­gel offen­bart, die eine Pflich­ten­mah­nung oder eine Been­di­gung des Beam­ten­sta­tus für gebo­ten erschei­nen las­sen. Nur auf­grund einer Gesamt­wür­di­gung des Ver­hal­tens und der Per­sön­lich­keit der Beam­tin kann beur­teilt wer­den, ob die Beam­tin im Beam­ten­ver­hält­nis noch trag­bar ist und, falls dies zu beja­hen ist, wel­che Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me erfor­der­lich ist, um sie zur künf­ti­gen Ein­hal­tung der Dienst­pflich­ten und der Wah­rung des Anse­hens des Berufs­be­am­ten­tums anzu­hal­ten (Grund­satz der Ein­heit des Dienst­ver­ge­hens) 7.

Das danach gege­be­ne schwer­wie­gen­de Dienst­ver­ge­hen ist nach Ein­schät­zung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts mit einer Kür­zung der Dienst­be­zü­ge für 2 Jah­re um 10 % ange­mes­sen geahn­det.

Die Bestim­mung die­ser Maß­nah­me beruht auf § 13 Abs. 1 LDG. Danach ergeht die Ent­schei­dung über eine Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen. Die Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me ist nach der Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens zu bemes­sen. Das Per­sön­lich­keits­bild der Beam­tin ist ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen. Fer­ner soll berück­sich­tigt wer­den, in wel­chem Umfang die Beam­tin das Ver­trau­en des Dienst­herrn oder der All­ge­mein­heit beein­träch­tigt hat. Aus § 13 LDG folgt die Ver­pflich­tung des Gerichts, über die erfor­der­li­che Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me unter Berück­sich­ti­gung aller im Ein­zel­fall belas­ten­den und ent­las­ten­den Gesichts­punk­te zu ent­schei­den. Gegen­stand der dis­zi­pli­nar­recht­li­chen Bewer­tung ist die Fra­ge, wel­che Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me in Anse­hung der Per­sön­lich­keit der Beam­tin gebo­ten ist, um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit des öffent­li­chen Diens­tes und die Inte­gri­tät des Berufs­be­am­ten­tums mög­lichst unge­schmä­lert auf­recht­zu­er­hal­ten.

Eine objek­ti­ve und aus­ge­wo­ge­ne Zumes­sungs­ent­schei­dung setzt vor­aus, dass die sich aus § 13 Abs. 1 Satz 2 bis 4 LDG erge­ben­den Bemes­sungs­kri­te­ri­en mit den ihnen im Ein­zel­fall zukom­men­den Gewicht ermit­telt und in die Ent­schei­dung ein­ge­stellt wer­den. Die gegen die Beam­tin aus­ge­spro­che­ne Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me muss unter Berück­sich­ti­gung aller belas­ten­den und ent­las­ten­den Umstän­de des Ein­zel­falls in einem gerech­ten Ver­hält­nis zur Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens und zum Ver­schul­den der Beam­tin ste­hen. Dies ist dem auch im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gel­ten­den Schuld­prin­zip und dem Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit (Über­maß­ver­bot) geschul­det 8.

Die Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens beur­teilt sich zum einen nach Eigen­art und Bedeu­tung der ver­letz­ten Dienst­pflich­ten, Dau­er und Häu­fig­keit der Pflich­ten­ver­stö­ße und den Umstän­den der Tat­be­ge­hung (objek­ti­ve Hand­lungs­merk­ma­le), zum ande­ren nach Form und Gewicht des Ver­schul­dens und den Beweg­grün­den der Beam­tin für ihr pflicht­wid­ri­ges Ver­hal­ten (sub­jek­ti­ve Hand­lungs­merk­ma­le) sowie nach den unmit­tel­ba­ren Fol­gen für den dienst­li­chen Bereich und für Drit­te. Das Bemes­sungs­kri­te­ri­um "Per­sön­lich­keits­bild der Beam­tin" gemäß § 13 Abs. 1 Satz 3 LDG erfasst ihre per­sön­li­che Ver­hält­nis­se und ihr sons­ti­ges dienst­li­ches Ver­hal­ten vor, bei und nach der Tat­be­ge­hung. Es erfor­dert eine Prü­fung, ob das fest­ge­stell­te Dienst­ver­ge­hen mit dem bis­her gezeig­ten Per­sön­lich­keits­bild der Beam­tin über­ein­stimmt oder etwa als per­sön­lich­keits­frem­des Ver­hal­ten in einer Not­la­ge oder einer psy­chi­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on davon abweicht. Das Kri­te­ri­um "Umfang der Beein­träch­ti­gung des Ver­trau­ens des Dienst­herrn oder der All­ge­mein­heit" gemäß § 13 Abs. 1 Satz 4 LDG erfor­dert eine Wür­di­gung des Fehl­ver­hal­tens der Beam­tin im Hin­blick auf ihren all­ge­mei­nen Sta­tus, ihren Tätig­keits­be­reich inner­halb der Ver­wal­tung und ihre kon­kret aus­ge­üb­te Funk­ti­on 9.

Als maß­ge­ben­des Bemes­sungs­kri­te­ri­um ist die Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens gemäß §13 Abs. 1 Satz 2 LDG rich­tungs­wei­send für die Bestim­mung der erfor­der­li­chen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me. Das bedeu­tet, dass das fest­ge­stell­te Dienst­ver­ge­hen zunächst nach sei­ner Schwe­re einer der im Kata­log des § 5 LDG auf­ge­führ­ten Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men zuzu­ord­nen ist. Dabei kön­nen die vom Dis­zi­pli­nar­se­nat des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts für bestimm­te Fall­grup­pen her­aus­ge­ar­bei­te­ten Regel­ein­stu­fun­gen von Bedeu­tung sein 10.

Die Ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers, durch § 93 Abs. 1 Satz 2 LBG a.F. die dis­zi­pli­nar­recht­li­che Rele­vanz außer­dienst­li­chen Fehl­ver­hal­tens ein­zu­schrän­ken, wirkt sich zwar auch auf die Bemes­sungs­ent­schei­dung nach § 13 Abs. 1 Satz 2 bis 3 LDG aus. Sie führt dazu, dass ein Dienst­ver­ge­hen außer­halb des Diens­tes jeden­falls dann regel­mä­ßig nicht die Been­di­gung des Beam­ten­ver­hält­nis­ses nach sich zieht, wenn es kei­ne Rück­schlüs­se auf die Dienst­aus­übung der Betrof­fe­nen zulässt, sei­ne dis­zi­pli­nar­recht­li­che Rele­vanz sich viel­mehr aus­schließ­lich aus dem damit ver­bun­de­nen Anse­hens­scha­den ergibt (in die­sen Fäl­len ist zusätz­lich eine außer­ge­wöhn­li­che Höhe des Hin­ter­zie­hungs­be­tra­ges erfor­der­lich 11). So ver­hält es sich hier aber nicht. Wie bereits oben aus­ge­führt, haben die Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen nicht nur einen erheb­li­chen Anse­hens­scha­den zur Fol­ge, son­dern wei­sen einen beson­ders engen Bezug zur dienst­li­chen Tätig­keit der Finanz­be­am­tin als Finanz­be­am­tin auf, so dass sie auch zu einer erheb­li­chen Schä­di­gung des Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses zu ihrem Dienst­herrn und damit regel­mä­ßig zu ihrer Untrag­bar­keit als Beam­tin der Steu­er­ver­wal­tung füh­ren.

Wäre danach grund­sätz­lich die Ent­fer­nung aus dem Dienst Aus­gangs­punkt der Bemes­sungs­ent­schei­dung, ist zuguns­ten der Finanz­be­am­tin zu berück­sich­ti­gen, dass die­se sich frei­wil­lig gegen­über ihrem Dienst­herrn offen­bart hat. Sie erstat­te­te am 23.03.2010 eine "Selbst­an­zei­ge", gerich­tet an ihre unmit­tel­ba­re Dienst­vor­ge­setz­te, reich­te alle Unter­la­gen nach und zahl­te in der Fol­ge­zeit sämt­li­che, auch die bereits straf­recht­lich ver­jähr­ten, Steu­ern nach.

Der auch auf Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen anzu­wen­den­de Mil­de­rungs­grund der frei­wil­li­gen Offen­ba­rung liegt vor, wenn die Beam­tin das Dienst­ver­ge­hen vor sei­ner Auf­de­ckung aus eige­nem Antrieb ohne Furcht vor kon­kre­ter Ent­de­ckung vor­be­halt­los und voll­stän­dig offen­legt. So ver­hält es sich hier. Der Mil­de­rungs­grund greift nicht mehr ein, wenn die Beam­tin das Dienst­ver­ge­hen offen­bart, weil sie damit rech­net, dass des­we­gen gegen sie ermit­telt wird 12. Ent­ge­gen der Aus­füh­run­gen des Beklag­ten gibt es hier­für kei­ne Anhalts­punk­te. Frag­lich ist bereits, ob in dem Bekannt­wer­den von Daten aus der Schweiz (soge­nann­te Steu­er CDs) im Jahr 2009 das Bevor­ste­hen einer "kon­kre­ten" Ent­de­ckung gese­hen wer­den kann. Die Über­mitt­lung die­ser Daten an die deut­schen Behör­den war zwar für die Schwes­ter der

Finanz­be­am­tin Anlass, ihre ursprüng­li­che strik­te Ableh­nung der Offen­le­gung der Schwei­zer Kon­ten auf­zu­ge­ben. Dies gilt aber nicht für die Finanz­be­am­tin. Die­se woll­te von Anfang an die Schwei­zer Ver­mö­gens­wer­te in den Steu­er­erklä­run­gen ange­ben, wur­de aber von der Fami­lie "über­stimmt" und ver­moch­te sich nicht gegen­über der Mut­ter und der Schwes­ter durch­zu­set­zen. Auch hielt sie die Loya­li­tät ihren Fami­li­en­mit­glie­der gegen­über davon ab, sich zu einem frü­he­ren Zeit­punkt zu offen­ba­ren, da sie dadurch zugleich das straf­ba­re Ver­hal­ten ihrer Fami­li­en­mit­glie­der zur Anzei­ge gebracht hät­te. Ihre inner­li­che Ableh­nung die­ses straf­ba­ren Ver­hal­tens, zu dem sie sich allein auf­grund der Fami­li­en­rä­son gezwun­gen sah, ging so weit, dass sie die Kon­ten in der Schweiz zu kei­nem Zeit­punkt auf sich über­tra­gen ließ, so dass sie auch aus die­sem Grund kei­ne "kon­kre­te" Ent­de­ckung fürch­te­te. Eine sol­che Furcht aus der bevor­ste­hen­den Selbst­an­zei­ge der Schwes­ter her­zu­lei­ten, ist fern­lie­gend. Die Schwes­ter such­te die Finanz­be­am­tin um Rat auf und die Selbst­an­zei­ge geschah, wie schon zuvor das Ver­schwei­gen der Schwei­zer Ver­mö­gens­wer­te, gemein­sam. Dass also die Schwes­ter allein eine Selbst­an­zei­ge machen wür­de, stand zu kei­nem Zeit­punkt im Raum.

Durch die frei­wil­li­ge Offen­ba­rung zeigt eine Beam­tin, dass sie ihr Fehl­ver­hal­ten bereut und aus inne­rer Ein­sicht ent­schlos­sen ist, sich künf­tig recht­streu zu ver­hal­ten. Ihr Per­sön­lich­keits­bild im Sin­ne von § 13 Abs. 1 Satz 2 LDG erscheint in einem güns­ti­ge­ren Licht, sodass die Erwar­tung gerecht­fer­tigt ist, die von der Beam­tin ver­ur­sach­te Ver­trau­ens- und Anse­hens­schä­di­gung kön­ne wett­ge­macht wer­den. Die Umkehr der Beam­tin aus frei­en Stü­cken führt selbst bei schwer­wie­gen­den inner­dienst­li­chen Pflich­ten­ver­stö­ßen regel­mä­ßig zur Bestim­mung einer Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me, die um eine Stu­fe nied­ri­ger liegt als die durch die Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens indi­zier­te Maß­nah­me. Dies gilt nur dann nicht, wenn dem Mil­de­rungs­grund erschwe­ren­de Umstän­de von ganz erheb­li­chem Gewicht ent­ge­gen­ste­hen 13. Für Letz­te­res ist nichts ersicht­lich.

Im Gegen­teil liegt eine Viel­zahl wei­te­rer Umstän­de vor, die in ihrer Gesamt­schau das von der Finanz­be­am­tin began­ge­ne Dienst­ver­ge­hen in einem noch mil­de­ren Licht erschei­nen las­sen und dazu füh­ren, dass die Maß­nah­me nicht nur um eine Stu­fe nied­ri­ger, son­dern sogar um zwei Stu­fen nied­ri­ger aus­fal­len muss:

Die ers­te Steu­er­hin­ter­zie­hung fiel in einen Zeit­raum, zu dem die Finanz­be­am­tin bereits neun Jah­re beur­laubt war. Es macht einen Unter­scheid, ob eine Beam­tin, die täg­lich mit Steu­er­vor­gän­gen befasst ist, außer­dienst­li­che Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen begeht, oder eine Beam­tin, die wie die Finanz­be­am­tin bereits seit einem län­ge­ren Zeit­raum kei­ne Steu­er­fäl­le mehr bear­bei­tet hat, dies tut. Der grund­sätz­lich gege­be­ne beson­ders enge Bezug zur dienst­li­chen Tätig­keit der Finanz­be­am­tin als Steu­er­be­am­tin erscheint dadurch weni­ger stark, sei­ne Indi­zwir­kung für einen Ver­trau­ens­ver­lust wird abge­mil­dert. Aller­dings war die Finanz­be­am­tin ab 2005 wie­der im Dienst, erst in den Zeit­raum danach fie­len die Steu­er­hin­ter­zie­hung bei der Erb­schafts­steu­er nach der Mut­ter und bei den Ein­kom­mens­steu­ern für die Jah­re 2006 und 2007.

Anders als in den sons­ti­gen Fäl­len einer Steu­er­hin­ter­zie­hung hat­te die Finanz­be­am­tin nicht selbst Ein­künf­te erwirt­schaf­tet und die­se bei der Steu­er nicht ange­ge­ben, son­dern – wie sie es beschreibt – das Pro­blem "geerbt". Ihre Eltern hat­ten in der Ver­gan­gen­heit die Ver­mö­gens­wer­te in der Schweiz gegen­über den Steu­er­be­hör­den ver­schwie­gen. Es war daher nach dem Tod des Vaters an den Erbin­nen, die­ses Unrecht auf­zu­de­cken. Die Finanz­be­am­tin woll­te dies auch, wur­de aber vom "Fami­li­en­rat" über­stimmt. Zu die­sem Zeit­punkt zeich­ne­te sich bereits die bevor­ste­hen­de Tren­nung vom dama­li­gen Ehe­mann ab. Die Abga­be der unvoll­stän­di­gen ers­ten Erb­schafts­steu­er­erklä­rung fiel sodann in einen Zeit­raum, als die Finanz­be­am­tin auch per­sön­lich außer­ge­wöhn­lich stark belas­tet war. Sie hat­te sich nach dem Tod des Vaters mitt­ler­wei­le von ihrem dama­li­gen Ehe­mann getrennt. Sie war allein­er­zie­hend für zwei klei­ne Kin­der, von denen eines auch noch schwerst­pfle­ge­be­dürf­tig war und sie lan­ge Zeit von der Wie­der­auf­nah­me ihres Diens­tes abhielt. Hin­zu kam die "Betreu­ung" ihrer rund 30 Kilo­me­ter ent­fernt woh­nen­den alko­hol­kran­ken Mut­ter. Dass sie unter die­sen sie außer­ge­wöhn­lich belas­ten­den Umstän­den nicht die Kraft auf­ge­bracht hat, sich gegen ihre – wie sie es beschreibt – unbe­lehr­ba­re bzw. "stu­re" Mut­ter und die "gro­ße" Schwes­ter durch­zu­set­zen, die auch noch von ihrem Schwa­ger unter­stützt wor­den waren, ist mehr als nach­voll­zieh­bar und ent­spricht auch dem per­sön­li­chen Ein­druck, den die Finanz­be­am­tin dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in der münd­li­chen Ver­hand­lung ver­mit­telt hat.

In der Fol­ge­zeit wirk­te sich die dama­li­ge Schwä­che der Finanz­be­am­tin nahe­zu tra­gisch aus. Sie konn­te nun wäh­len, ent­we­der durch eine Selbst­an­zei­ge zugleich ihre eige­nen engs­ten Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen zu denun­zie­ren oder aber in den Fol­ge­er­klä­run­gen bei der eige­nen Ein­kom­mens­steu­er­erklä­rung aber­mals unrich­ti­ge Anga­ben zu machen. Vor dem Hin­ter­grund der gesetz­ge­be­ri­schen Wer­tung in § 258 Abs. 6 StGB, wonach nie­mand ver­pflich­tet ist, sei­ne eige­nen Ange­hö­ri­gen anzu­zei­gen, kommt die­sem Umstand bei der dis­zi­pli­na­ri­schen Wer­tung die Bedeu­tung eines gewich­ti­gen mil­dern­den Umstan­des zu. Nach dem Tod der Mut­ter griff die Finanz­be­am­tin das The­ma der Selbst­an­zei­ge gegen­über ihrer Schwes­ter zwar wie­der auf, dies lehn­te die Schwes­ter aber wei­ter­hin kate­go­risch ab. Dass sich die Finanz­be­am­tin in die­sem inner­li­chen Kon­flikt für ihre Fami­lie ent­schied und sich nicht gegen­über der Fami­lie durch­zu­set­zen ver­moch­te, ist letzt­lich der eigent­li­che Vor­wurf, der ihr zu machen ist und lässt das Dienst­ver­ge­hen in einem erheb­lich mil­de­ren Licht erschei­nen.

Nach alle­dem war nicht mehr eine Zurück­stu­fung in das Ein­gang­samt, son­dern auf­grund der gleich­wohl noch gege­be­nen Schwe­re des Dienst­ver­ge­hens einer Steu­er­hin­ter­zie­hung für die Finanz­be­am­tin als Finanz­be­am­tin nur noch eine Kür­zung der Dienst­be­zü­ge aus­rei­chend, aber auch gebo­ten.

Die unan­ge­mes­sen lan­ge Dau­er des Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens muss zu einer­wei­te­ren Her­ab­set­zung der Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me auf die letzt­lich aus­ge­spro­che­ne Gehalts­kür­zung um 10 % für zwei Jah­re anstel­le der danach eigent­lich gebo­te­nen 20 % für drei Jah­re füh­ren.

Nach Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK hat jede Per­son ein Recht dar­auf, dass über Strei­tig­kei­ten in Bezug auf ihre zivil­recht­li­chen Ansprü­che und Ver­pflich­tun­gen oder über eine gegen sie erho­be­ne straf­recht­li­che Ankla­ge von einem unab­hän­gi­gen und unpar­tei­ischen, auf Gesetz beru­hen­den Gericht in einem fai­ren Ver­fah­ren, öffent­lich und inner­halb ange­mes­se­ner Frist ver­han­delt wird. Der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te (EGMR), des­sen Recht­spre­chung über den jeweils ent­schie­de­nen Fall hin­aus Ori­en­tie- rungs- und Leit­funk­ti­on für die Aus­le­gung der EMRK hat, ent­nimmt Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK einen Anspruch auf abschlie­ßen­de gericht­li­che Ent­schei­dung inner­halb ange­mes­se­ner Zeit. Die Ange­mes­sen­heit der Dau­er des Ver­fah­rens ist auf­grund einer Gesamt­be­trach­tung unter Berück­sich­ti­gung der Schwie­rig­keit des Fal­les, des Ver­hal­tens der Par­tei­en, der Vor­ge­hens­wei­se der Behör­den und Gerich­te sowie der Bedeu­tung des Ver­fah­rens für die Par­tei­en zu beant­wor­ten. Dies gilt auch für Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren. Sie müs­sen inner­halb ange­mes­se­ner Zeit, d.h. ohne schuld­haf­te Ver­zö­ge­run­gen, unan­fecht­bar abge­schlos­sen sein (vgl. auch das inner­staat­li­che Beschleu­ni­gungs­ge­bot des § 3 LDG). Dabei sind behörd­li­ches und gericht­li­ches Ver­fah­ren als Ein­heit zu betrach­ten 14. Für die inner­staat­li­chen Rechts­fol­gen einer unan­ge­mes­sen lan­gen Ver­fah­rens­dau­er im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK ist zu beach­ten, dass die­se Bestim­mung nur Ver­fah­rens­rech­te ein­räumt. Die­se die­nen der Durch­set­zung und Siche­rung des mate­ri­el­len Rechts; sie sind aber nicht dar­auf gerich­tet, das mate­ri­el­le Recht zu ändern. Daher kann eine unan­ge­mes­sen lan­ge Ver­fah­rens­dau­er für die Sach­ent­schei­dung in dem zu lan­ge dau­ern­den Ver­fah­ren nur berück­sich­tigt wer­den, wenn das mate­ri­el­le Recht dies vor­schreibt oder zulässt 15.

Dar­aus folgt für die Bestim­mung der Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me nach einem unan­ge­mes­sen lan­ge dau­ern­den Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren in den Fäl­len, in denen die Gesamt­wür­di­gung ergibt, dass eine pflich­ten­mah­nen­de Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me aus­rei­chend ist und damit fest­steht, dass die Beam­tin im öffent­li­chen Dienst ver­blei­ben kann: Hier kann das dis­zi­pli­nar­recht­li­che Sank­ti­ons­be­dürf­nis gemin­dert sein, weil die mit dem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ver­bun­de­nen beruf­li­chen und wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le posi­tiv auf die Beam­tin ein­ge­wirkt haben. Unter die­ser Vor­aus­set­zung kann eine unan­ge­mes­sen lan­ge Ver­fah­rens­dau­er bei der Bestim­mung der Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me aus Grün­den der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit mil­dernd berück­sich­tigt wer­den 16.

Da nach der Gesamt­wür­di­gung die Finanz­be­am­tin im Dienst ver­bleibt, ist nach die­sen Maß­stä­ben die unan­ge­mes­sen lan­ge Ver­fah­rens­dau­er von mitt­ler­wei­le über fünf Jah­ren zu ihren Guns­ten zu berück­sich­ti­gen. Obwohl es sich um einen ein­fach gela­ger­ten Sach­ver­halt gehan­delt hat, des­sen dis­zi­pli­na­ri­sche Ahn­dung, nach­dem die die Finanz­be­am­tin mit der Selbst­an­zei­ge alles zur Auf­klä­rung Erfor­der­li­che bei­getra­gen hat, kei­ne zeit­auf­wän­di­gen Ermitt­lungs­maß­nah­men mehr nach sich zog, hat allein das behörd­li­che Ver­fah­ren über ein Jahr in Anspruch genom­men. Bis zur Ver­kün­dung des Beru­fungs­ur­teils hat es dann noch ein­mal über vier Jah­re gedau­ert. Die sich dar­aus erge­ben­de Gesamt­dau­er des Ver­fah­rens von über fünf Jah­ren beruh­te nicht auf einem Ver­hal­ten der Finanz­be­am­tin, son­dern auf der in ihrer Gesamt­schau ange­sichts der Ein­fach­heit des Fal­les unan­ge­mes­sen lang­sa­men Behand­lung des Ver­fah­rens durch die Behör­den und die Gerich­te.

Es liegt auf der Hand, dass die mit dem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ver­bun­de­nen beruf­li­chen und wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le bei einer der­ma­ßen lan­gen Ver­fah­rens­dau­er zu einer erheb­li­chen Belas­tung der Finanz­be­am­tin geführt und posi­tiv auf sie ein­ge­wirkt haben. Eine blo­ße Ver­kür­zung des Beför­de­rungs­ver­bots nach § 8 Abs. 4 Satz 2 LDG genügt nicht, um die­se Belas­tun­gen aus­zu­glei­chen, son­dern bei der Maß­nah­me­be­mes­sung ist aus Grün­den der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit auch in Anse­hung des Umstan­des, dass sich die Finanz­be­am­tin seit 1991 erst im ers­ten Beför­de­rungs­amt befin­det, nicht die höchst­mög­li­che pro­zen­tua­le Kür­zung der Dienst­be­zü­ge, son­dern eine gerin­ge­re Kür­zung für einen kür­ze­ren Zeit­raum aus­zu­spre­chen gewe­sen.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Schles­wig ‑Hol­stein, Urteil vom 21. Sep­tem­ber 2015 – 14 LB 2/​15

  1. vgl. BVerwG, Urtei­le vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, BVerw­GE 140, 185 Rn. 24; vom 19.08.2010 – 2 C 5.10 11 ff. mwN, 22 und – 2 C 13.10 11 ff mwN, 17; und vom 18.06.2015 – 2 C 9.14 – LS 1 und Rn. 27 ff.[]
  2. vgl. BVerwG, Urteil vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, BVerw­GE 140, 185 Rn. 24 f.[]
  3. BVerwG, Urteil vom 18.06.2015 – 2 C 9.14 – LS 1 und Rn. 16 ff.[]
  4. vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 19.08.2010 – 2 C 5.10, Rn. 15[]
  5. vgl. zu die­sem Begriff BVerwG, Urteil vom 23.08.1988 – 1 D 136.87[]
  6. vgl. zum Gan­zen: BVerwG, Urteil vom 24.11.1998 – 1 D 16/​97, Rn. 16 []
  7. vgl. BVerwG, Urtei­le vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, BVerw­GE 140, 185 Rn.19; vom 27.01.2011 – 2 A 5.09 12; vom 14.02.2007 – 1 D 12.05, BVerw­GE 128, 125 = juris jeweils Rn. 21 f.; Beschlüs­se vom 06.06.2013 – 2 B 50.12 14; und vom 11.02.2014 – 2 B 37.12 17[]
  8. vgl. BVerwG, Urtei­le vom 27.06.2013 – 2 A 2.12 – BVerw­Ge 147, 127 Rn. 32; vom 20.10.2005 – 2 C 12.04, BVerw­GE 124, 252 Rn. 21 ff.; und vom 18.06.2015 – 2 C 9.14, Rn. 35[]
  9. stRspr. des BVerwG, grund­le­gend: Urteil vom 20.10.2005 – 2 C 12.04, BVerw­GE 124, 252 ff. = juris; Urteil vom 03.05.2007 – 2 C 9.06, Buch­holz 235.1 § 13 BDG Nr. 3 = juris, jeweils Rn. 11 ff.; zuletzt Urtei­le vom 29.10.2013 – 1 D 1.12 39 ff.; vom 25.07.2013 – 2 C 63.11, BVerw­GE 147, 229 ff = juris jeweils Rn. 13 ff.; und vom 18.06.2015 – 2 C 9.14[]
  10. vgl. zuletzt BVerwG, Urtei­le vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, Rn. 29, 34; und vom 25.07.2013 a.a.O. Rn. 14 mwN[]
  11. vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, Rn. 34[]
  12. vgl. BVerwG, Urteil vom 28.07.2011 – 2 C 16.10, Rn. 36 m.w.N.[]
  13. zum Gan­zen: BVerwG, Urteil vom 28.07.2011 a.a.O. Rn. 37 m.w.N.[]
  14. vgl. nur EGMR, Urteil vom 16.07.2009 – 8453/​04, NVwZ 2010, 1015 <1017>, zum Gan­zen auch BVerwG, Urteil vom 25.07.2013 – 2 C 63.11, BVerw­GE 147, 229 Rn. 36 f.[]
  15. vgl. BVerwG, Urteil vom 25.07.2013 a.a.O, Rn. 38 mwN[]
  16. stRspr., zum Gan­zen: BVerwG, Urteil vom 25.07.2013 a.a.O, Rn. 41 mwN.[]