Dienst­li­che Beur­tei­lung eines Beam­ten nach der Beför­de­rung

Die im Beur­tei­lungs­zeit­raum gezeig­ten Leis­tun­gen eines Beam­ten sind am Maß­stab des am Beur­tei­lungs­stich­tag inne­ge­hab­ten sta­tus-recht­li­chen Amtes zu mes­sen, auch wenn der Beam­te erst wäh­rend des Beur­tei­lungs­zeit­raums beför­dert wor­den ist 1.

Dienst­li­che Beur­tei­lung eines Beam­ten nach der Beför­de­rung

Es genügt den Anfor­de­run­gen des Plau­si­bi­li­täts­ge­bots, wenn die Beur­tei­ler die vor der Beför­de­rung des Beam­ten im Beur­tei­lungs­zeit­raum gezeig­ten Leis­tun­gen gemes­sen an dem am Beur­tei­lungs­stich­tag höhe­ren sta­tus-recht­li­chen Amt im Ver­gleich zur Vor­be­ur­tei­lung des Beam­ten um eine Wer­tungs­stu­fe her­ab­set­zen, wenn der Beam­te sei­ne Leis­tun­gen nicht gestei­gert hat.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 9. Febru­ar 2010 – 5 LB 497/​07

  1. Abwei­chung von Nds. OVG, Urteil vom 31.08.2000 – 5 L 4396/​99 -, Nds. RPfl. 2001, 423[]