Dienst­li­che Beur­tei­lung eines Rich­ters

Wird in einer dienst­li­chen Beur­tei­lung die Form der Ver­hand­lungs­füh­rung des Rich­ters ver­all­ge­mei­nernd nega­tiv bewer­tet, ohne kon­kre­te Beob­ach­tun­gen des Beur­tei­lers in bestimm­ten Ver­hand­lun­gen in Bezug zu neh­men, kann dies als eine all­ge­mei­ne Kri­tik an der Ver­hand­lungs­füh­rung des Rich­ters ver­stan­den wer­den und auf die Wei­sung hin­aus­lau­fen, zukünf­tig anders oder im Sin­ne des Beur­tei­lers zu ver­fah­ren, die die rich­ter­li­che Unab­hän­gig­keit des Beur­teil­ten beein­träch­tigt.

Dienst­li­che Beur­tei­lung eines Rich­ters

Bun­des­ge­richts­hof – Dienst­ge­richt des Bun­des -, Urteil vom 4. Juni 2009 – RiZ® 5/​08