Gewäh­rung einer Struk­tur­zu­la­ge nach Laufbahngruppenzugehörigkeit

Die Rege­lung des § 45 des Säch­si­schen Besol­dungs­ge­set­zes über die Gewäh­rung einer Struk­tur­zu­la­ge hat im Zeit­raum ihrer Gel­tung gegen Art. 33 Abs. 5 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG inso­weit ver­sto­ßen, als sie bei der Anspruchs­be­rech­ti­gung inner­halb der Grup­pe der nach Besol­dungs­grup­pe A 9 besol­de­ten Beam­ten nach deren Lauf­bahn­zu­ge­hö­rig­keit dif­fe­ren­ziert hat. Die Ent­schei­dung des säch­si­schen Besol­dungs­ge­setz­ge­bers, die Struk­tur­zu­la­ge (nur) für die Zukunft auf­zu­he­ben und damit den bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten die gewähr­ten Zah­lun­gen dau­er­haft zu belas­sen, begeg­net kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Bedenken.

Gewäh­rung einer Struk­tur­zu­la­ge nach Laufbahngruppenzugehörigkeit

Die Rege­lung des § 45 des Säch­si­schen Besol­dungs­ge­set­zes über die Gewäh­rung einer Struk­tur­zu­la­ge in der Fas­sung der Bekannt­ma­chung des Art. 2 des Geset­zes zur Neu­ord­nung des Dienst, Besol­dungs- und Ver­sor­gungs­rechts im Frei­staat Sach­sen (Säch­si­sches Dienst­rechts­neu­ord­nungs­ge­setz) vom 18.12.20131, nach Art. 28 Abs. 1 die­ses Geset­zes in Kraft getre­ten am 1.04.2014, hat zwar nach Auf­fas­sung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts im Zeit­raum ihrer Gel­tung bis zum 31.12.2016 gegen Art. 33 Abs. 5 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG ver­sto­ßen, soweit sie bei der Anspruchs­be­rech­ti­gung inner­halb der Grup­pe der nach Besol­dungs­grup­pe A 9 besol­de­ten Beam­ten dif­fe­ren­ziert hat. Maß­ge­bend ist jedoch, dass der säch­si­sche Besol­dungs­ge­setz­ge­ber die Struk­tur­zu­la­ge durch Art. 1 Nr. 5, Art. 3 Abs. 2 des Geset­zes zur Umset­zung der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Beam­ten­be­sol­dung vom 20.10.20162 mit Wir­kung vom 01.01.2017 auf­ge­ho­ben hat. Die­se gesetz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung begeg­net kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken, auch nicht im Hin­blick dar­auf, dass ihr kei­ne Rück­wir­kung bei­gemes­sen wurde.

Gemäß § 45 SächsBG a.F. erhiel­ten Beam­te der Lauf­bahn­grup­pe 1 in Ämtern der Besol­dungs­grup­pen A 2 bis A 9 eine nicht ruhe­ge­halt­fä­hi­ge Struk­tur­zu­la­ge nach Anla­ge 7 in Höhe von monat­lich 33, 90 €. Die Beschrän­kung des Krei­ses der Anspruchs­be­rech­tig­ten, die dazu führ­te, dass die Zula­ge den Beam­ten der Besol­dungs­grup­pe A 9 der Lauf­bahn­grup­pe 1, zwei­te Ein­stiegs­ebe­ne, nicht aber den Beam­ten der Besol­dungs­grup­pe A 9 der Lauf­bahn­grup­pe 2, ers­te Ein­stiegs­ebe­ne, zu gewäh­ren war, stand nach Auf­fas­sung des Gerichts mit den aus Art. 33 Abs. 5 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG fol­gen­den grund­ge­setz­li­chen Vor­ga­ben nicht im Einklang.

Wäre die Vor­schrift noch in Kraft, wäre das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt gemäß Art. 100 Abs. 1 GG und des dort gere­gel­ten sog. Ver­wer­fungs­mo­no­pols des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts für for­mel­le Geset­ze ver­pflich­tet (gewe­sen), das Ver­fah­ren aus­zu­set­zen und die Fra­ge der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Vor­schrift dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­zu­le­gen. Der dem Ver­wer­fungs­mo­no­pol des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zugrun­de lie­gen­de Respekt vor dem par­la­men­ta­ri­schen Gesetz­ge­ber ist jedoch nicht berührt und wird nicht beein­träch­tigt, wenn sich ein Fach­ge­richt, zumal nicht ent­schei­dungs­tra­gend, zu einer Rechts­vor­schrift äußert, die der Gesetz­ge­ber wegen von ihm selbst erkann­ter Zwei­fel an ihrer Ver­fas­sungs­ge­mäß­heit, auf die ihn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hin­ge­wie­sen hat, sel­ber bereits auf­ge­ho­ben hat.

Nach Art. 33 Abs. 5 GG ist das Recht des öffent­li­chen Diens­tes unter Berück­sich­ti­gung der her­ge­brach­ten Grund­sät­ze des Berufs­be­am­ten­tums zu regeln und fort­zu­ent­wi­ckeln. Art. 33 Abs. 5 GG ist unmit­tel­bar gel­ten­des Recht3. Zu den das Beam­ten­ver­hält­nis bestim­men­den; und vom Gesetz­ge­ber zu beach­ten­den her­ge­brach­ten Grund­sät­zen zäh­len unter ande­rem das Ali­men­ta­ti­ons, das Leis­tungs- und das Laufbahnprinzip.

Das Ali­men­ta­ti­ons­prin­zip ver­pflich­tet den Dienst­herrn, den Beam­ten und sei­ne Fami­lie lebens­lang ange­mes­sen zu ali­men­tie­ren und ihm nach sei­nem Dienst­rang, nach der mit sei­nem Amt ver­bun­de­nen Ver­ant­wor­tung und nach der Bedeu­tung des Berufs­be­am­ten­tums für die All­ge­mein­heit ent­spre­chend der Ent­wick­lung der all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen und finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se und des all­ge­mei­nen Lebens­stan­dards einen ange­mes­se­nen Lebens­un­ter­halt zu gewäh­ren. Im Rah­men die­ser Ver­pflich­tung zu einer dem Amt ange­mes­se­nen Ali­men­tie­rung hat der Gesetz­ge­ber die Attrak­ti­vi­tät des Beam­ten­ver­hält­nis­ses auch für über­durch­schnitt­lich qua­li­fi­zier­te Kräf­te, das Anse­hen des Amtes in den Augen der Gesell­schaft, die vom Amts­in­ha­ber gefor­der­te Aus­bil­dung und sei­ne Bean­spru­chung zu berück­sich­ti­gen4.

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Das Leis­tungs­prin­zip bezeich­net in sei­nem Kern zunächst das Prin­zip der Bes­ten­aus­le­se, wie es aus­drück­lich in Art. 33 Abs. 2 GG ver­an­kert ist. Es betrifft nicht nur den erst­ma­li­gen Zugang zu einem öffent­li­chen Amt beim Ein­tritt in das Beam­ten­ver­hält­nis, son­dern beinhal­tet auch die Aner­ken­nung und recht­li­che Absi­che­rung des Beför­de­rungs­er­fol­ges, den der Beam­te bei der Bes­ten­aus­le­se auf­grund von Eig­nung, Befä­hi­gung und fach­li­cher Leis­tung erlangt hat. Über das Sta­tus­recht ist das Besol­dungs­recht mit­tel­bar leis­tungs­be­zo­gen, indem Leis­tung mit Beför­de­rung hono­riert wird5.

Inhalt des Lauf­bahn­prin­zips ist, dass für die Ein­stel­lung und das beruf­li­che Fort­kom­men des Beam­ten Lauf­bah­nen mit jeweils typi­sier­ten Min­dest­an­for­de­run­gen bestehen6. Das Lauf­bahn­prin­zip – wie auch der Auf­bau des Ämter­ge­fü­ges – ist zudem Aus­druck des Leis­tungs­prin­zips7; bei­de Prin­zi­pi­en sind eng mit­ein­an­der ver­knüpft8.

Aus die­sen grund­ge­setz­li­chen Vor­ga­ben ergibt sich, dass jedem Amt eine Wer­tig­keit imma­nent ist, die sich in der Besol­dungs­hö­he wider­spie­gelt und wider­spie­geln muss. Davon zu unter­schei­den ist das Abstands­ge­bot als eigen­stän­di­ger her­ge­brach­ter Grund­satz des Berufs­be­am­ten­tums, der in enger Anbin­dung zum Ali­men­ta­ti­ons­prin­zip und zum Leis­tungs­grund­satz steht9. Das Abstands­ge­bot unter­sagt dem Gesetz­ge­ber unge­ach­tet sei­nes wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums, den Abstand zwi­schen ver­schie­de­nen Besol­dungs­grup­pen dau­er­haft ein­zu­eb­nen; maß­ge­bend für die ver­glei­chen­de Betrach­tung sind dabei die Grund­ge­halts­sät­ze10.

Die Rege­lung der Bezü­ge ist auch an den Gleich­heits­satz gebun­den11. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung gebie­tet der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz dem Gesetz­ge­ber, wesent­lich Glei­ches gleich und wesent­lich Unglei­ches ungleich zu behan­deln. Er ver­bie­tet unglei­che Belas­tun­gen eben­so wie unglei­che Begüns­ti­gun­gen. Ver­bo­ten ist daher ein gleich­heits­wid­ri­ger Begüns­ti­gungs­aus­schluss, bei dem eine Begüns­ti­gung einem Per­so­nen­kreis gewährt, einem ande­ren Per­so­nen­kreis aber vor­ent­hal­ten wird. Dif­fe­ren­zie­run­gen sind damit nicht aus­ge­schlos­sen, bedür­fen jedoch stets der Recht­fer­ti­gung durch Sach­grün­de, die dem Dif­fe­ren­zie­rungs­ziel und dem Aus­maß der Ungleich­be­hand­lung ange­mes­sen sind12.

Es ist dabei grund­sätz­lich Sache des Gesetz­ge­bers, die­je­ni­gen Sach­ver­hal­te aus­zu­wäh­len, an die er die­sel­ben Rechts­fol­gen knüpft und die er so als recht­lich gleich qua­li­fi­ziert13. Je nach Rege­lungs­ge­gen­stand und Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­ma­len erge­ben sich aus dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz unter­schied­li­che Anfor­de­run­gen an den die Ungleich­be­hand­lung tra­gen­den Sach­grund, die von auf das Will­kür­ver­bot beschränk­ten Bin­dun­gen bis hin zu stren­gen Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­er­for­der­nis­sen rei­chen kön­nen14. Beim Erlass besol­dungs­recht­li­cher Vor­schrif­ten kommt dem Gesetz­ge­ber eine ver­hält­nis­mä­ßig wei­te Gestal­tungs­frei­heit zu. Wegen des wei­ten Spiel­raums poli­ti­schen Ermes­sens, inner­halb des­sen er das Besol­dungs­recht den tat­säch­li­chen Not­wen­dig­kei­ten und der fort­schrei­ten­den Ent­wick­lung anpas­sen und ver­schie­den­ar­ti­ge Gesichts­punk­te berück­sich­ti­gen darf, ist nicht zu prü­fen, ob der Gesetz­ge­ber die gerech­tes­te, zweck­mä­ßigs­te und ver­nünf­tigs­te Lösung gewählt hat15. Es kön­nen, sofern nicht von der Ver­fas­sung selbst getrof­fe­ne Wer­tun­gen ent­ge­gen­ste­hen, nur die Über­schrei­tung äußers­ter Gren­zen bean­stan­det wer­den, jen­seits derer sich gesetz­li­che Vor­schrif­ten bei der Abgren­zung von Lebens­sach­ver­hal­ten als evi­dent sach­wid­rig erwei­sen16.

Unter Berück­sich­ti­gung der dar­ge­stell­ten, in Art. 33 Abs. 5 GG gewähr­leis­te­ten her­ge­brach­ten Grund­sät­ze des Berufs­be­am­ten­tums folgt für den Bereich des Besol­dungs­rechts, dass Beam­te mit glei­chen oder gleich­wer­ti­gen Ämtern in der Regel gleich zu besol­den sind. Dies gilt aber nicht unein­ge­schränkt. Die Zuläs­sig­keit einer Dif­fe­ren­zie­rung hängt davon ab, ob nach dem Maß­stab des Art. 3 Abs. 1 GG ein sach­lich gerecht­fer­tig­ter Grund vor­liegt17.

Gemes­sen dar­an hat nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts die Rege­lung des § 45 Sächs­BesG a.F. gegen Art. 33 Abs. 5 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG ver­sto­ßen, weil sich jeden­falls für die Dif­fe­ren­zie­rung bei der Gewäh­rung der Struk­tur­zu­la­ge zwi­schen den Beam­ten der Besol­dungs­grup­pe A 9, Lauf­bahn­grup­pe 1, einer­seits und den Beam­ten – wie dem hier kla­gen­den säch­si­schen Finanz­be­am­ten – der Besol­dungs­grup­pe A 9, Lauf­bahn­grup­pe 2, ande­rer­seits kein sach­lich ver­tret­ba­rer Grund erken­nen lässt.

Das Amt des Amts­in­spek­tors (Besol­dungs­grup­pe A 9) der Lauf­bahn­grup­pe 1, zwei­te Ein­stiegs­ebe­ne, und das Amt des Inspek­tors (Besol­dungs­grup­pe A 9) der Lauf­bahn­grup­pe 2, ers­te Ein­stiegs­ebe­ne, sind nach ihrer besol­dungs­recht­li­chen Bewer­tung gleich­wer­ti­ge Ämter mit gleich hohen Dienst­be­zü­gen. Bei den Ämtern han­delt es sich um ein sog. Ver­zah­nungs­amt. Wäh­rend das höchs­te Beför­de­rungs­amt des Amts­in­spek­tors inner­halb der Lauf­bahn­grup­pe 1, zwei­te Ein­stiegs­ebe­ne, das End­amt ist, ist das Amt des Inspek­tors das Ein­gang­samt für die nächst­hö­he­re Lauf­bahn­grup­pe 2, ers­te Einstiegsebene.

Die Struk­tur­zu­la­ge hat die­se besol­dungs­recht­li­che Gleich­stel­lung des Ver­zah­nungs­am­tes auf­ge­ho­ben. Der Beam­te im Ein­gang­samt der nächst­hö­he­ren Lauf­bahn­grup­pe 2, ers­te Ein­stiegs­ebe­ne, hat ein Grund­ge­halt nach Besol­dungs­grup­pe A 9 und damit weni­ger Dienst­be­zü­ge erhal­ten als der sei­ner Erfah­rungs­stu­fe nach ver­gleich­ba­re Beam­te im End­amt der Lauf­bahn­grup­pe 1, zwei­te Ein­stiegs­ebe­ne, dem zusätz­lich zum Grund­ge­halt nach Besol­dungs­grup­pe A 9 die nicht ruhe­ge­halt­fä­hi­ge Struk­tur­zu­la­ge zustand. Dem­entspre­chend sind dem Beam­ten nach sei­nem Auf­stieg in die nächst­hö­he­re Lauf­bahn­grup­pe 2 und sei­ner Ernen­nung zum Inspek­tor ins­ge­samt weni­ger Dienst­be­zü­ge gezahlt wor­den als in sei­nem vor­ma­li­gen, der nied­ri­ge­ren Lauf­bahn­grup­pe 1 zuge­hö­ri­gen Amt des Amtsinspektors.

Ein sach­li­cher Grund für die­se Dif­fe­ren­zie­rung bei der Gewäh­rung der Struk­tur­zu­la­ge inner­halb der nach Besol­dungs­grup­pe A 9 besol­de­ten Beam­ten lässt sich nicht fin­den. Mit dem vom säch­si­schen Besol­dungs­ge­setz­ge­ber ange­führ­ten Gesichts­punkt, die Zah­lung der Zula­ge an die unte­ren und mitt­le­ren Besol­dungs­grup­pen sei Aus­druck einer sozia­len Staf­fe­lung und ein Bei­trag zu einer sozi­al aus­ge­wo­ge­nen Beschäf­ti­gungs­po­li­tik18, lässt sich die Ungleich­be­hand­lung der nach Besol­dungs­grup­pe A 9 besol­de­ten Beam­ten nicht recht­fer­ti­gen. Der ange­führ­te sozi­al­po­li­ti­sche Aspekt ist kein sach­li­cher Dif­fe­ren­zie­rungs­grund, weil die bei­den betrach­te­ten Ver­gleichs­grup­pen gleich hohe Dienst­be­zü­ge erhal­ten und damit glei­cher­ma­ßen finan­zi­ell leis­tungs­fä­hig bzw. sozi­al unter­stüt­zungs­be­dürf­tig sind.

Wenn der Besol­dungs­ge­setz­ge­ber – wie hier mit der Struk­tur­zu­la­ge – bezweckt, die Besol­dung für nied­ri­ge­re Besol­dungs­grup­pen in bestimm­ter Höhe anzu­he­ben, um einen etwas höhe­ren Lebens­un­ter­halt und damit all­ge­mei­nen Lebens­stan­dard zu gewäh­ren, muss er sich hier­an – zumin­dest im Grund­satz – für alle Beam­ten fest­hal­ten las­sen, sofern er mit der Dif­fe­ren­zie­rung – wie vor­lie­gend – kei­ne Umge­stal­tung des Besol­dungs­sys­tems oder Neu­be­wer­tung von Sta­tus­äm­tern vor­nimmt19. Beson­de­re sozia­le Belan­ge kön­nen im vor­lie­gen­den Fall auch nicht aus­nahms­wei­se zu einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Recht­fer­ti­gung der Struk­tur­zu­la­ge füh­ren. Unab­hän­gig von der Fra­ge, ob sol­che Belan­ge grund­sätz­lich berück­sich­ti­gungs­fä­hig sind, las­sen sie jeden­falls eine Dif­fe­ren­zie­rung inner­halb einer Besol­dungs­grup­pe nicht ver­tret­bar erschei­nen. Die Berück­sich­ti­gung sozia­ler Aspek­te zielt auf die Berück­sich­ti­gung einer unter­schied­lich gro­ßen finan­zi­el­len Leis­tungs­fä­hig­keit bestimm­ter Besol­dungs­grup­pen. Bei einer Unter­schei­dung inner­halb einer Besol­dungs­grup­pe fehlt es aber an einer unter­schied­lich gro­ßen finan­zi­el­len Leis­tungs­fä­hig­keit der betrof­fe­nen Beam­ten­grup­pen. Die Beam­ten­grup­pen des End­am­tes der Lauf­bahn­grup­pe 1, zwei­te Ein­stiegs­ebe­ne, und des Ein­gang­sam­tes der Lauf­bahn­grup­pe 2, ers­te Ein­stiegs­ebe­ne, sind besol­dungs­recht­lich gleichgestellt.

Ein sons­ti­ger sach­li­cher Grund für die inner­halb der Beam­ten der Besol­dungs­grup­pe A 9 vor­ge­nom­me­ne Dif­fe­ren­zie­rung bei der Gewäh­rung der Struk­tur­zu­la­ge ist nicht erkennbar.

Aller­dings hat der säch­si­sche Besol­dungs­ge­setz­ge­ber § 45 Sächs­BesG a.F. durch Art. 1 Nr. 5, Art. 3 Abs. 2 des Geset­zes zur Umset­zung der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Beam­ten­be­sol­dung vom 20.10.20162 mit Wir­kung vom 01.01.2017 auf­ge­ho­ben. Die­se gesetz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung, die Struk­tur­zu­la­ge abzu­schaf­fen, begeg­net im Hin­blick auf Art. 33 Abs. 5 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Glei­ches gilt für die damit ver­bun­de­ne Ent­schei­dung, der gesetz­li­chen Neu­re­ge­lung kei­ne Rück­wir­kung bei­zu­mes­sen und damit den bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten die Zula­ge dau­er­haft zu belassen.

Aus­weis­lich der Geset­zes­be­grün­dung war sich der säch­si­sche Besol­dungs­ge­setz­ge­ber nach dem Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 17.11.2015 – 2 BvL 19/​09 u.a. -20 zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Besol­dung säch­si­scher Beam­ter bewusst, dass ver­fas­sungs­recht­li­che Zwei­fel an der aus sozi­al­po­li­ti­schen Grün­den gewähr­ten Struk­tur­zu­la­ge bestehen. Unter Ver­weis auf die Fest­stel­lung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, dass Besol­dungs­un­ter­schie­de zwi­schen den Beam­ten­grup­pen als Aus­druck sozia­ler Staf­fe­lung ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken begeg­nen, hat er sich dafür ent­schie­den, die auf eine sol­che Staf­fe­lung zie­len­de Struk­tur­zu­la­ge künf­tig zu besei­ti­gen21. Damit hat sich der säch­si­sche Besol­dungs­ge­setz­ge­ber im Rah­men des ihm zuste­hen­den wei­ten gesetz­ge­be­ri­schen Gestal­tungs­spiel­raums gehalten.

Grund­sätz­lich gilt, dass der Besol­dungs­ge­setz­ge­ber die Struk­tur der Besol­dungs­ord­nung, die Struk­tur des Beam­ten­ge­halts sowie die Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten inner­halb des Rah­mens, den die ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­te Ali­men­tie­rungs­pflicht zieht, pro futu­ro ändern kann, solan­ge sie nicht an der unte­ren Gren­ze der amts­an­ge­mes­se­nen Ali­men­tie­rung lie­gen22. Die Gren­zen des gesetz­ge­be­ri­schen Spiel­raums sind selbst dann nicht über­schrit­ten, wenn – wie hier – eine nicht zur Kern­be­sol­dung zäh­len­de nicht ruhe­ge­halt­fä­hi­ge Stel­len­zu­la­ge gänz­lich weg­fällt. Art. 33 Abs. 5 GG gewährt kei­nen Anspruch auf unver­än­der­te Bei­be­hal­tung der Struk­tur der Besol­dungs­ord­nun­gen und des Beam­ten­ge­halts außer­halb des Rah­mens, den die ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­te Ali­men­tie­rungs­pflicht zieht23.

Ver­stößt eine besol­dungs­recht­li­che Norm gegen Ver­fas­sungs­recht, hat der Gesetz­ge­ber mit Rück­sicht auf sei­ne Gestal­tungs­frei­heit grund­sätz­lich ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, den Ver­fas­sungs­ver­stoß zu besei­ti­gen. Er kann die besol­dungs­recht­li­che Rege­lung ganz auf­he­ben oder aber ihre Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen modi­fi­zie­ren, sei es, dass der Anspruch aus­ge­wei­tet oder dass er auf bestimm­te Fall­grup­pen – ggf. durch Abstu­fun­gen – beschränkt wird24. Die Ver­pflich­tung des Gesetz­ge­bers, eine der Ver­fas­sung ent­spre­chen­de Rechts­la­ge her­zu­stel­len, erstreckt sich dabei grund­sätz­lich auf den gesam­ten Zeit­raum der Gel­tung der als ver­fas­sungs­wid­rig erkann­ten Norm. Die rück­wir­ken­de Rege­lung kann jedoch wegen der beson­de­ren Eigen­art des Fal­les nicht ange­zeigt sein25.

Dem säch­si­schen Besol­dungs­ge­setz­ge­ber stan­den bei der Neu­re­ge­lung der aus sozi­al­po­li­ti­schen Grün­den gewähr­ten Struk­tur­zu­la­ge ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung: neben der Gewäh­rung an alle Beam­te kam in Betracht, einen Kreis der anspruchs­be­rech­tig­ten Beam­ten­grup­pen neu zu bestim­men, bei dem die Gewäh­rung des zusätz­li­chen Besol­dungs­be­stand­teils aus beson­de­ren sozi­al­po­li­ti­schen Aspek­ten aus­nahms­wei­se ver­fas­sungs­recht­lich gerecht­fer­tigt sein kann26. Er hat­te aber auch die Mög­lich­keit, die Zula­ge abzu­schaf­fen. Denn sein gesetz­ge­be­ri­scher Gestal­tungs­spiel­raum war nicht dahin redu­ziert, dass er die Struk­tur­zu­la­ge auf­grund der ursprüng­lich ver­folg­ten sozia­len Belan­ge bei­be­hal­ten muss­te, und erst recht nicht, dass er zwin­gend eine Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen bestimm­ten Beam­ten­grup­pen und Besol­dungs­grup­pen vor­neh­men musste.

Die mit der Abschaf­fung der Struk­tur­zu­la­ge mit Wir­kung vom 01.01.2017 zugleich getrof­fe­ne gesetz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung, der Neu­re­ge­lung kei­ne rück­wir­ken­de Kraft bei­zu­mes­sen mit der Fol­ge, den bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten die gewähr­te Struk­tur­zu­la­ge dau­er­haft zu belas­sen, ist wegen der beson­de­ren Eigen­art des Fal­les sach­lich gerecht­fer­tigt. Eine rück­wir­ken­de Abschaf­fung der Struk­tur­zu­la­ge wäre für die bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten ohne jede Rechts­wir­kung geblie­ben. Eine rück­wir­ken­de Rege­lung wäre eine „Norm auf dem Papier“ gewesen.

Der Dienst­herr ‑der Freit­staat Sach­sen- hät­te auch im Fall einer rück­wir­ken­den Abschaf­fung der Zula­gen­norm durch den Besol­dungs­ge­setz­ge­ber kei­nen Anspruch auf Rück­for­de­rung der in der Zeit von April 2014 bis Dezem­ber 2016 gezahl­ten Struk­tur­zu­la­ge in Höhe von monat­lich 33, 90 € gegen­über den bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten gehabt.

Rechts­grund­la­ge für die Rück­for­de­rung der gezahl­ten Struk­tur­zu­la­ge wäre § 18 Abs. 2 Satz 1 Sächs­BesG. Danach regelt sich die Rück­for­de­rung zuviel gezahl­ter Bezü­ge nach den Vor­schrif­ten des Bür­ger­li­chen Gesetz­buchs über die Her­aus­ga­be einer unge­recht­fer­tig­ten Berei­che­rung, soweit gesetz­lich nichts ande­res bestimmt ist. Dienst­be­zü­ge sind im Sin­ne die­ser Vor­schrift zuviel gezahlt, wenn sie dem Beam­ten nach den maß­geb­li­chen Vor­schrif­ten nicht zustan­den. Hin­sicht­lich der Rechts­fol­gen des Rück­zah­lungs­an­spruchs ver­weist § 18 Abs. 2 Satz 1 Sächs­BesG auf die Vor­schrif­ten des Bür­ger­li­chen Gesetz­buchs27.

Im Fall einer rück­wir­ken­den Abschaf­fung des § 45 Sächs­BesG a.F. wäre die Struk­tur­zu­la­ge zwar ohne recht­li­chen Grund gezahlt wor­den. Zuguns­ten der begüns­tig­ten Beam­ten wäre jedoch der Weg­fall der Berei­che­rung in Höhe des über­zahl­ten Betrags gemäß § 18 Abs. 2 Satz 1 BBesG i.V.m. § 818 Abs. 3 BGB zu unter­stel­len. Der Frei­staat Sach­sen ver­zich­tet in stän­di­ger Ver­wal­tungs­pra­xis sei­ner dafür zustän­di­gen Behör­den und dazu ange­hal­ten durch maß­geb­li­che höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung im Fall gering­fü­gi­ger Über­zah­lun­gen auf deren Rück­for­de­rung, weil von einer Ent­rei­che­rung der Berei­che­rungs­schuld­ner aus­zu­ge­hen ist.

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung spricht im Fall gering­fü­gi­ger Über­zah­lun­gen an Bezie­her unte­rer und mitt­le­rer Ein­kom­men nach der Lebens­er­fah­rung regel­mä­ßig eine Ver­mu­tung dafür, dass das Erhal­te­ne tat­säch­lich für die all­ge­mei­nen Lebens­hal­tungs­kos­ten ohne Berei­che­rung ver­braucht wur­de, ohne dass der Berei­cher­te für den Ein­wand der Ent­rei­che­rung einen beson­de­ren Ver­wen­dungs­nach­weis erbrin­gen müss­te28. Davon aus­ge­hend nimmt der Frei­staat Sach­sen – wie auch die übri­gen Dienst­her­ren in Bund und Län­dern – in stän­di­ger Pra­xis den Weg­fall der Berei­che­rung bei gering­fü­gi­gen Über­zah­lun­gen an, ohne dass die Ent­rei­che­rung von dem betrof­fe­nen Beam­ten dar­zu­le­gen und nach­zu­wei­sen ist. Nach Num­mer 18.02.05. der Ver­wal­tungs­vor­schrift des Säch­si­schen Minis­te­ri­ums der Finan­zen zum Voll­zug des Säch­si­schen Besol­dungs­ge­set­zes (VwV Sächs­BesG) vom 17.11.201529 kann ohne nähe­re Prü­fung der Weg­fall der Berei­che­rung unter­stellt wer­den, wenn die im jewei­li­gen Monat zuviel gezahl­te Besol­dung 10 % des ins­ge­samt zuste­hen­den Brut­to­be­trags, höchs­tens 200 €, nicht über­steigt; dies gilt auch dann, wenn in einem Monat Nach­zah­lun­gen erfol­gen. Die über­zahl­te Struk­tur­zu­la­ge in Höhe von monat­lich 33, 90 € liegt deut­lich unter die­ser Gren­ze. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Beam­ten der unte­ren und mitt­le­ren Besol­dungs­grup­pen der Lauf­bahn­grup­pe 1 die­sen monat­li­chen Betrag für den all­ge­mei­nen Lebens­be­darf ohne eige­ne Ver­mö­gens­meh­rung aus­ge­ge­ben haben.

Ein Fall der ver­schärf­ten Haf­tung der begüns­tig­ten Beam­ten der Lauf­bahn­grup­pe 1 wäre weder nach § 18 Abs. 2 Satz 1 Sächs­BesG i.V.m. § 819 Abs. 1 und § 818 Abs. 4 BGB noch nach § 18 Abs. 2 Satz 2 Sächs­BesG in Betracht gekommen.

Der Umstand, dass der Frei­staat Sach­sen im Fall einer rück­wir­ken­den Abschaf­fung der Zula­gen­norm kei­nen Anspruch auf Rück­for­de­rung der gewähr­ten Struk­tur­zu­la­ge gegen­über den bis­lang begüns­tig­ten Beam­ten gehabt hät­te, hat sei­nen sach­li­chen Grund im mate­ri­el­len Recht, näm­lich in der ein­ge­tre­te­nen Ent­rei­che­rung (§ 18 Abs. 2 Satz 1 Sächs­BesG i.V.m. § 818 Abs. 3 BGB). Es mag aus der Sicht des Beam­ten frag­wür­dig sein, dass die Beam­ten der Lauf­bahn­grup­pe 1 die gewähr­te Struk­tur­zu­la­ge aus die­sem recht­li­chen Grund „behal­ten dür­fen“, obwohl sich der Besol­dungs­ge­setz­ge­ber für ihre Abschaf­fung ent­schie­den hat. Dar­aus kann er aber für sich kei­ne Anspruchs­po­si­ti­on her­lei­ten. Uneben­hei­ten, Frik­tio­nen und Män­gel besol­dungs­recht­li­cher Rege­lun­gen sind in Kauf zu neh­men, solan­ge sich für die gesetz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung ein plau­si­bler und sach­lich ver­tret­ba­rer Grund anfüh­ren lässt30.

Kei­ne ande­re Beur­tei­lung folgt aus den vom Beam­ten ange­führ­ten Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 10.11.201131 und des Euro­päi­schen Gerichts­hofs vom 22.06.201132. Die Ent­schei­dun­gen betref­fen die Fall­kon­stel­la­tio­nen der uni­ons­rechts­wid­ri­gen Dis­kri­mi­nie­rung. Die dazu in der Recht­spre­chung auf­ge­stell­ten Grund­sät­ze sind auf die vor­lie­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on nicht übertragbar.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 23. März 2021 – 2 C 17.19

  1. GVBl. S. 970, SächsBG a.F.[]
  2. GVBl. S. 514[][]
  3. stRspr, vgl. BVerfG, Urteil vom 05.05.2015 – 2 BvL 17/​09 u.a., BVerfGE 139, 64 Rn. 91 f., Beschluss vom 16.12.2015 – 2 BvR 1958/​13, BVerfGE 141, 56 Rn. 33[]
  4. stRspr, vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.11.2015 – 2 BvL 19/​09 u.a., BVerfGE 140, 240 Rn. 72 m.w.N.[]
  5. stRspr, vgl. BVerfG, Urteil vom 14.02.2012 – 2 BvL 4/​10, BVerfGE 130, 263 <296> m.w.N.[]
  6. vgl. BVerfG, Beschluss vom 12.02.2003 – 2 BvR 709/​99, BVerfGE 107, 257 <273>[]
  7. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 14.12.1982 – 2 BvR 1261/​79, BVerfGE 62, 374 <384> und vom 16.12.2015 – 2 BvR 1958/​13, BVerfGE 141, 56 Rn. 36[]
  8. BVerfG, Urteil vom 05.05.2015 – 2 BvL 17/​09 u.a., BVerfGE 139, 64 Rn. 111 und Beschluss vom 17.11.2015 – 2 BvL 19/​09 u.a., BVerfGE 140, 240 Rn. 90 jeweils m.w.N.[]
  9. BVerfG, Beschluss vom 23.05.2017 – 2 BvR 883/​14 u.a., BVerfGE 145, 304 Rn. 75[]
  10. vgl. BVerfG, Urteil vom 05.05.2015 – 2 BvL 17/​09 u.a., BVerfGE 139, 64 Rn. 110 f. und Beschluss vom 17.11.2015 – 2 BvL 19/​09 u.a., BVerfGE 140, 240 Rn. 90 f. jeweils m.w.N.[]
  11. vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.01.2012 – 2 BvL 4/​09, BVerfGE 130, 52 <67>[]
  12. stRspr, vgl. etwa BVerfG, Urteil vom 17.12.2014 – 1 BvL 21/​12, BVerfGE 138, 136 Rn. 121, Beschluss vom 15.12.2015 – 2 BvL 1/​12, BVerfGE 141, 1 Rn. 93 jeweils m.w.N.[]
  13. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 08.04.1987 – 2 BvR 909/​82 u.a., BVerfGE 75, 108 <157> und vom 12.02.2003 – 2 BvL 3/​00, BVerfGE 107, 218 <244>[]
  14. stRspr, vgl. etwa BVerfG, Beschlüs­se vom 21.06.2011 – 1 BvR 2035/​07, BVerfGE 129, 49 <68> und vom 19.06.2012 – 2 BvR 1397/​09, BVerfGE 131, 239 <255 f.> m.w.N.[]
  15. stRspr, BVerfG, Beschluss vom 17.11.2015 – 2 BvL 19/​09 u.a., BVerfGE 140, 240 Rn. 75 m.w.N.[]
  16. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 06.10.1983 – 2 BvL 22/​80, BVerfGE 65, 141 <148 f.> vom 04.04.2001 – 2 BvL 7/​98, BVerfGE 103, 310 <319 f.> und vom 12.02.2003 – 2 BvL 3/​00, BVerfGE 107, 218 <244 f.>[]
  17. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 09.05.1961 – 2 BvR 49/​60, BVerfGE 12, 326 <333> vom 04.06.1969 – 2 BvR 86/​66 u.a., BVerfGE 26, 100 <110 ff.> und – 2 BvR 412/​66 u.a., BVerfGE 26, 163 <169 ff.> sowie vom 12.02.2003 – 2 BvL 3/​00, BVerfGE 107, 218 <245>[]
  18. vgl. LT-Drs. 5/​12230, S. 360, LT-Drs. 6/​5079 B. Beson­de­rer Teil, zu Arti­kel 1, zu Num­mer 5[]
  19. BVerfG, Beschluss vom 23.05.2017 – 2 BvR 883/​14 u.a., BVerfGE 145, 304 Rn. 98[]
  20. BVerfGE 140, 240[]
  21. vgl. LT-Drs. 6/​5079 B. Beson­de­rer Teil, zu Arti­kel 1, zu Num­mer 5[]
  22. BVerfG, Beschluss vom 30.03.1977 – 2 BvR 1039/​75 u.a., BVerfGE 44, 249 <263>[]
  23. vgl. BVerfG, Kam­mer­be­schlüs­se vom 14.12.2000 – 2 BvR 1457/​96 – ZBR 2001, 204; und vom 19.12.2008 – 2 BvR 380/​08, NVwZ 2009, 447 <448>[]
  24. vgl. BVerfG, Beschlüs­se vom 07.07.1982 – 2 BvL 14/​78 u.a., BVerfGE 61, 43 <68> und vom 11.11.1998 – 2 BvL 10/​95, BVerfGE 99, 280 <298>[]
  25. vgl. BVerfG, Beschluss vom 11.11.1998 – 2 BvL 10/​95, BVerfGE 99, 280 <298 f.>[]
  26. vgl. BVerfG, Beschluss vom 23.05.2017 – 2 BvR 883/​14, BVerfGE 145, 304 Rn. 99[]
  27. vgl. BVerwG, Urtei­le vom 28.02.2002 – 2 C 2.01, BVerw­GE 116, 74 <77> vom 22.03.2017 – 5 C 5.16, Buch­holz 240 § 12 BBesG Nr. 37 Rn. 14, 20; und vom 16.07.2020 – 2 C 7.19 – ZBR 2021, 131 Rn. 15[]
  28. vgl. grund­le­gend BVerwG, Urtei­le vom 10.10.1961 – 6 C 25.60, BVerw­GE 13, 107 <110 f.> vom 30.08.1962 – 2 C 90.60, BVerw­GE 15, 15 <16 ff.> und vom 16.07.2020 – 2 C 7.19 – ZBR 2021, 131 Rn. 15; vgl. auch BAG, Urteil vom 12.01.1994 – 5 AZR 597/​92 – NJW 1994, 2636 <2637 f.> BGH, Urteil vom 30.07.2008 – XII ZR 177/​06 – BGHZ 177, 356 Rn. 70; Palandt, BGB, 79. Aufl.2020, § 818 Rn. 40, 55 m.w.N.[]
  29. SMF vom 17.11.2015 – 15‑P 1500/59/1–2015/54262[]
  30. vgl. BVerfG, Beschluss vom 06.05.2004 – 2 BvL 16/​02, BVerfGE 110, 353 <365>[]
  31. BAG, Urteil vom 10.11.2011 – 6 AZR 481/​09, NZA-RR 2012, 100[]
  32. EuGH, Urteil vom 22.06.2011 – C‑399/​09, Land­tová, Slg. 2011, I‑5573[]