Kei­ne Wech­sel­schicht­zu­la­ge für städ­ti­sche Feu­er­wehr­be­am­te

Den im Schicht­dienst ein­ge­setz­ten Feu­er­wehr­be­am­ten steht kei­ne Wech­sel­schicht­zu­la­ge nach der Erschwer­nis­zu­la­gen­ver­ord­nung zu.

Kei­ne Wech­sel­schicht­zu­la­ge für städ­ti­sche Feu­er­wehr­be­am­te

Vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Trier hat­te jetzt ein im Dienst der beklag­ten Stadt Trier ste­hen­der Feu­er­wehr­be­am­ter geklagt, der als Wach­ab­tei­lungs­füh­rer im Jah­re 2009 an 52 Arbeits­ta­gen Dienst im 24-Stun­den-Rhyth­mus, an 43 Arbeits­ta­gen Dienst von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an 12 Tagen Dienst von 17.00 Uhr bis 8.00 Uhr geleis­tet hat. Für die Ableis­tung sei­nes Diens­tes erhält er die soge­nann­te Feu­er­wehr­zu­la­ge sowie die Zula­ge für den Dienst zu ungüns­ti­gen Zei­ten. Im Kla­ge­we­ge begehr­te er nun zudem die Gewäh­rung der Wech­sel­schicht­zu­la­ge nach der Erschwer­nis­zu­la­gen­ver­ord­nung in Höhe von 102 € monat­lich.

Zu Unrecht, wie ihm jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin beschied: Der vom Klä­ger geleis­te­te Dienst erfül­le nicht die von der ein­schlä­gi­gen Ver­ord­nung gefor­der­te Vor­aus­set­zung, dass Schicht­dienst mit einem regel­mä­ßi­gen Wech­sel der täg­li­chen Arbeits­zeit geleis­tet wer­de. Zwar gebe es im Dienst­plan des Klä­gers unter­schied­li­che Dienst­an­fangs- und Diens­tend­zeit­punk­te. Mit der Gewäh­rung einer Wech­sel­schicht­zu­la­ge nach der Erschwer­nis­zu­la­gen­ver­ord­nung sol­le jedoch der vom Schicht­dienst­leis­ten­den gefor­der­ten stän­di­gen Umstel­lung des Arbeits- und Lebens­rhyth­mus und den damit ver­bun­de­nen gesund­heit­li­chen und sozia­len Aus­wir­kun­gen besol­dungs­recht­lich Rech­nung getra­gen wer­den. Einem sol­chen stän­di­gen Wech­sel unter­lie­ge der Dienst des Klä­gers jedoch nicht.

Bei Ableis­tung der tages­zeit­lich gleich­blei­ben­den 24-Stun­den-Diens­te feh­le es ohne­hin an die­ser Vor­aus­set­zung. Aber auch unter Berück­sich­ti­gung der zudem abge­leis­te­ten Tages­diens­te erge­be sich vor dem Hin­ter­grund von Sinn und Zweck der Wech­sel­schicht­zu­la­ge kei­ne ande­re Betrach­tung. Der Klä­ger wer­de inso­weit ledig­lich, wie ande­re Arbeit­neh­mer auch, im nor­ma­len Tages­dienst ein­ge­setzt. Eine aus­gleichs­be­dürf­ti­ge Erschwer­nis fal­le für die­se Tage dem­nach aus. Soweit der Klä­ger zudem an 12 Tagen Nacht­schich­ten absol­viert habe, sei­en die­se bereits auf­grund ihrer gerin­gen Zahl und ihrer feh­len­den Regel­mä­ßig­keit nicht als prä­gend für den Dienst anzu­se­hen.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier, Urteil vom 16. Novem­ber 2010 – 1 K 202/​10.TR