Mit­be­stim­mungs­pflich­ten beim Ein­satz von Leih­ar­beit­neh­mern im öffent­li­chen Dienst

Die Be­tei­li­gungs­pflich­tig­keit der Über­nah­me eines Leih­ar­beit­neh­mers zur Ar­beits­leis­tung gemäß § 14 Abs. 3 AÜG gilt für Per­so­nal­ver­tre­tun­gen im öf­fent­li­ches Dienst eines Lan­des nur, wenn das Lan­des­recht dies be­stimmt. Dies ist im Hin­blick auf das Land Ber­lin nicht der Fall. Bei Prü­fung des Vor­lie­gens einer Ein­stel­lung im Sin­ne von § 87 Nr. 1 Bln­Pers­VG sind grund­sätz­lich die Ein­satz­zei­ten ver­schie­de­ner Leih­ar­beit­neh­mer nicht zu sum­mie­ren.

Mit­be­stim­mungs­pflich­ten beim Ein­satz von Leih­ar­beit­neh­mern im öffent­li­chen Dienst

Es ist für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt offen­kun­dig, dass § 14 Abs. 4 AÜG die in Absatz 3 der­sel­ben Vor­schrift ange­ord­ne­te Betei­li­gung des Betriebs­rats für den Fall der Über­nah­me eines Leih­ar­beit­neh­mers zur Arbeits­leis­tung nur für den Gel­tungs­be­reich des Bun­des­per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­set­zes auf Per­so­nal­ver­tre­tun­gen im öffent­li­chen Dienst erstreckt. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bereits in einem Beschluss vom 20. Mai 1992 1 bestä­tigt und hier­bei auf den ein­deu­ti­gen Wort­laut der Vor­schrift sowie auf die – eben­so ein­deu­ti­gen – ein­schlä­gi­gen ent­ste­hungs­ge­schicht­li­chen Bege­ben­hei­ten ver­wie­sen. Nicht weni­ger offen­kun­dig ist, dass der Ber­li­ner Gesetz­ge­ber bis­lang kei­nen Gebrauch von der Mög­lich­keit gemacht hat, die Betei­li­gungs­an­ord­nung in § 14 Abs. 3 AÜG durch Erlass einer ent­spre­chen­den lan­des­recht­li­chen Norm zusätz­lich auch auf die Per­so­nal­ver­tre­tun­gen im Gel­tungs­be­reich des Lan­des­per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­set­zes zu bezie­hen.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 25. April 2012

  1. BVerwG, Beschluss vom 20.05.1992 – 6 P 4.90, BVerw­GE 90, 194, 195/​196 = Buch­holz 251.8 § 80 RhPPers­VG Nr. 8 S. 26[]