Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de in Per­so­nal­ver­tre­tungs­sa­chen – und der Zulas­sungs­grund der Diver­genz

Nach den gemäß § 91 Abs. 2 Pers­VG Ber­lin ent­spre­chend anzu­wen­den­den § 92 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 72 Abs. 2 Nr. 2 ArbGG ist die Rechts­be­schwer­de zuzu­las­sen, wenn der ange­foch­te­ne Beschluss von einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, des Gemein­sa­men Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts der obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des, des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts oder, solan­ge eine Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in der Rechts­fra­ge nicht ergan­gen ist, von einer Ent­schei­dung eines ande­ren Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts des­sel­ben Ober­ver­wal­tungs­ge­richts bzw. Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs oder eines ande­ren Ober­ver­wal­tungs­ge­richts bzw. Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs abweicht und die Ent­schei­dung auf die­ser Abwei­chung beruht.

Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de in Per­so­nal­ver­tre­tungs­sa­chen – und der Zulas­sungs­grund der Diver­genz

In der Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ist die Ent­schei­dung, von der der ange­foch­te­ne Beschluss abweicht, zu bezeich­nen (§ 92a Satz 2 i.V.m. § 72a Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ArbGG).

Eine die Rechts­be­schwer­de eröff­nen­de Diver­genz ist nur dann hin­rei­chend bezeich­net, wenn die Beschwer­de einen abs­trak­ten, inhalt­lich bestimm­ten, die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung tra­gen­den Rechts­satz benennt, mit dem die Vor­in­stanz einem in der Recht­spre­chung eines der auf­ge­führ­ten Gerich­te auf­ge­stell­ten eben­sol­chen, die Ent­schei­dung tra­gen­den Rechts­satz in Anwen­dung der­sel­ben Rechts­vor­schrift wider­spro­chen hat.

Eine sol­che Diver­genz kann auch dann anzu­neh­men sein, wenn bei­de Ent­schei­dun­gen auf der Grund­la­ge von ver­schie­de­nen, aber inhalts­glei­chen Rechts­nor­men ergan­gen sind.

Das Auf­zei­gen einer feh­ler­haf­ten oder unter­blie­be­nen Anwen­dung der Rechts­sät­ze, die das betref­fen­de Gericht in sei­ner Recht­spre­chung auf­ge­stellt hat, genügt den Zuläs­sig­keits­an­for­de­run­gen nicht 1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 23. Mai 2019 – 5 PB 7.18

  1. stRspr, vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 08.08.2018 – 5 PB 1.18 3 m.w.N.[]