Rechts­streit um die Per­so­nal­rats­wahl – und der Wahl­vor­stand

Der Wahl­vor­stand ver­liert mit dem Erlö­schen sei­nes Amtes sei­ne Betei­lig­ten­fä­hig­keit im per­so­nal­ver­tre­tungs­recht­li­chen Beschluss­ver­fah­ren.

Rechts­streit um die Per­so­nal­rats­wahl – und der Wahl­vor­stand

Denn das Amt des Wahl­vor­stan­des erlosch mit der Bestel­lung des Wahl­lei­ters in der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des Per­so­nal­rats, die spä­tes­tens sechs Arbeits­ta­ge nach dem Wahl­ta­ge statt­zu­fin­den hat­te (vgl. § 34 Abs. 1 BPersVG).

Man­gels Exis­tenz ver­liert der Wahl­vor­stand damit sei­ne Betei­lig­ten­fä­hig­keit, selbst wenn ihn – wie hier – die Antrags­schrift als Betei­lig­ten bezeich­net und er von den Gerich­ten noch als Betei­lig­ter behan­delt wird [1].

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt trägt die­ser Rechts­la­ge im vor­lie­gen­den Fall dadurch Rech­nung, dass es nach Anhö­rung des Wahl­vor­stan­des [2] von sei­ner wei­te­ren Betei­li­gung des Wahl­vor­stan­des am Ver­fah­ren absieht. Das Rubrum war ent­spre­chend zu ändern.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 22. Sep­tem­ber 2015 – 5 P 12.2014 -

  1. vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 12.11.1973 – 7 A 7.72, BVerw­GE 44, 172, 174; und vom 18.04.1978 – 6 P 34.78, BVerw­GE 55, 341, 343 f.; BAG, Beschluss vom 24.05.2006 – 7 ABR 40.05 – PersV 2007, 75, 76, jeweils m.w.N.[]
  2. vgl. BAG, Beschluss vom 31.05.1983 – 1 ABR 57/​80[]